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NBA: Basket Case - Miami und OKC setzen sich durch

Der Aufstieg von OKC, die Ungewissheit bei den Celtics und warum LeBron James seine Kritker wiederlegte. Die Conference Finals gaben einige Erkenntnisse. Und wer wird NBA-Champion? Der Basket Case gibt Antworten.

Die NBA-Saison neigt sich dem Ende zu, besser gesagt: dem Höhepunkt der Spielzeit, den Finals. Bevor wir uns dem Ausblick auf die Finalserie widmen, schauen wir zurück auf die Conference Finals und analysieren, warum in diesem Jahr endgültig der Umbruch weg von den alten, erfahrenen Teams hin zu den jungen, hungrigen Teams stattgefunden hat.

Im Westen der Liga hatten es die Oklahoma City Thunder mit ihren Stars Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden mit dem besten Team der Regular Season, den San Antonio Spurs rund um Tim Duncan und Tony Parker zu tun. Nach den ersten beiden Spielen lagen die Spurs bereits mit 2:0-Siegen in Front, und fast die komplette Basketballwelt rechnete mit einem Durchmarsch der Mannschaft aus Texas.

Thunder überrollen alternde Spurs

Doch die Thunder sind im Vergleich zum Vorjahresaus gegen die Dallas Mavericks gereift. In Spiel drei wurde die Heimstärke ausgenutzt – die Thunder haben bislang noch kein Playoffspiel in eigener Halle verloren – und der Rückstand verkürzt, in Spiel vier waren es vor allem Serge Ibaka und Kevin Durant, die die Thunder zum Sieg warfen. Ibaka verfehlte keinen seiner 11 Wurfversuche – eine Marke, die zum letzten Mal im Jahr 1975 in einem Playoffspiel erreicht wurde, damals von Larry McNeill von den Kansas City Kings (heute Sacramento Kings).

Und Durant? Der Topscorer der Liga behielt in den entscheidenden Phasen die Nerven, vor allem seine 16 aufeinanderfolgenden Punkte im vierten Viertel verhinderten, dass die Spurs, die genau wie die Thunder tollen Basketball spielten, aufholen konnten. Die Vorentscheidung fiel dann im fünften Spiel, in dem die Thunder gestützt von 70 Punkten ihrer drei Stars den Spurs die erste Heimniederlage der Playoffs zufügen konnten – ein Spiel, in dem Manu Ginobili zwar 34 Punkte für San Antonio erzielen konnte, die vorher hochgelobten Rollenspieler wie Kawhi Leonard, Boris Diaw und Gary Neal allerdings völlig untergingen.

In Spiel sechs sah es dann bis zur Pause so aus, als könnten die Spurs die Heimniederlage wieder ausgleichen, doch selbst eine 15-Punkte-Führung bei Halbzeit half Duncan und Co. nichts – die Thunder spielten sich in Halbzeit zwei in einen Rausch und konnten die Serie so für sich entscheiden.

Oklahoma als Team gewachsen

Entscheidend dafür waren diverse Faktoren. Zum einen haben sowohl Kendrick Perkins als auch Serge Ibaka unter den Körben ihre Form wiedergefunden. Mit Derrick Fisher von den Los Angeles Lakers wurde während der Saison ein erfahrener Spielmacher verpflichtet, der aufgrund zahlreicher Finalteilnahmen mit seinem alten Team keine Nervenschwächen besitzt und in jeder Situation entscheidende Würfe nehmen und verwandeln kann. James Harden übernimmt in immer mehr Situationen die Spielmacherrolle von Russell Westbrook, der sich damit auf das Erzielen wichtiger Punkte beschränken kann.

Und Kevin Durant hat den Schritt vom Topscorer zum Superstar genommen – wie er das Team lenkt, immer wieder aufmuntert und anfeuert, und in jeder Situation mit bestem Beispiel voran geht, sucht in der Liga momentan seinesgleichen. Und so bekommen die Fans das, was sich viele schon im letzten Jahr gewünscht hatten – das Team, das früher unter dem Namen Seattle Supersonics agierte, zum letzten Mal 1996 im Finale stand und seit mittlerweile zwei Jahren den vielleicht aufregendsten Basketball der NBA zeigt, im Finale der Liga.

Die großen Zwei vom South Beach

Wo man auf die Miami Heat treffen wird, das vielleicht meistdiskutierte NBA-Team der letzten Jahre. Das Team, das im letzten Jahr noch an Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks scheiterte, sich daraus aber eine ungeheure Motivation gezogen zu haben scheint und dank des vielleicht besten Basketballers der Welt auch im Finale des Ostens einen Sieg feiern konnte – in diesem Fall gegen den Erzrivalen aus Boston, die Celtics.

Vor allem einem Mann haben die Fans am South Beach diesen Sieg zu verdanken. LeBron James, der ja sowieso schon als bester Basketballer der Liga gilt und sich dafür in dieser Saison auch seine dritte MVP-Trophäe der letzten vier Jahre abholen durfte, zeigte eindrucksvoll, dass er alle seine Kritiker zum Schweigen bringen und sich endlich seinen ersten Meisterschaftsring sichern will.

Die ersten vier Spiele verliefen genau so, wie man es vorher erwartet hatte. Die Heat gingen schnell mit 2:0 in Führung, die Celtics hatten größte Mühe, in den darauf folgenden Heimspielen im Boston Garden gleich zu ziehen – ein knapp verworfener Dreier von Dwyane Wade in der Schlusssekunde von Spiel vier hätte bereits die Vorentscheidung zu Gunsten von Miami bedeuten können. Doch dann kam die große Stunde der Celtics in Spiel fünf. Mit einem 94:90-Sieg in Miami brachten sich die Altstars rund um den wie ausgewechselt spielenden Kevin Garnett in die Pole Position, die Serie mit einem Heimsieg in Spiel sechs für sich zu entscheiden.

Was dann zwei Tage später in Boston passierte, muss man gesehen haben, um es zu glauben. Keine Halle testet die Nerven der Gästespieler mehr als der Garden, kein Publikum steht noch geschlossener hinter dem eigenen Team, und nirgends ist es in den Playoffs schwerer zu gewinnen als in der – mittlerweile neu erbauten – Heimat von Larry Bird und Bill Russell. Und genau dort lieferte LeBron James das Meisterstück seiner bisherigen Karriere ab.

LeBron James, King of Miami

Zunächst die nackten Zahlen: 45 Punkte, eine Trefferquote von 74 Prozent, dazu 15 Rebounds sowie 5 Assists bei nur 4 Turnovern – und dabei konnte er die letzten vier Minuten sogar ganz in Ruhe von der Bank aus verfolgen und zusehen, wie seine Kollegen den 19-Punkte-Sieg nach Hause spielten. Die anderen vier Starter der Heat kamen am Ende insgesamt auf 40 Punkte, und vor allem die Art und Weise, wie James punktete – seine Würfe fanden von außen, von innen, aus der Drehung und per Korbleger ihr Ziel – war atemberaubend.

Lange nicht mehr hatte das Publikum in Boston eine solche Show verfolgen müssen, und zum Ende hin mussten sogar die Fans der Heimmannschaft dem King für ein Spiel Tribut zollen, das das Ende der Big Four in Boston eingeläutet haben dürfte. Und natürlich dürfte diese Leistung Balsam auf die Seele von James sein, der sich seit Jahren anhören muss, in wichtigen Spielen abzutauchen und die wichtigen Würfe seinen Teamkollegen zu überlassen – oder sie zu verwerfen. So sah es dann auch Celtics-Coach Doc Rivers. “Ich hoffe, jetzt könnt ihr (die Presse) endlich aufhören, diese Geschichten über LeBron zu schreiben. Er war doch ziemlich anständig heute Abend, oder?“,so Rivers auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Natürlich hofften nach diesem Sieg nur noch die waghalsigsten Fans der Celtics auf ein gutes Ende in Spiel sieben. Zwar stemmte sich Boston vehement gegen das Ausscheiden, doch weitere 31 Punkte von James besiegelten das Schicksal der Celtics und schickten Paul Pierce und Co. in den Sommerurlaub. Für die Fans der Celtics wird nun der Sommer der großen Fragen beginnen. Geht Kevin Garnett in Rente, nimmt er ein wesentlich niedriger dotiertes Vertragsangebot der Celtics an oder wechselt er gar nochmals das Team?

Was wird aus Ray Allen, dessen Leistungen in dieser Saison zum wohl ersten Mal in seiner Karriere als mager bezeichnet werden dürften? Zumindest dürfte klar sein, dass Team, an das sich die Fans im Nordosten in den letzten Jahren gewöhnt haben, hat seinen Zenith überschritten und wird so wohl nie wieder gemeinsam auf dem Parkett stehen.

Wer schnappt sich die Larry O'Brien Trophäe?

Und so heißt das Finale der Saison 2012 also Miami gegen Oklahoma. Für jeden Basketballfan ein absoluter Leckerbissen. James, Wade und Bosh gegen Durant, Westbrook und Harden – viel besser hätte der Showdown der Saison nicht aufgestellt sein können. Auf der einen Seite das wohl schnellste Team der Liga, die Miami Heat, gegen das beste Jump-Shooting-Team, die Thunder.

Und genau darin liegt der Reiz. Sowohl James als auch Wade sind beides exzellente Verteidiger, die Durant und Westbrook kaum einfache Würfe von außen ermöglichen werden. Auf der anderen Seite lebt das Spiel der Heat von der Dynamik, die die beiden Superstars auf dem Weg zum Korb zeigen – wo mit Perkins und vor allem Ibaka zwei der besten Verteidiger unter dem Korb darauf warten, ihre Block-Statistiken zu verbessern.

Welcher Rollenspieler wird zum Held?

Viel wird also davon abhängen, was die sogenannten Rollenspieler zu den jeweiligen Offensivleistungen beitragen können. Auf Seiten der Heat wären das Chris Bosh, der nach einer Verletzung in den Spielen gegen die Celtics noch nicht wieder zu hundert Prozent fit zu sein schien, sowie Mario Chalmers, der an einem guten Tag eine gefährliche Option von jenseits der Drei-Punkte-Linie sein kann, an schlechten Tagen aber von 15 Würfen auch nur 3 treffen kann.

Bei Oklahoma wird sicher viel von James Hardens Offensivspiel abhängen. Wichtig wird aber auch sein, in welchem Umfang Spieler wie Sefalosha und Collison in ihren kurzen Einsatzphasen defensiv mit dem Hochtempo-Spiel der Heat klar kommen. Genug Motivation dürften beide Teams haben, doch natürlich gehen die Heat ob der Presseschelte nach dem Vorjahreskollaps gegen Dallas mit einer gehörigen Portion Wut in dieses Duell.

So gerne ich die Cindarella-Story der Thunder bis zum Titel weiter verfolgen würde – vor nicht mal drei Jahren war Oklahoma noch eins der schlechtesten Teams der gesamten Liga – so sehr denke ich, dass sich LeBron James den dritten Anlauf auf einen Finaltriumph nicht vermiesen lassen wird. Es wird mit Sicherheit eine hochspannende Finalserie werden, doch am Ende sollten die Heat trotz des Nachteils, nur drei der möglichen sieben Spiele zu Hause austragen zu dürfen, siegreich vom Feld gehen. Ob es nun in sechs oder in sieben Spielen zu Ende gehen wird – Meister wird die Franchise aus Miami, darauf lege ich mich fest.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(