HOME

NBA: Sixers machen Sensation gegen die Bulls perfekt

Favoritensterben in den Playoffs. Der amtierende Champion ist schon lange raus und jetzt hat es auch noch die Chicago Bulls in Runde eins erwischt. Sogar die Lakers zeigen Schwäche. Aber wenigstens ist auf Boston Verlass.

Chicago ohne Derrick Rose funktioniert dann doch nicht so gut, wie die Bulls es gerne hätten. Ohne den MVP des letzten Jahres verlor das Team von Coach Tom Thibodeau Spiel Nummer sechs mit 78:79 und verabschiedete sich aus den diesjährigen Playoffs. Das beste Team der Regular Season scheitert in der ersten Runde der Playoffs und die Philadelphia 76ers ziehen erstmals seit 2003 wieder ins Conference-Halbfinale der Eastern Conference ein. Die Sensation ist perfekt!

In einem lange Zeit engen Spiel sahen die Bulls schon wie die Sieger aus. Doch Omer Aski vergab sieben Sekunden vor Spielende beim Stand von 78:77 für Chicago gleich zwei Freiwürfe. Im Gegenzug zeigte Andre Iguodala bessere Nerven und traf von der Freiwurflinie doppelt. Das Publikum im Wells Fargo Center stand Kopf! Ein wenig ungläubig war auch Philadelphia-Coach Doug Collins nach dem Spiel: "Ich weiß nicht, wie wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte er ESPN.

Boston Celtics setzen sich durch

Die Sixers treffen im Halbfinale der Conference auf die Boston Celtics, die ihre Serie nach dem 83:80 gegen Atlanta mit 4:2 für sich entschieden haben. Die Hawks lagen bis ins zweite Viertel teilweise deutlich vorne, dann drehte Boston auf. "Die Sache bei den Celtics ist: Diese Jungs wissen, wie man gewinnt“, sagte Hawks-Spieler Marvin Williams nach dem Match.

Denn im finalen Abschnitt spielten die Routiniers aus Boston ihre Erfahrung aus. Atlanta ging drei Minuten vor Schluss zwar wiederum in Führung, konnte diese aber erneut nicht verteidigen. Kevin Garnett machte den entscheidenden Korb und war mit 28 Punkten und 14 Rebounds der Mann des Abends.

Dabei hatte ihm einer der Besitzer der Hawks eine Steilvorlage geliefert. Vor dem Spiel kursierte Zitate, in denen der Hawks-Offizielle Garnett als "dreckigsten Spieler der Liga" bezeichnet hatte. Garnett antwortete mit seiner Galavorstellung und einem "Dankeschön an ihren Besitzer"

Lakers zeigen Schwäche

Währenddessen erzwangen die Denver Nuggets ein siebtes Match gegen die Los Angeles Lakers. Das 113:96 war ein deutliches Statement Richtung LA und hat sicherlich seine Wirkung bei den Lakers hinterlassen.

Denver startete furios und legte zu Beginn einen 13:0-Run aufs Parkett. Ty Lawson versenkte in den ersten Minuten gleich vier Dreier und knackte seine persönliche Playoff-Bestmarke. Er erzielte 32 Punkte gegen schwächelnde Lakers. Sein Trainer George Karl war zurecht begeistert und sagte bei ESPN: "Es war das größte Spiel seiner Karriere und am Samstag wird es noch größer“. Lakers-Superstar Kobe Bryant machte trotz Magenproblemen 31 Punkte, nicht genug um Denver an diesem Abend zu schlagen. Das entscheidende Match im Staples Center wird für Denver das Spiel der Saison. Möglicherweise stolpert der nächste Favorit.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity