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Mega-Fight: Der Kampf, auf den die Welt wartet

Nein, nicht "Rocky" gegen "Tiger", den Boxkampf des nächsten Jahres werden sich die beiden Schwergewichts-Champs Wladimir Klitschko und Sultan Ibragimov liefern. Der Titelvereinigungskampf in New York verspricht ein echtes Spektakel zu werden - und bricht schon jetzt alle Rekorde.

Box-Weltmeister Wladimir Klitschko will seinen "alten WBO-Titel" zurück. Der Schwergewichts-Champion der Verbände IBF und IBO kündigte am Montag in Hamburg an, die Trophäe erneut in seinen Besitz zu bringen. Dafür muss er am 23. Februar in New York in einem Titelvereinigungskampf den WBO-Weltmeister Sultan Ibragimov aus Russland bezwingen. Im Oktober 2000 hatte Klitschko erstmals den WBO-Gürtel erobert. "Mit dem WBO-Titel verbindet mich wahnsinnig viel. Jetzt will ich ihn in die Familie zurückholen", sagte der 31-jährige Ukrainer.

Bernd Bönte, Klitschkos Manager, verriet auf der Veranstaltung im altehrwürdigen Hamburger Curio-Haus, dass es gar nicht mal schwierig war, den Mega-Kampf zwischen den beiden Box-Brocken festzuzurren: " Beide Seiten wollten diesen Kampf und sind bereit, Titel auf's Spiel zu setzen. Dann ging alles ganz schnell", so Matchmaker Bönte, der in New York mit einem Medienspektakel rechnet: "Das wird gigantisch."

Klitschko ist derzeit mit Ibragimov auf Werbetour für das Duell. "Die ganze Welt wartet ungeduldig auf diesen Kampf. Es ist ein historisches Ereignis", sagte Ibragimows Manager Gamsat Agajew. Am Vortag hatten sie in Moskau die Werbetrommel gerührt, am 4. Dezember folgt eine weitere Pressekonferenz in New York.

Das Duell im Madison Square Garden ist die erste Titelvereinigung im Schwergewicht seit November 1999. Damals sicherte sich der Brite Lennox Lewis gegen Evander Holyfield (USA) die Titel der Verbände WBC, WBA, IBF und IBO. Klitschko beteuerte erneut, dass es sein höchstes Ziel sei, gleichzeitig mit seinem Bruder Vitali Weltmeister zu sein. Seinem Kontrahenten Sultan Ibragimov zollte er in Hamburg größten Respekt: "Er hat unfassbare Qualitäten, ist schnell und beweglich."

Der 32-jährige Ibragimov, der seit Juni vergangenen Jahres nach einem Sieg über Shannon Briggs (USA) Weltmeister ist, erinnerte an den Ruf Klitschkos, der derzeit weltbeste Schwergewichtler zu sein. "Und nun bekomme ich die Chance, den Weltbesten zu besiegen. Ihr werdet einen schönen Kampf erleben", versprach der Russe, der in den USA lustigerweise oft als "Deutscher" bezeichnet wird. "Im Zweifel wegen meines Aussehens." Beide Boxer bereiten sich in den USA - wahrscheinlich in Florida - auf das Duell vor, das in Deutschland von RTL übertragen wird. Klitschko hat von 52 Profikämpfen 49 gewonnen, davon 44 durch K.o. Sein zwölf Zentimeter kleinerer Rivale hat 23 Kämpfe (22 Siege, 1 Unentschieden) bestritten.

Klaus Bellstedt mit DPA

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