HOME

Mehr Sport: Snooker - Mark Selby gewinnt Shanghai Masters

Das Shanghai Masters ist vorbei und Mark Selby hat sich durch einen 10:9-Erfolg über Mark Williams den Titel gesichert. Der Respotted-Blog sah ein Finale, in dem Williams erneut einen Vorsprung nicht über die Ziellinie bringen konnte. Zudem gibt es das Ende einer Ära zu berichten und Mobbing gegen alte Spieler auf hohem Niveau.

Mark Selby ist der achte Spieler, der seit Einführung der Weltrangliste 1976 die Spitze erklommen hat. Der Jester from Leicester wird im Oktober Mark Williams ablösen, den er in einem dramatischen Finale beim Shanghai Masters mit 10:9 besiegte. Der Respotted-Blog berichtet zudem vom Ende einer Ära.

Ray Reardon, Cliff Thorburn, Steve Davis, Stephen Hendry, John Higgins, Mark Williams, Ronnie O’Sullivan und Neil Robertson sind die anderen sieben Spieler, die bisher den Thron erklommen hatten – Mark Selby gehört spätestens jetzt zum Kreis der ganz großen Spieler. Und das hat sich der Jester from Leicester auch redlich verdient.

Mal ganz abgesehen von seinem Sieg beim Shanghai Masters, der auch ein wenig glücklich war, hat er still und leise sein Spiel umgestellt. War vor einem Jahr noch davon auszugehen, dass seine Spiele lange dauern und vom Safe-Spiel geprägt sein würden, genießt er es nun, das Spiel voranzutreiben und ein wenig Risiko einzubauen.

Das macht ihn gefährlich. Denn die Geduld für lange Safe-Duelle hat er. Dass Selby aber nun, wenn er sich praktisch festgespielt hat, auch mal ein Double versucht, ist neu und gefällt mir persönlich sehr gut. Seine Bissigkeit hat er auch in Shanghai wieder bewiesen, als er einen 7:9-Rückstand noch drehen konnte und sich dann mit 10:9 durchsetzte.

Williams verpasst die Entscheidung

Williams hatte beim Stand von 9:8 die große Chance auf den Sieg, verschoss bei 60:60 allerdings eine leichte Grüne und das Unheil nahm seinen Lauf. Schon bei den letztjährigen UK Championship hatte er gegen John Higgins im Finale einen 6:5-Vorsprung verdaddelt und bei den Australian Open verlor er nach 8:5 noch mit 8:9 gegen Stuart Bingham. Und auch beim German Masters in Berlin hatte die Welsh Potting Machine im Finale fast noch einen 7:4-Vorsprung abgegeben – damals gegen Selby. Doch das Finale gewann er.

Selby hat insgesamt ein sehr überzeugendes Turnier gespielt. Auf dem Weg ins Finale besiegte er Nigel Bond (5:3), Jamie Cope (5:0), Shaun Murphy (5:4) und Mark King (6:0). Williams qualifizierte sich durch Siege über Andrew Higginson (5:0), Robert Milkins (5:1), Matthew Stevens (5:0) und Neil Robertson (6:5). Das Finale war dann die perfekte Krönung des Turniers.

Hamilton überrascht

Schön zu sehen war auch die Leistung von Anthony Hamilton, der es immerhin bis ins Viertelfinale geschafft hat und dabei auch Ronnie O'Sullivan aus dem Turnier warf. Der Sheriff von Pottingham hatte immer mal wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen und vielleicht haben wir hier ein kleines Comeback gesehen.

Ansonsten war die Auftakt-Niederlage von Ding Junhui gegen Martin Gould recht überraschend und auch Judd Trump hat erneut eine Pleite in Runde eins kassiert – wenn auch gegen Stuart Bingham. Wir dürfen gespannt sein, ob sich The Ace nach seinen starken Leistungen zum Ende der letzten Saison wieder fangen kann. Genug Lob hat er in jedem Fall bekommen.

Williams siegt in der Premier League

Auch die Premier League wollen wir nicht vernachlässigen und dort hat sich Mark Williams die zweite Mini-Serie gesichert. Nochmal zur Erklärung: Es werden zehn kleine Turniere mit jeweils vier Spielern ausgetragen. Also beginnen die Spieler direkt mit dem Halbfinale und pro gewonnenem Frame – best of five – gibt es einen Punkt für die Tabelle.

Matthew Stevens hatte das erste Turnier gewonnen, dabei zwei glatte 3:0-Siege eingefahren. Williams schlug nun im ersten Spiel Jimmy White mit 3:0 und traf dann auf Shaun Murphy, den er 3:1 besiegte. Zuvor hatte der Magician Ronnie O'Sullivan mit 3:2 geschlagen. "Ich mache mich nun auf nach China und es ist klasse, das Shanghai Masters mit so einem Erfolg angehen zu können. Hoffentlich spiele ich dort ähnlich gut.“ Den Rest der Geschichte kennen wir ja.

Als kleine Randgeschichte sei gesagt, dass Mark Williams bei der Eröffnung des Shanghai Masters nicht anwesend sein konnte, da er mit seiner Frau im Aufzug stecken geblieben war. Das ist vielleicht nicht die Knallergeschichte, aber interessant wird es erst, wenn man sich die Antwort auf die Frage der englischen Kollegen von Eurosport anhört, die wissen wollten, mit wem er gerne mal in einem Aufzug stecken bleiben würde.

Williams: "Da gibt es sicherlich einige Leute, aber keine speziellen, die ich jetzt nennen würde. Aber jeder, der mich kennt, würde diese Situation gerne vermeiden. Denn diese Personen wüssten, dass ich sie in einer solchen Situation töten würde.“

WM der Senioren

Ein wenig Abseits des Geschehens findet im November die WM der Senioren statt. Senioren heißt in diesem Falle, dass die Herren über 45 Jahr alt sein müssen. Im letzten Jahr lag die Grenze noch bei 40, doch mittlerweile gibt es so viele ältere Spieler, die sich noch in absoluter Top-Form befinden und auf der Main Tour aktiv sind, dass man die Grenze eben ein wenig angehoben hat.

Am ersten November-Wochenende findet das Event in Peterborough (England) statt und Jimmy White ist der amtierende Champion. 18.000 Pfund gib es für den Gewinner zu kassieren, dabei reichen jeweils drei Frames, um ein Spiel zu gewinnen. Eine Besonderheit ist die 30-Sekunden-Shotclock. Die Paarungen wurden auch schon ausgelost:

John Parrott - Joe Johnson, Jimmy White - Tony Knowles, Tony Drago - Steve Davis, Qualifier – Qualifier, Qualifier – Qualifier, Dene O’Kane - Neal Foulds, Cliff Thorburn - Alain Robidoux, Nigel Bond - Dennis Taylor. Im deutschen TV wird das Event aber wohl nicht zu sehen sein – schade eigentlich.

Das Ende einer Ära

Nicht dabei ist natürlich Stephen Hendry, der sozusagen noch zur jungen Generation gehört. Allerdings hat der siebenmalige Weltmeister seinen Platz in den Top-16 nicht verteidigen können und fällt nach seiner Niederlage in Runde eins beim Shanghai Masters gegen Robert Milkins aus dem Elite-Kreis.

Zum ersten Mal seit über 23 Jahren fehlt der Golden Boy nun in der Rangliste der Top-Spieler. Das bedeutet, er muss sich für die UK Championship und das Masters qualifizieren – zwei der wichtigsten Turniere auf der Main Tour. "Es ist natürlich sehr enttäuschend, beide Turniere eventuell zu verpassen“, erklärte Hendry auf dailymail.co.uk. "Aber so wie ich spiele, würde ich in der ersten Runde verlieren. Ich spiele wirklich schlecht und habe wenig Vertrauen in mein Spiel.“

Auf der anderen Seite ist er ja gerade erst dabei, sein Spiel ein wenig umzustellen und hat diese Veränderungen noch nicht wirklich angenommen. Natürlich kommt nun auch wieder die Frage auf, ob er zurücktreten wird. Der Schotte ist nicht ein Spieler wie Jimmy White, der sich durch die Qualifikationen quält. Er spielt nicht um zu spielen, sondern um zu gewinnen. Geht das nicht mehr, wird er aufhören. Das aber frühestens zur nächsten Saison.

Münstermann streicht die Pläne

Ein wenig schade ist hingegen, dass Lasse Münstermann wohl bei keinem PTC-Event mehr antreten wird. Ich hatte mich da bei ihm erkundigt, denn eigentlich wollte er einen neuen Angriff auf die Main Tour wagen. Hier seine Antwort, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Lasse Münstermann: Derzeit gibt es viele Projekte, bei denen ich mitwirke. Es sind mittlerweile sehr viele geworden. Daher stehe ich an einem Punkt, wo ich entscheiden muss. Maintour oder Projekte. Beides zusammen ist nahezu unmöglich. Da meine Projekte immer reifere Früchte tragen, habe ich mich dazu entschlossen, mein Hauptaugenmerk auf diese zu richten.

Snooker ist nach wie vor meine ganz große Leidenschaft. Diese findet sich wieder in Projekten wie "Snooker-Kids", "VIP-Events", "Firmen-Events", "Snooker-Rooms", "Snooker-Kursen" und noch weiteren Ideen. Das sind für mich ganz große Projekte, an denen mein Herz hängt und genau das die Teilnehmer auch spüren lasse. Mehr Informationen zu diesen Projekten finden Sie auf meiner Webpage http://www.lassemuenstermann.de.“

Ein Blick auf die Homepage lohnt sich und ich werde bald mal nach Ratingen fahren und Euch von meinem kleinen Ausflug berichten. Mal sehen, wann ich das in meinem Terminplan unterbringen kann. Aber neugierig bin ich ja schon.

Gutes, englisches Essen

Wie geht es nun weiter? Am Donnerstag geht es schon mit dem Brazilian Masters weiter und auch das Einladungsturnier ist gut besetzt. Dazu könnt Ihr in den älteren Kolumnen auch noch ein paar Details nachlesen. Bis zum Ende des Monats folgen zwei weitere PTC-Events, eins davon in Warschau. Und Anfang Oktober wird dann die Rangliste aktualisiert.

Eine sehr spannende Geschichte, da dann einige Punkte aus dem Jahr 2009 wegfallen. Ronnie O'Sullivan verliert wohl weitere Plätze, da er das Shanghai Masters in dem Jahr gewonnen hat und auch Neil Roberton als Gewinner des Grand Prix wird Punkte verlieren. Das Schlusswort gehört heute aber Stuart Bingham, der nach seiner Niederlage im Achtelfinale des Shanghai Masters schrieb: "Jetzt bin ich 17.000 Meilen nach Hause geflogen, nur um chinesisches Essen zu haben.“

In diesem Sinne, einen schönen Start in die Woche.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(