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NHL Playoff-Auftakt - Flyers drehen Partie bei den Penguins


Auch wenn es im ersten Drittel so aussah: Den Bären im Wald, vor denen Flyers-Goalie Ilya Bryzgalov nach eigener Aussage als Einzigem Angst hat, konnten die Penguins zum Playoff-Auftakt nicht den Rang ablaufen. Einen 0:3-Rückstand drehte Philadelphia in Pittsburgh zum 4:3 nach Verlängerung.

Zumindes im ersten Spiel der ersten NHL Playoff-Runde hat die Battle of Pennsylvania in der Eastern Conference alle Erwartungen erfüllt: 0:3 hatten die Philadelphia Flyers gegen die Pittsburgh Penguins bereits zurückgelegen, doch sie kamen durch den eigentlich verletzten Danny Briere zurück ins Spiel und gewannen durch Jakub Voraceks Tor zum 4:3 (62:32 Minuten) in fremder Halle.

Doch der Reihe nach. Das erste Drittel ging im ausverkauften CONSOL Energy Center klar an die Hausherren aus Pittsburgh. In der Hölle der Penguins sahen sich die Flyers 18.565 Zuschauern gegenüber, die nichts sehnlicher wünschten als Philadelphias Niederlage.

Dabei erwiesen sich zwei Penguins-Fans als besonders kreativ: Sie tauchten als Bären hinter dem Tor von Ilya Bryzgalov auf. Der Flyers-Goalie hatte vor der Serie angegeben, keine Angst vor den Penguins-Goalgettern Sidney Crosby und Evgeni Malkin zu haben – nur vor Bärem im Wald würde er sich fürchten.

"Joker" Briere sticht

Aber nicht die Bären, sondern wirklich Crosby lehrte Bryzgalov das Fürchten. Er eröffnete die ersten 20 Minuten mit einem frühen Tor (3:43), Tyler Kennedy (7:49) erhöhte und Pascal Dupuis (19:23) schloss das erste Drittel mit dem 3:0. ab. "Solch eine Energie haben wir in der Saison hier nicht erlebt. Man konnte merken: Das ist Playoff-Hockey", zitierte philly.com die Begründung von Philadelphias Coach Peter Laviolette für den schwachen Auftakt.

Ausgerechnet Danny Briere, der am 1. April im Duell gegen die Penguins von Joe Vitale verletzt wurde und seit dem ausgesetzt hatte, brachte seine Flyers wieder ins Rennen und traf nach 26:22 Minuten. "In der ersten Pause saßen wir alle in der Kabine und sagten: Lass es uns so machen wie immer und mit einem Tor beginnen", zitierte Briere das Erfolgsrezept.

Briere traf auch nach der zweiten Pause (49:17) und Mitspieler Brayden Schenn, der zuvor zwei Mal aufgelegt hatte, sorgte für die Verlängerung (52:23). Jakub Voraceks erster Playoff-Treffer in seiner NHL-Karriere sorgte dann für das Happyend. Voraceks Tordebüt war dabei nicht die einzige Premiere auf Seiten der Flyers, bei denen gleich fünf Spieler ihre ersten Playoff-Sporen verdienten.

Kings schocken Canucks – Predators mit einzigem Heimsieg

In der Western Conference sorgten die Los Angeles Kings mit einem 4:2 für eine Überraschung bei den Vancouver Canucks. Alex Burrows (4:17) und Alexander Edlers (39:52) Tore waren dabei für die Kanadier zu wenig. Mike Richards (13:31) und Willie Mitchell (36:33) gestalteten die Partie für die Kings zunächst ausgeglichen, ehe Dustin Penner (56:46) und Dustin Brown (59:42) für die späte Entscheidung zugunsten der Kings sorgten.

Als einzigem Heimteam blieb dagegen am ersten Playoff-Tag 2012 den Nashville Predators der 3:2-Sieg gegen die Detroit Red Wings vergönnt. Paul Gaustad (6:59 Minuten) und Gabriel Bourque (32:29/51:35) sorgten für die Tore der Gastgeber, die zunächst Henrik Zetterbergs zwischenzeitlichen Ausgleich (22:29) hinnehmen und nach Tomas Holmstrom Anschlusstreffer (57:53) gute zwei Minuten zittern mussten. Am Ende galt der Predators-Dank vor allem Goalie Pekka Rinne, der 35 Saves verbuchte.

Sven Kittelmann

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