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NBA-Play-Offs: "Dirkules" pustet die Hornets weg

Ein glänzend aufgelegter Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks in der ersten Play-off-Runde der nordamerikanischen NBA wieder auf die Siegerstraße gebracht. Im dritten Spiel gelang der erste Sieg gegen die New Orleans Hornets.

"Dirk zeigt, warum er 2007 zum wertvollsten Spieler gewählt wurde", lobte Trainer Byron Scott, dessen New Orleans Hornets den Texanern mit 87:97 unterlagen und in der Best-of-seven-Serie vor dem zweiten Mavericks-Heimspiel am Sonntag nur noch 2:1 führten.

Obwohl Nowitzki mit 32 Punkten einmal mehr bester Werfer der "Mavs" war, zudem 19 Rebounds und sechs Assists beisteuerte und in den bisherigen drei Matches 52 Prozent seiner Korbwürfe verwandelte, fehlt dagegen weiter öffentliches Lob von Mavericks-Trainer Avery Johnson. Dieser hatte dem gebürtigen Würzburger zuletzt mangelnde Führungsqualitäten bescheinigt. Seine Kritiker unterstellen ihm, er wolle damit von eigenen Schwächen ablenken, die Chemie zwischen ihm und der Mannschaft sowie Klub-Besitzer Mark Cuban stimme ohnehin nicht mehr.

Neben "Dirkules" glänzte Jason Terry

Neben dem deutschen "Dirkules" glänzte Jason Terry (22), der statt Jerry Stackhouse in der Startformation stand und mit guter Defensivarbeit Hornets-Spielmacher Chris Paul ärgerte. Paul, der in den ersten beiden Spielen auf 67 Punkte und 27 Assists kam, brachte es in Dallas lediglich auf 16 Zähler und zehn Assists. Stattdessen war Jannero Pargo, sonst meist Ergänzungsspieler, mit 30 Punkten bester Korbschütze der Gäste.

Vor dem Spiel hatte Mavericks-Forward Josh Howard mit einem Interview zu seinem Marihuana-Konsum für Aufsehen gesorgt. "Die meisten NBA-Spieler konsumieren Marihuana, und ich rauche es nach der Saison auch gelegentlich", sagte Howard in einer ESPN-Radioshow. Howard, der am Montag 28 Jahre alt wird, hatte bereits im vergangenen Sommer und vor einer Woche in der Dallas Morning News über seine Vorliebe für Joints gesprochen. Klub-Besitzer Marc Cuban, sagte, dass man die Angelegenheit intern regeln wolle. Am Sonntag findet das vierte von maximal sieben Spielen erneut in Dallas statt.

Drei Matchbälle für die Spurs

Drei "Matchbälle" haben bereits die San Antonio Spurs, die nach dem 115:99 bei den Phoenix Suns die Serie mit 3:0 Siegen anführen. Die Philadelphia 76ers gingen durch das 95:75 gegen Detroit Pistons 2:1 in Führung.

Die Boston Celtics haben als bestes Team der regulären Saison im dritten Play-off-Spiel beim 93:102 gegen die Atlanta Hawks die erste Niederlage kassiert. Boston führt dadurch nur noch mit 2:1 und muss noch mindestens zweimal gegen Atlanta antreten. Dagegen gingen die Los Angeles Lakers nach 22 Punkten ihres Stars Kobe Bryant gegen Denver 3:0 in Führung. Sie brauchen nach dem 102:84 gegen die Nuggets nur noch einen Sieg, um ins Conference-Halbfinale einzuziehen.

Noch einen Sieg bis in die nächsten Runde brauchen auch die Utah Jazz und die Orlando Magic. Utah ging durch ein 86:82 gegen Houston Rockets ebenso 3:1 in Führung wie die Magic nach einem 106: 94 gegen die Toronto Raptors, für die auch 39 Punkte von Chris Bosh nicht genug waren.

Frank Hoffmann/SID / SID

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