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NBA: Nowitzki und die Mavericks zu Gast bei Obama

Bestens gelaunt empfing US Präsident Barack Obama im Weißen Haus die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki. Für den deutschen Superstar hatte er lobende Worte aber auch einen kleinen Seitenhieb parat.

Mit dem Besuch bei Barack Obama im Weißen Haus wurden Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks noch einmal für den Titelgewinn in der NBA geehrt. Der US Präsident präsentierte sich dabei so gut gelaunt wie lange nicht mehr.

Als Nowitzki vor 13 Jahren in die NBA kam, sei er das "skinny kid aus Germany" gewesen - der dünne Junge aus Deutschland. Obama grinst breit, die Zuschauer im Festsaal lachen laut auf. "Aber er ist ein harter Kerl", setzt Obama nach. Bekanntlich habe Nowitzki es geschafft, in den Finals trotz Fingerverletzung und 38,3 Grad Fieber für seine Mavericks zu spielen - aus dem Zuschauerraum im East Room kommt ein anerkennendes Raunen. Solche Härte gefällt in den USA.

Nowitzkis schmerzhafte Gesangseinlage 

"Das schmerzhafteste war allerdings Dirks Interpretation von 'We are the Champions' bei der Siegesfeier“, scherzte Obama. Nowitzki - grauer Anzug, leicht lila eingefärbte Krawatte samt passendem Einstecktuch - revanchiert sich artig. Und mit Humor. Er überreicht dem Präsidenten ein blaues Basketballtrikot mit der Nummer 23 - in Anspielung auf Michael Jordan.

Der frühere Superstar hatte mit dieser Zahl auf dem Rücken einst für die Chicago Bulls gespielt. Obama wohnte früher in Chicago und ist ein eingefleischter Fan der Bulls. "Im nächsten Jahr begrüße ich hier die Bulls", witzelt Obama. "Obwohl sie mir sagen, ich soll da nicht allzu sicher sein."

Der Auftritt der Bulls gegen Detroit am Abend wird Obama in seiner Meinung bestärkt haben. Chicago gewann gegen die schwach in die Saison gestarteten Detroit Pistons mit 92:68. Die endgültige Entscheidung allerdings fiel erst im letzten Viertel, das die Bulls mit 24:9 überdeutlich für sich entschieden. In den letzten Minuten konnten die beiden Topstars Carlos Boozer (23 Punkte, acht Rebounds) und Derrick Rose (22 Punkte) sogar ein wenig geschont werden.

Nowitzki denkt an US Staatsbürgerschaft

Nowitzki, man spürt es, fühlt sich wohl in den USA. Nach dem Empfang denkt er sogar laut über eine US-Staatsbürgerschaft nach. "Nach Deutschland zurückkehren und spielen", das stehe wohl kaum mehr auf seinem Lebensplan. "Wenn mein Vertrag ausläuft, bin ich 36", sagt er. "Dann vielleicht noch ein, zwei Jahre spielen, wenn die Knochen mitmachen."

Danach in den USA bleiben und die Staatsbürgerschaft annehmen, das würde schon "Sinn machen". Doch sofort setzt der 33-Jährige nach: "Das ist alles noch offen." Auch dass er an Deutschland hängt, macht Nowitzki klar. "Am liebsten würde ich beides machen" - in Deutschland und in Amerika leben.

sportal.de / sportal

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