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NFL: Any Given Wednesday - Die ausgeglichenste Liga der Welt?

In der NFL, so heißt es gerne, kann jeder jeden schlagen. Das stimmt zum größten Teil auch, wie eigentlich alle Spieltage in dieser Saison bewiesen. In dieser Woche waren es die Miami Dolphins, die von null Siegen aus durchstarteten - Leidtragende waren die Kansas City Chiefs, die nach miesem Start eine Erfolgsserie hingelegt hatten.

Auch nach vielen Jahren Erfahrung mit dieser Liga bietet wohl fast jeder Sonntag Überraschungen. Besonders in dieser Saison, so scheint es zumindest, bekommt man wirklich den Eindruck, dass der gute alte NFL-Spruch vom Kräftegleichgewicht unter den Teams einen - mit Abstrichen - wahren Kern hat.

Denn, wie ist es sonst zu erklären, dass die bisher sieglosen Miami Dolphins nach Kansas City kommen können und den Chiefs eine 31:3-Niederlage einschenken? Wie kommt es, dass die Denver Broncos bei den Oakland Raiders mit 38:24 gewinnen? Und solche Fragen könnte ich wirklich jede Woche stellen.

Moore statt Luck?

Gerade der Sieg der Dolphins dürfte einigen eifrigen Wettern übel aufgeschlagen sein. Miami ging mit einer 0:7-Bilanz in die Partie, Kansas City hatte die letzten vier Spiele nach drei Auftaktniederlagen gewonnen, zudem gilt die Heimat der Chiefs, das Arrowhead Stadium, aufgrund der Lautstärke als eine der ungemütlichsten Arenen für Gästeteams.

Gerade Miamis Quarterback Matt Moore, theoretisch der Ersatz für den Ersatz Chad Henne, der eigentlich der Ersatz für den Langzeitverletzten Chad Pennington ist, drehte mit drei Touchdowns groß auf. Der einst als Running Back der Extraklasse gedraftete Reggie Bush, der nach enttäuschenden Jahren in New Orleans im Sommer nach Florida gekommen war, bewies sich ebenfalls. Und schon war die Überraschung perfekt.

Vielleicht sind Quarterbacks aus der dritten Reihe oder solche, denen man nichts mehr zutraut, nicht nur im Moment am Gefährlichsten. Klar, über einem sieglosen Quarterback schwebt derzeit das Damoklesschwert namens Andrew Luck. Aber auch sonst haben diese Spieler wenig zu verlieren, können aber mit guten Leistungen alles gewinnen. Wie Denvers Tim Tebow, der – bei aller Kritik gegen ihn – zumindest ohne Rücksicht auf eigene Verluste mit Siegeswillen in die Spiele reingeht. Das wirkt oft ungestüm und bringt nicht immer ein positives Ergebnis, gegen die Raiders half es aber schon.

Ausgeglichenheit auf verschiedenen Stufen

Und so ist es zum Teil auch ihm zu verdanken, dass alle vier Teams der AFC West noch auf die Playoffs hoffen können. Denn dort stehen Chiefs, Chargers und Raiders (alle 4:4) nur um einen Sieg besser da als die Broncos. Mit drei Teams funktioniert es auch in der AFC North und East und den NFC-Divisionen East, South und North aus. Nur in der NFC West scheint der Playoff-Teilnehmer klar festzustehen, in der AFC South muss sich Houston (6:3) noch ein wenig der Titans (4:4) erwehren.

Natürlich sind die Packers (8:0) dabei vielleicht weniger von einem Saisonaus Anfang Januar durch die Lions (6:2) und Bears (5:3) bedroht, als zum Beispiel die Chargers in der AFC West. Doch theoretisch können auch sie den starken Divisionsrivalen zum Opfer fallen. Erstaunlich ist vor allem aber dass noch viele Teams mit ausgeglichener (Dallas, Tampa Bay, Titans, Chargers, Raiders, Chiefs) und sogar negativer Bilanz (Philadelphia, Washington, Denver) im Rennen dabei sind.

Die Ursache: Ligapolitik?

Die NFL tut natürlich Einiges dafür, dass es gerecht zugeht. Die neben der NHL härteste Salary Cap mit einer Gehaltsober- aber auch Untergrenze soll vermeiden, dass einige reiche Besitzer das Geschehen auf Jahre hin dominieren. Dazu kommt das Draftsystem, dass die Teams in umgekehrter Reihenfolge die besten Spieler aus den Colleges ziehen lässt. Theoretisch dürfte es so jedem Team möglich sein, mit den Konkurrenten Schritt zu halten.

Dieses gedachte Ideal ist nicht hundertprozentig auf die Realität zu übertragen. Logisch, dass es Kniffe und Tricks gibt, um mehrere Superstars an ein Team zu binden. Dass so mancher Spieler vielleicht lieber nahe der Heimat spielt oder in einer Großstadt lebt, kommt noch dazu. Und natürlich spielt der liebste Modus eines Verbs im Sport eine große Rolle: der Konjunktiv.

Hätte, hätte, Fahrradkette

Hätte, könnte, wenn und aber gilt sowohl für Spieler als auch Teams. Hier eine Verletzung, dort ein überschätzter Rookie oder ein wenig talentierter General Manager und schon hat das Team ein schlechtes Jahrzehnt vor sich. Fragen Sie mal in Detroit oder Buffalo nach, wie schnell so etwas gehen kann. Salary Cap hin, früher Draftpick her.

Andererseits funktioniert der Konjunktiv natürlich auch: Was wäre gewesen, wenn sich Packers General Manager Ron Wolf 1992 nicht Brett Favre von Atlanta nach Green Bay geholt hätte? Oder die Indianapolis Colts sich 1998 für Ryan Leaf und nicht Peyton Manning entschieden hätten? Oder sich Drew Bledsoe 2001 nicht verletzt und somit Platz für Tom Brady gemacht hätte? Die Teams wären vielleicht um einige Titel und die NFL-Historie um einige Geschichten und Rekorde ärmer.

Aktueller Konjunktiv

Den größten Konjunktiv der aktuellen Saison bieten natürlich die Colts: Was wäre wenn Peyton Manning gesund geblieben wäre? Eins steht fest: Sie hätten keine 0:9-Bilanz. Ob sie jedoch erneut um die Playoffs mitgespielt hätten, dürfte mit einem Fragezeichen versehen werden. Schließlich zeigt das schlechteste Team der Liga Woche für Woche, dass es auch auf anderen Positionen im Moment nicht mithalten kann.

Und demonstriert damit auch, auf irgendwie kuriose Art und Weise, dass das Gleichgewicht manchmal erst nach ein paar Jahren wiederhergestellt werden kann. Kurios übrigens deswegen, weil es weniger der von der Liga verordneten Parität zu verdanken ist, dass die Colts auf dem absteigenden Ast sind. Vielmehr stellen sich die Personalentscheidungen der letzten Jahre eher als größte Ursache dar. Zu oft fällte man beim draften das falsche Urteil.

… der Woche

Damit zu einer neuen/alten Rubrik, die ich je nach Anlass öfter mal entstauben werde. Kurz und knackig will ich hier Spielzüge, Statistiken oder Ähnliches der aktuellen Spielwoche aufzählen. Und nun: hinein ins Vergnügen.

Bocksprung der Woche: Den lieferte Linebacker Anthony Spencer von den Dallas Cowboys. Als die Seattle Seahawks beim Stande von 6:13 aus ihrer Sicht Kicker Stephen Hauschka bemühten, erinnerte sich Spencer an seine Schulzeit. Lief an, sprang über Seattles Center hinweg und blockte den Field-Goal-Versuch. So etwas sieht man heutzutage immer seltener, ist es doch dem verteidigenden Team verboten, sich direkt gegenüber dem Center aufzustellen. 

Zahl der Woche: Drew Brees brachte es beim 27:16 der New Orleans Saints gegen die Tampa Bay Buccaneers auf eine beeindruckende Marke: 36 Spiele in Folge verbuchte er einen Touchdownpass. Damit hat er in der Ewigenliste Brett Favre eingeholt, gelänge ihm dies in elf weiteren Spielen wäre er auf Augenhöhe mit dem legendäre Johnny Unitas.

Abstieg der Saison: Nein, es ist nicht die Saison des Philipp Rivers. Mit bereits 14 Interceptions hat er bereits seine Negativmarke aus dem letzten Jahr überholt, dazu warf er gegen die Packers zum ersten Mal in seiner Karriere gleich drei Interceptions in einem Spiel.

Safeties der Woche: Am Ende dürfte ihm dies nichts ausgemacht haben, doch während des 19:13 der Arizona Cardinals gegen die St. Louis Rams dürfte sich John Skelton in seinem ersten NFL-Spiel fehl am Platze gefühlt haben. Schließlich erwischten ihn Rams-Verteidiger innerhalb einer vier Minuten-Spanne im dritten Viertel gleich zwei Mal in der eigenen Endzone und sorgten so für vier Gegnerpunkte durch Safeties. Besonders beim zweiten Mal waren sich Sam Rosen und Chad Pennington in der Reporterkabine einig, dass Skelton kurzzeitig vergessen haben dürfte, wo er sich gerade befand.

Top Fünf im Schnelldurchlauf

Aaron Rodgers zeigte für die Green Bay Packers, warum der Titelverteidiger gleichzeitig größter Favorit ist, er ist im Moment das Nonplusultra unter den Quarterbacks. Dazu scheint sich auch immer der Sieger gegen die Patriots für meine Top Fünf zu empfehlen: Den New York Giants gebührt die Ehre genau wie den Cincinnati Bengals, die als lachender Dritter aus der AFC North hervorgehen könnten.

Zwei Vertreter der Süd-Divisionen runden das Bild ab: Die Saints, die eine Woche nach der Schlappe bei den Rams ausgerechnet gegen den Divisionrivalen aus Tampa Bay punkten konnten. Und die Texans, die mit einer 6:3-Bilanz ihren historisch besten Start in eine Spielzeit verbuchten.

Flop Fünf im Schnelldurchlauf

Die Colts bleiben einfach ganz unten und kommen aus diesen Flop Fünf sicher nicht mehr raus. Auch der Überraschungserfolg der Rams aus der letzten Woche konnte sich nicht wiederholen, obwohl mit dem Divisionrivalen Arizona mit Liga-Debütant Skelton alles drin gewesen wäre.

Warum dagegen die Cleveland Browns bereits drei Siege auf der Habenseite aufweisen, fragt man sich angesichts der jüngsten Leistungen ebenso wie bei den Washington Redskins. Sozusagen als Ehrenflop-Team kriegen die Chiefs in dieser Woche den letzten Platz. Wenn man sich nach einer Siegesserie von einem bisher erfolgslosen Team auseinandernehmen lässt – und das auch noch zuhause – hat es nicht anders verdient.

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?