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NFL: New England gewinnt in Philadelphia

Die New England Patriots haben Philadelphia beim 38:20 endgültig die Grenzen aufgezeigt und somit für Katerstimmung bei den mit so vielen Hoffnungen in die Saison gestarteten Eagles gesorgt. Die Patriots erfreuen sich jedoch an der zurückerlangten Stärke.

Mit dem 38:20 bei den Philadelphia Eagles haben die New England Patriots nicht nur die Playoff-Träume des Gegners auf eine theoretische Chance minimiert, sondern ihre eigene Position in der eigenen Division gestärkt.

Dabei hatte es in den ersten sieben Minuten der Partie vielversprechend für die Gastgeber aus Philadelphia angefangen: Einem Touchdown-Lauf von LeSean McCoy folgte ein Field Goal von Alex Henery und damit eine 10:0-Führung. Doch danach spielten nur noch die Patriots, die Tom Brady mit Hilfe von Running Back BenJarvus Green-Ellis zum nächsten Touchdown führte. Green-Ellis verkürzte und brachte im Anschluss sogar die 14:10-Führung der Gäste zu Stande.

Schließlich bestimmte Quarterback Brady das Geschehen, bediente Wide Receiver Wes Welker zweimal und Tight End Rob Gronkowski in der Endzone. Gegenüber Vince Young, der für den verletzten Michael Vick auflief, rundete das Ergebnis mit einem Touchdown-Pass auf Jason Avant zwar ab, jedoch kam dieser Punktgewinn 32 Sekunden vor dem Spielende zu spät.

Lust in Boston – Frust in Philadelphia

Mit dem Erfolg bauten die Patriots ihre Bilanz auf 8:3 aus und sind damit neben den Houston Texans, Pittsburgh Steelers und Baltimore Ravens das beste Team der AFC. "Unsere Spieler haben so gespielt, wie wir es geplant hatten", freute sich Coach Bill Belichick gegenüber boston.com über den Auswärtserfolg.Allerdings sei sein Team zunächst in das Spiel "gestolpert" und habe sich dann "zurückgekämpft".

Beim Gegner herrschte dagegen Katerstimmung, sind doch durch die siebte Saisonniederlage der Eagles die Chancen auf die Playoffs auf ein Minimum geschrumpft. Philadelphia liegt mit einer 4:7-Bilanz auf dem dritten Platz der NFC East, während die New York Giants zwei Siege mehr aufweisen, die führenden Dallas Cowboys haben sogar drei Erfolge mehr auf dem Konto.

Die bisher durchwachsene Saison und das schlechte Spiel gegen die Patriots ließen die Anhänger im Lincoln Financial Field Coach Andy Reid besonders spüren: "Reid Raus!"-Rufe waren bereits im dritten Viertel deutlich zu vernehmen, ein noch deutlicheres Zeichen des Unmuts waren allerdings die sich mit zunehmender Spieldauer immer weiter leerenden Sitze. Der seit 1999 im Amt befindliche Reid, der damit dienstältester aktiver Headcoach der NFL ist, muss nun vielleicht um seinen Job zittern.

Broncos feiern fünften Sieg unter Tebow

Quarterback Tim Tebow und die Denver Broncos haben seit Tebows Übernahme der Spielmacherrolle den fünften Sieg im sechsten Spiel eingefahren. Beim 16:13 nach Verlängerung beim Divisionsrivalen San Diego Chargers waren es die Defensive und Kicker Matt Prater, der nicht nur das entscheidende Field Goal in der Overtime verbuchte, sondern zuvor mit zwei Field Goals auch für das Remis gesorgt hatte.

Die Verteidigung trug ebenfalls maßgeblich zu dem Erfolg bei, in dem sie Chargers-Quarterback Philip Rivers immer wieder unter Druck setzte. Nicht nur zwei Sacks durch Defensive End Elvis Dumervil und einer von Rookie-Linebacker Von Miller hielten die Chargers-Offensive oft im Schach. Rivers brachte es trotzdem auf einen Touchdown-Pass auf Antonio Gates und 188 Yard Raumgewinn. Gegenüber Tebow konnte Wide Receiver Eric Decker einmal per Pass in der Endzone bedienen und verbuchte neben 143 Yard Raumgewinn durch die Luft auch noch 67 am Boden. Für San Diego war es die sechste Niederlage in Serie, während Denver mit 6:5 eine positive Bilanz und Platz zwei in der AFC West aufweisen kann.

Bengals atmen zum Schluss auf

Ähnlich knapp ging es auch zwischen den Rivalen in der AFC North, den Cincinnati Bengals und Cleveland Browns zu. Während ausgerechnet die Gäste aus Cleveland das eigentliche Überraschungsteam Cincinnati überraschten und im dritten Viertel sogar eine 20:10-Führung aufwiesen, war es am Ende unter anderem Rookie-Quarterback Andy Dalton, der mit seinem Touchdown-Pass auf Tight End Jermaine Gresham auf 17:20 verkürzte, ehe Kicker Mike Nugent zunächst ausglich und, nachdem Browns-Kicker Phil Dawson die Siegchance vergeben hatte, 38 Sekunden vor dem Ende für den siebten Saisonerfolg der Bengals besiegelte.

Cincinnati liegt in der AFC North hinter den Pittsburgh Steelers, die sich mit 13:9 bei den Kansas City Chiefs durchsetzen konnten, und den Baltimore Ravens, die bereits am Donnerstag die San Francisco 49ers mit 16:6 besiegten – beide haben eine 8:3-Bilanz.

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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