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NBA: Heat und OKC wahren Weiße Weste

Mit Last-Minute-Siegen haben die Miami Heat und Oklahoma City Thunder ihren jeweils dritten Saisonsieg einfahren können. Für Miami wurde Dwyane Wade trotz eher mäßiger Partie zum Matchwinner, für Thunder war es Kevin Durant, dem zunächst gar nichts gelingen wollte.

Eigentlich war die Partie völlig an Dwyane Wade vorbeigelaufen. Der Shooting Guard der Miami Heat hatte es insgesamt gerade einmal auf zehn Punkte gebracht, nur fünf seiner 13 Würfe im Korb versenken können und im dritten Viertel wegen eines geprellten Fußes sogar zweitweise aussetzen müssen.

"Heute hätten ich zunächst nichts sagen dürfen, wenn sie mir mein Gehalt gekürzt hätten“, grinste Wade nach dem 96:95-Sieg über die Charlotte Bobcats laut espn.com. "Aber am Ende habe ich es mir dann ja auch zurückverdient.“

Wade markiert Siegtreffer, James die meisten Punkte

Denn Wade wurde trotz seiner eher mäßigen Statistik zum Matchwinner, war am Ende zur Stelle und schloss einen Konter eiskalt zum entscheidenden Punkt ab. "Er hat zwar heute nicht gut gespielt“, erklärte Teamkollege LeBron James gegenüber espn.com. "Aber, hey, wen interessiert das, wenn du den Siegpunkt machst? Das war ein ganz großer Wurf.“

"Als Trainer Erik Spoelstra mir zurief, dass ich den Ball versenken soll, war ich kurz geschockt, denn er hier hatte einen Lauf, während ich überhaupt nicht im Flow war“, erklärte Wade laut mercurynews.com auf James zeigend, der mit 35 Punkten, 6 Rebounds und 7 Assists die Partie maßgeblich geprägt hatte.

"Ich wollte eigentlich erst rufen 'Lass das mal lieber LeBron machen'. Aber dann dachte ich nur 'Weißt du was, ich mach's'“, meinte Wade. So geschah es und Wade wahrte der Miami Heat mit dem dritten Sieg im dritten Saisonspiel ihre Weiße Weste.

Durant rettet Oklahoma in letzter Sekunde

Drei Siege hat nach dem 98:95-Sieg über die Memphis Grizzlies auch Oklahoma City Thunder auf dem Konto. Allerdings musste das Team bis zur letzten Sekunde zittern, denn kurz vor der Schlusssirene hatte Zach Rudolph Memphis mit einem Dreier noch einmal bis auf einen Punkt herangebracht.

Doch zwei Freiwürfe von Kevin Durant, der mit insgesamt 32 Punkten, 8 Rebounds und 3 Assists aufwartete, brachten letztlich den Sieg unter Dach und Fach. Dabei schien es zunächst nicht unbedingt sein Spiel zu werden, hatte er doch sechs seiner ersten sieben Würfe kläglich vergeben.

“Ich habe schrecklich angefangen“, resümierte er nach der Partie gegenüber espn.com. "Ich hatte schon mit einem ganz schwachen Spiel gerechnet. Mein erster Wurf hatte ja noch nicht einmal den Ring getroffen. Aber ich habe zum Glück nicht den Glauben an mich verloren.“

Clippers von Spurs demontiert

Fast vom Glauben abgefallen sein dürften dagegen die Los Angeles Clippers, die bei den San Antonio Spurs eine herbe Auswärtsklatsche kassierten und deutlich mit 90:115 unterlagen. Die Entscheidung in der einseitigen Partie fiel im dritten Abschnitt.

"Da haben sie uns auseinander genommen", resümierte ein enttäuschter Blake Griffin, der mit 28 Zählern immerhin Top-Scorer der Partie wurde, bei espn.com. Beste Werfer auf Seiten der Spurs waren Manu Ginobili (24 Punkte) und DeJuanBlair (20).

Malte Asmus 

sportal.de / sportal

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