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NHL NHL-Icecrusher - Pittsburgh tobt


Die Eishockey-Fans in Pittsburgh standen Kopf: Beim ersten Training ihrer Penguins durften sie nicht nur das Comeback von Evgeni Malkin bejubeln, sondern zu ihrer Überraschung stand auch Sidney Crosby auf dem Eis. Wir haben die News aus der NHL für Sie.

Die neue NHL-Saison nähert sich mit großen Schritten und endlich sind die Mannschaften wieder auf dem Eis: Die Teams starten ihre Trainingscamps. Da gibt es natürlich jede Menge Nachrichten für uns zu verarbeiten.

Allen voran der Trainingsauftakt bei den Pittsburgh Penguins, wo tausende Fans die Rückkehr zweier Superstars bejubeln durften. Ja, Sie haben richtig gehört: ZWEI Superstars, denn neben Evgeni Malkin, der seine Verletzung ja seit längerer Zeit auskuriert hat, stand beim Skate-Training tatsächlich auch Sidney Crosby auf dem Eis.

Der Penguins-Kapitän bekam Standing Ovations von den Fans und machte die 70-minütige Session voll mit. "Das hat sich gut angefühlt da draußen", sagte Crosby nach dem Training laut espn.com. "Ich habe so hart gearbeitet, wie ich nur konnte. Dieser Zeitraum war vermutlich der längste, den ich in diesem Tempo absolviert habe."

Keine Probleme nach dem Training

Crosby sagte auch, dass er unmittelbar nach dem Training keine Symptome seiner Gehirnerschütterung hatte, wegen der er seit Anfang des Jahres pausiert hatte. Die Ärzte haben ihm aber noch kein Grünes Licht gegeben, am richtigen Training mit Körperkontakt teilzunehmen.

Im Zuge von Crosbys Rückkehr ging das Comeback von Malkin beinahe unter - was den Russen bestimmt nicht gestört haben sollte, scheute er in der Vergangenheit doch die Presse. Der Malkin im Jahre 2011 scheint sich gewandelt zu haben und kehrt hochmotiviert aufs Eis zurück.

"Wann immer du mit Geno sprichst, wenn du über seine Tore sprichst und was er erwartet, kommt es immer wieder zu einem Thema: Den Gewinn des Stanley Cups. Am besten mehrerer Stanley Cups", sagte Coach Dan Bylsma espn.com. "Ich denke, er freut sich darauf, zurückzukommen, nicht für die Punkte und individuelle Scorer-Titel, sondern er kommt zurück, um seinem Team zu helfen und einen weiteren Stanley Cup zu gewinnen."

Jagr muss sich auf dem Eis beweisen

Viel Beachtung fand auch der erste Auftritt von Jaromir Jagr bei den Philadelphia Flyers.  "Es gibt bestimmt viele Leute, die sich fragen, ob ich immer noch spielen kann. Das ist okay für mich", sagte Jagr. "Ich bin keine 21 mehr und muss mich mit Worten beweisen. Wir müssen einfach abwarten und schauen. Eines kann ich aber versprechen: Ich werde mein Bestes geben, um auf dem höchsten Level mithalten zu können."

Jagr muss sich aber bewusst sein, dass er von der ersten Minute an unter starker Beobachtung steht. Wenn das Anfangsbully zu neuen Saison ausgeführt wurde, ist der 39-jährige Tscheche mit 1599 Karrierepunkten der Topscorer aller aktiven Spieler. Auch wenn die Flyers von Jagr erwarten, dass er eine Führungsrolle im Team übernehmen wird, bekam wie erwartet Chris Pronger das "C" des Kapitäns auf sein Trikot.

Iginla geht auf Nummer sicher

Kapitän der Calgary Flames ist Jarome Iginla, der aber keinen schönen Start in die neue Saison hatte und nach weniger als einer halben Stunde das Eis mit Rückenschmerzen bereits wieder verlassen musste. Mit 34 lässt es das Flames-Idol vorsichtiger angehen. "Wenn du jünger bist, würde man das durchziehen. Dann würde es wahrscheinlich noch mehr Probleme bereiten und länger dauern."

Mit seinen 34 Jahren ist Iginla immerhin sieben Jahre jünger als Teemu Selanne, der nur zwei Tage nachdem er verkündet hatte, dass er noch ein Jahr dranhängt, im Trainingscamp der Anaheim Ducks auf dem Eis stand und verständlicherweise von großem Jubel der Fans begleitet wurde.

Obwohl er erklärt hatte, dass sein operiertes linke Knie wieder in Ordnung sei, braucht der Finne noch einige Zeit auf dem Eis, um wieder in Topform zu kommen. "Im Moment wird jeder Tag wichtig sein. Ich bin begeistert, wieder zurück auf dem Eis zu sein und ich bin schmerzfrei."

Hossa steigt später ein

Eine Pause bekommt noch Marian Hossa von den Chicago Blackhawks. Hossa verlor bei dem Flugzeug-Absturz der KHL-Mannschaft Lokomotive Yaroslavl mit Pavol Demitra einen seiner besten Freunde und ist dadurch derzeit nicht in der Lage, an Sport zu denken. Zudem wurde Hossa vor kurzer Zeit zum ersten Mal Vater. 

"Er wird in einigen Tagen wieder hier sein", sagte Chicagos Generalmanager Stan Bowman laut nhl.com. "Marian ist durch eine schwere Zeit gegangen. Das war einer seiner engen Freunde. Ich habe mit ihm gesprochen und es ist für ihn eine wirklich schwer, damit klarzukommen. Positiv ist, dass er vor einigen Tagen zum ersten Mal Vater geworden ist und so wollen wir ihm etwas Zeit geben, bis er wieder bereit ist, auf das Eis zurückzukehren."

Neue Regeln

Kommen wir zum Schluss noch zu zwei Regeländerungen, die unmittelbar mit einigen schweren Verletzungen der vergangenen Saison - wie der von Sidney Crosby - zusammenhängen.

Illegale Checks an den Kopf: Ab sofort sind alle Checks und Hits, die einzig und allein absichtlich oder fahrlässig den Kopf zum Ziel haben verboten. Bestraft werden sie mit einer Zwei-Minuten-Strafe, können aber weitere persönliche Strafen zur Folge haben.

Die zweite neue Regel betrifft Checks in die Bande, die nun bestraft werden, wenn ein Spieler einen anderen Spieler, der sich nicht verteidigen kann, in die Bande checkt. Beide Regeländerungen sehen vor, dass der Referee sicher sein muss, dass der gecheckte Spieler alles getan hat, um den Check zu vermeiden. 

Wir dürfen gespannt sein, ob diese Regeln die gewünschten Auswirkungen haben werden. Mir scheinen sie doch noch recht lasch zu sein.

Henning Schulz

sportal.de sportal

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