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Basketball-WM in Istanbul: USA holen zum vierten Mal den Titel

Die USA haben erstmals seit 1994 wieder die Basketball-Weltmeisterschaft gewonnen. Das Team um Kevin Durant von Oklahoma City Thunder war für den Gegner Türkei einfach eine Nummer zu groß.

Kevin Durant hat den USA den ersten WM-Titel seit 16 Jahren beschert. Der Superstar von Oklahoma City Thunder führte die NBA-Profis am Sonntagabend im Endspiel von Istanbul zum 81:64 (42:32)-Erfolg über die Türkei. Mit 28 Punkten ließ Durant dabei die Träume der Gastgeber vom ersten WM-Triumph platzen. Für die USA, die auf ihre Topspieler LeBron James, Dwyane Wade und Kobe Bryant verzichten mussten, war es der vierte WM-Erfolg. Die Amerikaner qualifizierten sich damit für die Olympischen Spiele 2012 in London. 2008 in Peking hatten James und Co. Gold gewonnen.

Den dritten Platz sicherte sich das Team aus Litauen. Der EM-Ausrichter von 2011 setzte sich im "kleinen Finale" gegen Serbien mit 99:88 (48:38) durch. Überragender Spieler bei den Osteuropäern, die im Halbfinale an den USA gescheitert waren, war NBA-Profi Linas Kleiza mit 33 Punkten. Den fünften Rang holte sich Argentinien durch ein 86:81 (49:32) gegen Titelverteidiger Spanien. Das deutsche Team war bereits in der Vorrunde gescheitert. "Heute geht die erfolgreichste WM unserer Geschichte zu Ende", sagte Patrick Baumann, der Chef des Basketball-Weltverbandes FIBA.

Das Endspiel war einmal mehr eine Ein-Mann-Show von Durant. Der 21-Jährige knüpfte nahtlos an seine Galavorstellung aus dem Halbfinale an, als er die Litauer mit 38 Punkten praktisch im Alleingang besiegt hatte. Der NBA-Rookie des Jahres 2008 stellte damit eine weitere Bestmarke auf - noch nie hatte ein US-Spieler bei einer WM in einem einzigen Spiel so viele Zähler markiert.

Türkei erleidet Niederlage trotz anfänglicher Führung

Im Finale hielten die Türken einen Tag nach ihrem dramatischen Halbfinalsieg gegen Serbien, als Kerem Tunceri erst 0,5 Sekunden vor dem Ende zum 83:82 für die Gastgeber traf, anfangs sehr gut mit. Gegen Ende des ersten Viertels ging das Team von Trainer Bogdan Tanjevic sogar mit 17:14 in Führung, doch mit acht Punkten in Serie meldeten sich die USA zurück.

Im zweiten Abschnitt dominierten die US-Stars weiter und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf zehn Zähler zu 42:32 aus. Mit 20 Punkten hatte Durant schon zu dieser Zeit seine Ausnahmestellung ein weiteres Mal untermauert.

Mit zwei weiteren Dreiern zu Beginn des dritten Viertels erhöhte Durant auf 48:32 und sorgte damit für die Entscheidung. Zwar zeigten die Türken wie schon im gesamten Turnier ein großes Kämpferherz, gefährden konnten sie die NBA-Stars aber nicht mehr. Vor allem gegen die aggressive US-Defensive konnten sich die Hausherren nicht wie gewohnt in Szene setzen.

mlr/DPA/SID / DPA

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