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Dart-WM 2016/2017: Darts von A bis Z: Wissen Sie, was ein "Robin Hood" ist?

In diesen Tagen ist die Welt wieder eine Scheibe. Zumindest für die Zuschauer, die im Londoner Alexandra Palace gröhlend dabei zusehen, wie der neue Dart-Weltmeister ermittelt wird. Der stern liefert Fakten zum Event. 

Phil Taylor Dart WM

Phil Taylor, Spitzname "The Power", ist Rekordweltmeister des Dart-Verband PDC.

Der Londoner Alexandra Palace, Spitzname "Ally Pally", ist so etwas wie das Wembley-Stadion des Darts. Seit 2007 findet dort die PDC-Weltmeisterschaft der Pfeilschützen statt, zuvor war der altehrwürdige Bau lange Jahre lang Austragungsort des ältesten Dartturniers der Welt, der "News of the World Darts Championship".

In diesen Tagen treten im Palace vor rund 2500 Zuschauern die besten Pfeile-Werfer der Welt gegeneinander an, um Anfang Januar schließlich ihren Weltmeister 2017 zu küren. Die Veranstaltungen wirken wie eine Mischung aus Sport-Event und Schützenfest, es wird gejubelt und gegröhlt. Und natürlich getrunken, so gehört es sich schließlich für eine Kneipensportart. 

Für alle, die Dartscheiben bislang nur als Nebenbeschäftigung aus Bierstuben und Vereinsheimen kannten, bei der WM aber mitreden möchten, bietet der stern ein Glossar:

Darts von A bis Z: Ally Pally, Leg und Set

A - wie Ally Pally: Spitzname für den Austragungsort im Londoner Norden. 2500 Zuschauer finden in dem Darts-Palast ihren Platz.

B - wie Bulls Eye: Der kleine rote Kreis in der Mitte der Scheibe.
Trifft ein Spieler dieses Feld, bekommt er 50 Punkte. Umrahmt wird das Bulls Eye von Single Bull (grün, 25 Punkte).

C - wie Chase the Sun: Der Song, der im Ally Pally rauf und runter gespielt und von den Fans leidenschaftlich mitgegrölt wird. Die italienische Band "Planet Funk" veröffentlichte den Hit im Jahr 2000.

D - wie Double out: Die Spieler können einen Satz oder ein Leg nur mit einem Doppel-Feld beenden.

E - wie Exhibition: Ein Einlagematch, das neben der normalen Profitour absolviert wird. Vereine oder Kneipen können die Stars für eine Exhibition buchen.

F - wie Finish: Eine Restpunktzahl, die mit einer Aufnahme (drei Pfeile) ausgemacht werden kann. Das höchste Finish im Darts-Sport ist 170 (Triple-20, Triple-20, Bulls Eye).

G - wie Game on: Ausruf des Callers, um die Spieler für ein neues Leg an die Scheibe zu bitten.

H - wie High Finish: Darunter versteht man ein Finish über 100 Punkten, das mit maximal drei Darts ausgemacht werden kann.

I - wie International: Zwar wird der Sport von den Briten dominiert, doch mischen immer mehr andere Länder oben mit. Die Niederlande, Belgien, Österreich und Australien stellen Spieler in den Top 20.

J - wie Jahreswechsel: Das größte Event der Darts-Szene steigt traditionell um den Jahreswechsel. In der ersten Januar-Woche wird so auch schon der Weltmeister des gerade begonnenen Jahres gekürt.

K - wie Kostümierung: Für die Fans im Alexandra Palace ist neben dem Konsum von Unmengen Bier vor allem eines üblich: die Verkleidung.
Ex-Fußballer Steffen Freund präsentierte sich 2014 als Teletubby.

L - wie Leg: Die Bezeichnung für ein Spiel mit 501 Punkten. Wer die 501 zunächst auf null stellt, entscheidet das Leg für sich.

M - wie Max Hopp: Der 20 Jahre alte Idsteiner ist der beste deutsche Spieler. Bereits zum fünften Mal geht er bei der WM an den Start.


N - wie No score: Wenn ein Spieler mehr Punkte wirft, als er noch benötigt, fällt er auf die Punktzahl vor seiner Aufnahme zurück.

O - wie Onehundredandeighty (180): Die beste Aufnahme, die einem Spieler gelingen kann. Drei Treffer in das Triple-20-Feld.

P - wie Perfektes Spiel: Um 501 Punkte auszumachen, werden mindestens neun Pfeile benötigt. Der Neun-Darter gilt als "das perfekte Spiel".
Es gibt 71 verschiedene Kombinationen, um von 501 auf 0 zu kommen.
Dabei gilt: Achtmal Triple- und zum Auswerfen ein Doppel-Feld.

Q - wie Quoten: Seit Jahren verbucht der TV-Sender Sport1 beste Einschaltquoten mit der Darts-WM um den Jahreswechsel.

R - wie Robin Hood: Die Bezeichnung für einen Pfeil, der nicht in der Scheibe, sondern in einem anderen, schon in der Scheibe steckenden Pfeil landet.

S - wie Set: Der Gewinn eines Satzes. Bei der WM müssen drei Legs gewonnen werden, um einen Set für sich zu entscheiden.

T - wie Tops: Das höchste Feld der Dartsscheibe, die Doppel-20. Viele Spieler stellen sich 40 Punkte Rest, um auf Tops ausmachen zu können.

U - wie Underground: Wichtigstes Transportmittel für Fans. Weil die Sessions oft bis Mitternacht gehen und die Arena weit außerhalb des Stadtzentrums liegt, müssen Anhänger nachts oft auf Taxis umsteigen.

V - wie Van Gerwen: Der herausragende Spieler. Er gewann zwar nur einen WM-Titel, dominiert die Szene aber seit Jahren als Nummer eins.

W - wie Wurf: Die Regeln erlauben Spielern eine Minute Zeit für einen Wurf. Dieser muss oberhalb der Schulter geführt und geworfen werden.

X - wie X-beliebig: Darts gilt als Sport für Jedermann. Drei Pfeile und eine Scheibe - mehr braucht es nicht. In den vergangenen Jahren begannen immer mehr Hobbyspieler mit der Trend-Sportart.

Y - wie Youngster: Obwohl einige Top-Spieler weit über 40 sind, haben auch Youngster eine Chance. Hopp feierte sein WM-Debüt mit 17 Jahren.

Z - wie Zahlen: Neben dem Umgang mit Pfeilen müssen die Profis vor allem den Umgang mit Zahlen beherrschen. Das schnelle Rechnen ist Voraussetzung beim Auswerfen von 501 Punkten.

Und diese Spieler gewannen bislang die Darts-WM

Seit 1994 richtet der Verband PDC eine eigene Weltmeisterschaft aus. Rekord-Weltmeister ist Phil "The Power" Taylor, der Engländer hat bislang 14 Titel auf dem Konto. 

Diese Athleten errangen bislang den Titel:

  • 1994: Dennis Priestley (England)
  • 1995: Phil Taylor (England)
  • 1996: Phil Taylor (England)
  • 1997: Phil Taylor (England)
  • 1998: Phil Taylor (England)
  • 1999: Phil Taylor (England)
  • 2000: Phil Taylor (England)
  • 2001: Phil Taylor (England)
  • 2002: Phil Taylor (England)
  • 2003: John Part (Kanada)
  • 2004: Phil Taylor (England)
  • 2005: Phil Taylor (England)
  • 2006: Phil Taylor (England)
  • 2007: Raymond van Barneveld (Niederlande)
  • 2008: John Part (Kanada)
  • 2009: Phil Taylor (England)
  • 2010: Phil Taylor (England)
  • 2011: Adrian Lewis (England)
  • 2012: Adrian Lewis (England)
  • 2013: Phil Taylor (England)
  • 2014: Michael van Gerwen (Niederlande)
  • 2015: Gary Anderson (Schottland)
  • 2016: Gary Anderson (Schottland)
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