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MLB: Pujols mit drei Home Runs beim zweiten Cardinals-Sieg

Der Monat Oktober gilt im Baseball als der Monat, in dem sich die großen Spieler von den guten trennen. Albert Pujols, bereits mit einem World-Series-Ring ausgestattet, machte sich mit einer herausragenden Leistung im dritten Spiel der Finalserie gegen die Texas Rangers unsterblich und stieg in den Olymp mit Legenden wie Babe Ruth und Reggie Jackson auf.

Waren die ersten beiden Partien der World Series nur mit einem Run Unterschied entschieden worden, drehten die St. Louis Cardinals und besonders Slugger Albert Pujols ausgerechnet beim ersten Heimspiel der Gegner Texas Rangers auf – und gewannen mit 16:7.

Pujols wandelte mit drei Home Runs und sechs RBIs insgesamt auf den Spuren der ganz Großen seines Sports, lediglich Babe Ruth – der allerdings gleich zwei Mal ausgerechnet gegen die Cardinals – und Reggie Jackson hatten zuvor drei Home Runs in einem World-Series-Spiel verbuchen können.

"Ich hoffe, dass ich am Ende meiner Karriere auf den heutigen Tag zurückblicken und sagen kann: 'Wow, was war das für ein Spiel in der World Series 2011'", freute sich Pujols, der in den zwei Spielen zuvor ohne Hit geblieben war und sich wachsender Kritik ausgesetzt sah, gegenüber espn.com.

Ein schlechter Tag für Pitcher

Für die Rangers lief es nur bis zum ersten Inning gut. Den ersten Pitch hatte Dirk Nowitzki werfen dürfen, der gemeinsam mit Mitspieler Brian Cardinal die Texaner vergeblich anfeuerte. Zumindest bei dem Power Forward wollten einige Fans eine Verbesserung zu seinem ersten Pitch während der regulären Saison ausgemacht haben.

Vielleicht hätte sich der Starting Pitcher der Rangers, Matt Harrison, einige Anregungen bei Nowitzki holen sollen, denn bereits im ersten Inning sorgte Allen Craig mit einem Home Run für die 1:0-Führung der Gäste aus St. Louis. Als im vierten Inning nach vier weiteren Runs klar wurde, dass Harrison gegen die Offensive der Cardinals an diesem Abend keine Chance haben sollte, wurde er vorzeitig vom Werferhügel geholt.

Gegenüber Kyle Lohse ereilte allerdings das gleiche Schicksal, nachdem Michael Young und Nelson Cruz durch zwei Home Runs auf 3:5 verkürzen konnten. Das fünfte Inning bestätigte die Rangers-Fans noch in ihrer Hoffnung, trotzdem die Gäste zunächst auf 8:3 erhöhten. Die texanische Offensive schlug jedoch ein zweites Mal zurück, Young, Adrian Beltre und Mike Napoli hielten den alten Zwei-Punkte-Rückstand aufrecht.

Der "größte Abend in der Geschichte"

Danach folgte jedoch die Albert Pujols-Gala und damit das Ende aller Siegträume für Texas, das nur noch durch Napoli zu einem weiteren Run kam. Mit seinem ersten Home Run im sechsten Inning schickte Pujols sich, Ryan Theriot und Rafael Furcal über die Home Plate. Sein zweiter Schlag aus dem Rangers Ballpark hinaus im siebten Inning brachte zwei weitere Runs, sein letzter Home Run im neunten Inning rundete den Abend schließlich ab. Passenderweise durfte Pujols seinen Lauf um die Bases bei diesem Solo-Home-Run als Ehrenrunde absolvieren.

Und die war nach Ansicht seines Managers Tony LaRussa hochverdient, sprach der erfahrene Coach nach der historischen Leistung gegenüber stltoday.com vom "größten Abend in der Geschichte der World Series." Mitspieler Lance Lynn zeigte nur Bewunderung für Pujols, aber kein Mitleid mit den Pitching-Kollegen der Rangers: "Von diesem Abend werde ich meinen Kindern und Enkeln erzählen", zitierte ihn stltoday.com.

sportal.de / sportal
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