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NHL Icecrusher - Crosby wieder im vollen Training


Während sich die Pittsburgh Penguins über ein baldiges Comeback von Sidney Crosby freuen wollen und Evgeni Malkin derweil zum Problemspieler Nummer eins wird, sorgen der Top-Rookie Ryan Nugent-Hopkins, die neuen Winnipeg Jets und die Jungspunde der Colorado Avalanche für die Schlagzeilen der NHL-Woche.

In Pittsburgh kam die gute Nachricht in der letzten Woche und bei uns gleich zu Beginn: Sidney Crosby darf wieder voll am Teamtraining teilnehmen. Überstürzen will man bei den Penguins jedoch nichts. Wann er wieder zum ersten Mal spielen wird, ist derzeit noch unklar. Man genießt im Moment in Pittsburgh die kleinen Schritte.

So hieß es gegenüber USA Today dann auch, dass man warten wolle, bis der Center wieder zu 100 Prozent einsatzfähig sei. Eine Zeitangabe für seine Rückkehr in das Team werde es auf gar keinen Fall geben, erklärten Verantwortliche und Spieler unisono. In Pittsburgh hat man eben auf leidvolle Weise Anfang dieses Jahres erfahren müssen, wie es sich mit solchen Ankündigungen verhält. Schließlich waren nach Crosbys Gehirnerschütterung Anfang Januar immer wieder Comebackdaten genannt worden. 

Fleißpunkte für die Pens, Malkin raus

Was die ganze Angelegenheit noch schwerer macht, ist der vollgepackte Spielplan des Teams gleich zu Beginn der Saison. Sammelt doch der Rest der Pens weiterhin Fleißkärtchen. Sie haben mit acht Partien die meisten Spiele aller Teams absolviert. Dabei gab es vier Siege, zwei Niederlagen und in zwei Fällen eine Niederlage nach der Verlängerung oder dem Penaltyschießen. Für ein baldiges Crosby-Comeback ist dies insofern Gift, als dass die Anzahl der Trainingseinheiten aufgrund des vollen Kalenders minimiert ist.

Evgeni Malkin bereitet allerdings derzeit mehr Kopfzerbrechen als Kollege Crosby. Er hat zwar schon vier Scorerpunkte, aber auch bereits fünf der acht Spiele verpasst. Wäre es eine andere Verletzung, würden die Falten auf Coach Dan Bylsmas Stirn vielleicht nicht ganz so groß sein, doch es ist das operierte Knie, das Malkin für den Großteil der letzten Spielzeit vom Eis verbannte und nun wieder zwickt. Noch wird täglich über Malkins Fitnesszustand entschieden, noch geben die von Langzeitverletzungen gebeutelten Pens nicht auf. Ohne Malkin und Crosby ist die oben genannte Bilanz doch sehr ansehnlich. 

Der Mann für die entscheidenden Punkte

Einer, der nach Crosbys Krone greifen will, hat sich bereits nach fünf Spielen gut in die Liga eingefügt. Wenn Top-Rookie Ryan Nugent-Hopkins zum Schläger greift, wird es ernst für die Gegner der Edmonton Oilers. Fünf Mal konnte sich der Nummer-Eins-Pick Scorerpunkte gutschreiben lassen und fünf Mal bedeutete dies Ausgleich oder Führung für die Oilers. Bereits zum Auftakt setzte der Center eine erste Duftmarke, indem er mit seinem späten Ausgleich die Pittsburgh Penguins in die Verlängerung zwang – das Penaltyschießen entschieden die Kanadier für sich.

Noch wilder wurde es gegen die Vancouver Canucks – das dritte NHL-Spiel in seiner Karriere und Nugent-Hopkins verbuchte seinen ersten Profi-Hattrick. Dabei glich er mit dem ersten Treffer aus und sorgte mit seinen anderen beiden Toren für Führungen. Am Ende gab es für die Oilers allerdings nichts zu feiern, außer eben jenem Hattrick von RNH. Vancouver gewann 4:3. Drei Tore erzielten die Oilers auch gegen die Predators, beim 3:1 legte Nugent-Hopkins zum Ausgleich durch Taylor Hall auf.

Wenn RNH in dem Tempo weitermacht, müssen sich einige Herren Topscorer warm anziehen. Wenn er ein gemächlicheres Tempo an den Tag legt, heißt es dagegen erst einmal: Goodbye NHL, hello Red Deer Rebels. Zu dem Minor League Team der Oilers in der Western Hockey League geht es nämlich, wenn die Coaches ihren Top-Rookie nach neun Spielen für noch nicht NHL-tauglich erklären.

Gerne in die Ferne schweifen

Als die Verantwortlichen der Colorado Avalanche den Spielplan dieser Saison zum ersten Mal in den Händen hielten, waren sie sicher nicht sehr begeistert: Dem Heimauftakt sollten fünf Auswärtsspiele folgen. Als dann auch noch der Auftakt im heimischen Pepsi Center in die Hose ging, befürchtete die in den letzten Jahren gebeutelte Fangemeinde bereits den Anfang vom Ende des verheißungsvollen Teams.

Doch die fünf Spiele in der Ferne sind jetzt absolviert und zwar mit Bravour: Einem 1:0 beim amtierenden Titelträger aus Boston folgte noch einer in Columbus, ehe es über die nördliche Grenze nach Kanada ging. Einmal ins Rollen gekommen, ließ sich Colorado in Ottawa, Montreal und am Ende in Toronto feiern. Damit ist ein Teamrekord in trockenen Tüchern und Colorado mit zehn Punkten eines der besten Teams der Liga.

Rangers beenden Vancouver-Fluch

Um eine beeindruckende Serie, allerdings auf negative Art, geht es bei den New York Rangers. Seit 14 Jahren hatten die New Yorker nicht mehr bei den Vancouver Canucks gewinnen können, bevor sie sich an diesem Dienstag auf den Weg in den Nordwesten machten. Doch dieses Mal machten sie alles richtig und gewannen mit 4:0. 

Bedanken konnten sich die Rangers dabei bei Goalie Henrik Lundqvist, der gleich 40 Schüsse auf sein Tor abwehren konnte und damit auch den ersten Saisonerfolg sichern konnte. "Jetzt können wir uns ein bis zwei Tage gut fühlen", hob Coach John Tortorella gegenüber espn.com die Wichtigkeit des Sieges hervor.

Auf der Startbahn

Ganz Winnipeg ist seit anderthalb Wochen im NHL-Fieber und weiß seit diesem Montag auch wieder, wie sich NHL-Siege anfühlen. 15.004 Zuschauer, in einem zu 99,9 Prozent gefüllten MTS Centre – wie die Liga sehr korrekt vermelden konnte, wurden beim 2:1 über die Pittsburgh Penguins zu Zeugen des ersten Saisonsieges der neuen Jets, vor ihrem Flug gen Norden Atlanta Thrashers genannt. Das Siegesgefühl scheint den Männern aus dem Bundestaat Manitoba allerdings schlecht bekommen zu sein, bei den Maple Leafs folgte eine 3:4-Schlappe.

Sven Kittelmann

sportal.de sportal

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