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NBA Dallas Mavericks unterliegen Oklahoma


Bei der 86:95-Heimniederlage der Dallas Mavericks gegen Oklahoma City Thunder kam einiges zusammen: Dirk Nowitzki erwischte einen rabenschwarzen Tag mit miserabler Wurfquote, während auf der anderen Seite das Duo Russel Westbrook und Kevin Durant fast nach Belieben brillieren konnte.

Nachdem die Dallas Mavericks von den ersten beiden Spielen der Saison gegen die Oklahoma City Thunder eins gewonnen und eins verloren hatten, hatten sie dem Tabellenprimus im Westen in der heutigen Nacht vor allem in Halbzeit zwei nichts mehr entgegenzusetzen und verloren am Ende klar mit 86:95, sind aber immerhin noch Vierter in der Western Conference.

Die Mavericks, die auch heute wieder auf ihren Point Guard Jason Kidd verzichten mussten, nahmen eine drei Spiele andauernde Siegesserie mit in das dritte Saisonduell mit den Thunder. Die Thunder hingegen, nach wie vor mit der besten Bilanz aller NBA-Teams im Rücken, hatten nach vier Siegen in Folge in der letzten Partie eine empfindliche Schlappe bei den Los Angeles Clippers einstecken müssen und waren natürlich auf der Suche nach Wiedergutmachung.

Nowitzki mit schwacher erster Halbzeit

Zu Beginn der Partie lief alles nach Maß für die Mavericks. Im ersten Viertel konnte eine 29:21-Führung herausgespielt werden, und trotz einer weiteren schwachen ersten Halbzeit von Nowitzki, der zur Pause nur einen seiner sieben Wurfversuche verwandelt hatte, sah alles nach einem ruhigen Abend für Mavs-Coach Rick Carlisle aus. Verantwortlich dafür zeigten sich einmal mehr Vince Carter sowie Jason Terry, der zur Halbzeit mit 11 Punkten bester Mavs-Scorer war.

Doch bereits im zweiten Viertel drehten die Thunder auf, und vor allem Serge Ibaka, der in der Defensive allein vor der Pause schon mit 5 Blocks glänzen konnte – zu Spielende waren es sogar deren 10 -, vereitelte einen Mavs-Angriff nach dem anderen. Und so ging es für Dallas nur mit einer sehr schmalen Drei-Punkte-Führung in die Halbzeit.

Die Chandler-Lücke

Im dritten Viertel gelang dem Meister dann kaum noch etwas. Nur 3 von 19 Würfen fanden ihr Ziel, und vor allem in der Zone gab es für die Mavs nichts zu holen. Zwar hatte auch Oklahomas Superstar Kevin Durant seine Schwierigkeiten mit der aggressiven Verteidigung der Mavericks, doch die Defense beschränkte sich auf das Verteidigen der Würfe von außen – in der Zone, wo man mit zunehmender Dauer der Saison immer deutlicher das Loch erkennen kann, das Tyson Chandler mit seinem Abgang nach New York hinterlassen hat, konnte kaum ein Angriff der Thunder gestoppt werden, zumal sich vor der Partie auch Lamar Odom und Brendan Haywood abgemeldet hatten.

Und da die Wurfschwäche von Dallas auch im vierten Viertel anhielt – es dauerte fast bis zur 6-Minuten-Marke, bis die Mavs ihren ersten Korberfolg verzeichnen konnten – kam Oklahoma kaum noch in Bedrängnis und konnte den 17. Saisonsieg feiern. Jason Terry und Shawn Marion hatten das Spiel zwar noch einmal eng gestaltet, doch ein nervenstarker Russell Westbrook stellte eine Minute vor dem Ende mit einem verwandelten Dreier den Sieg sicher. Der Pointguard war dann am Ende mit 33 Punkten auch bester Scorer des Spiels.

Bei den Mavericks war es einmal mehr Jason Terry, der mit 25 erzielten Punkten den Bestwert ablieferte – Dirk Nowitzki, der dem Fernsehsender ESPN vor dem Spiel noch gestanden hatte, sich aufgrund der Meisterschaft “eher in einem mentalen als in einem physischen Loch“ befunden zu haben, musste sich am Ende mit 8 Punkten bei einer Wurfquote von nur 13 Prozent begnügen.

Celtics mit positiver Bilanz – 40 Punkte von James reichen nicht

Einen weiteren Saisontiefpunkt leisteten sich die Toronto Raptors. Im dritten Spiel innerhalb von vier Tagen brachte es das Team aus Kanada nur auf 64 Punkte – eine Marke, die der Gegner, die Boston Celtics bereits zur Halbzeit fast erreicht hatte. Am Ende stand eine 64:100-Niederlage für die Raptors, bei denen einzig Ed Davis (10 Punkte) und Jerryd Bayless (14) zweistellig punkten konnten. Beste bei Boston, die damit erst zum zweiten Mal in der Saison eine positive Bilanz aufweisen können, waren Paul Pierce mit 17 Punkten und 8 Rebounds sowie Brandon Bass, der von der Bank kommend auf 12 Punkte und 9 Rebounds kam.

Viel weniger Probleme mit dem Erzielen von Punkten hatte da Miamis Superstar LeBron James. Für seine Heat konnte James im Auswärtsspiel bei den Milwaukee Bucks 40 Punkte erzielen und stellte damit eine persönliche Saisonbestleistung auf. Dwyane Wade steuerte 23 Punkte für Miami bei, die zur Halbzeit noch mit 13 Punkten in Führung lagen – am Ende aber mit gesenkten Köpfen und einer 105:97-Niederlage aus der Halle schlichen. Bei den Bucks, die sich damit immer weiter an die Marke von 50 Prozent gewonnener Spiele herantasten, konnten 5 Spieler zweistellig punkten. Bester Mann war Guard Brandon Jennings, der am Ende 31 Punkte, 8 Assists sowie 7 verwandelte Dreier auf seinem Konto stehen hatte.

Philadelphia schließt zu Miami auf

Doch auch das zweite Spitzenteam im Osten hatte einen schwarzen Tag erwischt. Der Tabellenführer, die Chicago Bulls, musste sich dem Überrraschungsteam, den Philadelphia 76'ers, mit 82:98 geschlagen geben. Mit einer sehr ausgeglichenen Mannschaftsleistung konnte sich Philadelphia damit auf eine Bilanz von 16 Siegen bei nur 6 Niederlagen steigern und steht damit gleichauf mit dem Miami Heat auf Platz zwei der Eastern Conference.

Oliver Stein

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