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Mehr Sport Schwimm-WM - Deibler verpasst Medaille


Paul Biedermann hat bei der WM in Shanghai die Hoffnung auf eine weitere Medaille genährt. Als Drittschnellster zog er über die 200 Meter Freistil in das Finale ein. Seinen Traum vom ersten Edelmetall auf der Langbahn konnte sich Steffen Deibler über 50 Meter Schmetterling nicht erfüllen.

Paul Biedermann hat bei der WM in Shanghai die Hoffnung auf eine weitere Medaille genährt. Als Drittschnellster zog er über die 200 Meter Freistil in das Finale ein. Seinen Traum vom ersten Edelmetall auf der Langbahn konnte sich Steffen Deibler über 50 Meter Schmetterling nicht erfüllen.

Er musste sich mit dem sechsten Rang zufrieden geben. Der Sieg ging an Olympiasieger Cesar Cielo. Der Brasilianer wurde mit Pfiffen und Beifall empfangen und war in 23,10 Sekunden nicht zu schlagen. Erst kurz vor den ersten WM-Rennen gab der Internationale Sportgerichtshof CAS Grünes Licht für den mit einer positiven Doping-Probe belasteten Cielo. Als die TV-Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet waren, liefen beim Olympiasieger Tränen. Sowohl im Becken als auch bei der Siegerehrung.

"Die Goldmedaille fühlt sich anders an als andere", sagte der 24-Jährige. Von vielen wurde ihm das Recht auf die Unschuldsvermutung zugesprochen, weil er vom CAS nicht gesperrt worden war. Irgendwie hatte der Sieg trotzdem einen faden Beigeschmack. Das sagte Deibler zwar nicht, aber Cielos Start monierte er dennoch. "Ich finde die Entscheidung nach wie vor falsch", betonte Deibler, bei dem der Anschlag in 23,55 Sekunden nicht hinhaute. "Erst einmal muss ich aber meine eigene Leistung verbessern."

Biedermann vor Phelps und Lochte

Eine Schippe drauflegen muss im Finale sicherlich auch Paul Biedermann, denn über 200 Meter Freistil ist das Gedränge im Kampf um die Medaillen groß. Ohne Teilnehmer aus China, obwohl Sun Yang die Weltjahresbestenliste anführt, sorgte vor allem der 14-malige Olympiasieger Michael Phelps für Jubel unter den Zuschauern. Biedermann, der den Amerikaner 2009 im WM-Finale entthront hatte, lag in 1:45,93 Minuten erneut vor Phelps und dem anderen US-Superstar Ryan Lochte

"Lochte hat die letzten 50 nicht voll gemacht. Das wird ein super hartes Finale", sagte Biedermann, "ich weiß, das sag ich immer, aber morgen ist es einfach so." Als Schnellster der Vorschlussrunde geht der Franzose Yannick Agnel (1:45,62) ins Finale.

Meeuw sehr zufrieden

Für das Finale noch etwas draufpacken möchte Helge Meeuw. Der Vize-Weltmeister zog mit der fünftschnellsten Zeit in 53,34 Sekunden in den Endkampf ein. "Das hat sich besser angefühlt als im Vorlauf."

Nicht zu toppen waren die Leistungen bei Ye Shiwen (China) in 2:08,90 Minuten über die 200 Meter Lagen und bei Dana Vollmer (USA) in 56,87 Sekunden über 100 Meter Schmetterling. Es war jeweils das erste Schwimm-Gold für ihr Team.

Mit Tränen ganz anderer Art kämpfte Alexander Dale Oen aus Norwegen bei der Siegerehrung. In 58,71 Sekunden holte der Olympia-Zweite den Sieg über 100 Meter Brust - und wurde in der Pressekonferenz praktisch nur nach den schrecklichen Geschehnissen in der Heimat befragt. "Natürlich denkt man an zu Hause und es ist sehr, sehr schwer. Aber man versucht das im Rennen auszublenden", sagte er mit gefasster Stimme.

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