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NHL Icecrusher - Ein Todesfall und News von Crosby und Gretzky


Mit einer traurigen Nachricht kehrt der Icecrusher aus seiner kurzen Sommerpause zurück, aber wir haben auch Neuigkeiten von Sidney Crosby und aus der Familie Gretzky. Zudem arbeiten wir die Transfers der letzten Tage auf.

Nach einer kurzen Sommerpause melden wir uns heute mit dem Icecrusher und den neuesten Geschichten aus der NHL wieder zurück. Leider gab es diese Woche einen weiteren Todesfall: Rick Rypien, der erst vor einigen Wochen einen neuen Vertrag bei den Winnipeg Jets unterschrieben hatte, wurde daheim tot aufgefunden.

Rypien ist nach Derek Boogaard, der im Mai an einem Mix aus Alkohol und Schmerzmitteln gestorben war, bereits der zweite NHL-Spieler, der diese Saison zu Tode kam. Eine offizielle Todesursache wurde bei Rypien bisher nicht bekannt gegeben.

Rypien hatte die Vancouver Canucks, für die er zuvor sechs Jahre gespielt hatte, vor einigen Monaten aufgrund privater Probleme verlassen, doch Teamkamerad Jason Jaffray sagte laut espn.com, dass Rypien in den Tagen vor seinem Tod glücklich gewirkt habe. Wir wollen an dieser Stelle aber nicht über die Gründe seines Todes spekulieren und warten die offizielle Erklärung ab.

Crosby-Comeback in den Sternen

Widmen wir uns deshalb nun also den sportlichen News aus der NHL. Ob wir Sidney Crosby zu Saisonbeginn auf dem Eis sehen werden, steht immer noch in den Sternen. War man vor wenigen Wochen bei den Pittsburgh Penguins noch sehr sicher, den Kapitän bald wieder in seinen Reihen zu haben, sieht die Situation nun anders aus.

Penguins-General Manager Ray Shero sagte, dass es keine Erwartungen gäbe, ob Crosby zum Start des Trainingscamps bereit sei oder nicht. "Wir machen ihm keinen Druck", sagte Shero. Crosby hat seit dem 5. Januar aufgrund einer schweren Gehirnerschütterung kein Spiel bestritten.

Laut Shero leide er immer noch an den Nachwirkungen seiner Verletzung, habe aber trotzdem sein Trainingsprogramm im Sommer durchgezogen. Wir dürfen gespannt sein, ob Sid the Kid bald wieder für die Penguins auf dem Eis stehen wird.

Polizei schließt Untersuchungen über Zdenek Chara ab

Unterdessen hat die Polizei in Montreal ihre Untersuchungen des harten Hits von Bostons Zdenek Chara an Max Pacioretty von den Canadiens abgeschlossen, ob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Bruins-Kapitän erheben wird, ist aber noch nicht entschieden. Chara hatte Pacioretty Anfang März so hart gecheckt, dass der Habs-Angreifer mit einer schweren Gehirnerschütterung und einem gebrochenen Wirbel für den Rest der Saison ausfiel.

Die Liga hatte damals von einer Bestrafung Charas abgesehen, was zu einem massiven Protest unter den Fans geführt hatte. Pacioretty, der nächste Saison wieder bei den Canadiens angreifen will, war zwar auch über die Entscheidung der NHL enttäuscht, war aber strikt dagegen, dass die Polizei Ermittlungen aufnimmt.

Gretzky goes Baseball

Neues gibt es auch von einem großen Namen: Gretzky. Aber es handelt sich nicht um Vater Wayne, sondern um Sohnemann Trevor und der unterschrieb auch nicht bei einem NHL-Team, sondern bei den Chicago Cubs in der Major League Baseball einen Vertrag. Vater Wayne wird aber sicher nichtsdestotrotz stolz auf seinen Spross sein, auch wenn dieser nicht ganz auf Papas Spuren wandelt.

Flames schnappen sich Hannan

Zum Schluss wollen wir noch einige Transfers der letzten Tage aufarbeiten. Die Calgary Flames haben Verteidiger Scott Hannan für ein Jahr unter Vertrag genommen. Der 32-Jährige spielte vergangene Saison für die Colorado Avalanche und die Washington Capitals und erhält bei den Flames für sein Engagement eine Million Dollar.

"Scott bringt nicht nur viel Erfahrung für unsere Blueline, sondern auch viel Wissen über die Western Conference und unsere Division im speziellen", erklärte Flames-General Manager Jay Feaster die Verpflichtung. "Ähnlich wichtig war, dass er seine Verbindung zu unserer Organisation und unserem Team dadurch gezeigt hat, dass er einem Vertrag zugestimmt hat, der es uns ermöglicht, unter der Salary Cap zu bleiben."

Auch die anderen Teams füllen langsam ihre Kader für die neue Saison auf. Die Canadiens gaben Verteidiger Jeff Woywitka, der vergangene Spielzeit für die Dallas Stars aktiv war, einen Einjahres-Vertrag.

Gragnani sagt Ehrhoff den Kampf an

Einen ebensolangen Vertrag bekam Verteidiger Marc-Andre Gragnani von den Buffalo Sabres, für die er bereits vergangene Saison auf dem Eis stand. Aber durch die Verpflichtung Robyn Regehrs aus Calgary und Christian Ehrhoffs aus Vancouver wird Gragnani hart um seine Einsatzzeiten kämpfen müssen.

Volles Vertrauen setzen die Anaheim Ducks derweil weiter in ihren Coach Randy Carlisle und verlängerten mit ihm um drei weitere Jahre bis 2014. Carlisle, der seit 2005 die Ducks führt, ist der erfolgreichste Coach der - noch jungen - Clubgeschichte und führte das Team 2007 zum Gewinn des Stanley Cups.

Kovalev geht mit einem Knall

Der NHL den Rücken zugekehrt hat Außenstürmer Alexei Kovalev. Kovalev hatte zuletzt für die Pittsburgh Penguins gespielt, nachdem er von den Ottawa Senators kurz vor der Wechsel-Deadline abgegeben worden war. Aber heimlich, still und leise wollte sich der 38-Jährige nicht verabschieden und so ließ er zum Abschluss in einem Interview mit der russischen Zeitung Sovetsky Sport kein gutes Haar an Senators-Coach Cory Cloudston.

"Auch nach zwei Spielzeiten hattee ich die Ideen unseres Coaches Cory Cloudston immer noch nicht verstanden", zitiert espn.com Kovalev. "Wenn du jemanden auf der Bank lässt, solltest du ihm erklären warum. Das ist der Job des Trainers. Aber wenn ein Spieler auf die Bank muss und nicht versteht, was vor sich geht, geht er verloren."

Kovalev spielt künftig für zwei Jahre in Russland in der KHL bei Atlant Mytischi, wo bereits Nikolay Zherdev von den Philadelphia Flyers vergangene Woche einen Einjahres-Vertrag unterschrieben hatte.

Henning Schulz

sportal.de sportal

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