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Internationale Pressestimmen Olympia in Peking: "Winterspiele, die absurd, verstörend und oft außergewöhnlich waren"

Peking: Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele 2022 im Vogelnest-Nationalstadion
Peking: Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele 2022 im Vogelnest-Nationalstadion
© Michael Kappeler / DPA
Die 24. Olympischen Winterspiele in Peking sind am Sonntag nach gut zwei Wochen zu Ende gegangen. Die internationale Presse geht hart ins Gericht mit der von China ausgetragenen Olympiade.

Großbritannien:

"The Guardian": "Winterspiele, die absurd, verstörend und oft außergewöhnlich waren. Die seelenzerstörende Geschichte der jungen russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa wird im Gedächtnis bleiben."

"The Telegraph": "Leb wohl und auf Nimmerwiedersehen zu den elendigsten Spielen von allen. China, Uiguren, Kamila Walijewa und Putin: Was eine Show des Wintersports werden sollte, war eine Reihenfolge an Skandalen."

Frankreich:

"L’Équipe": "Die Zeit stand still. Die Covid-Spiele waren perfekt organisiert und sportlich erfolgreich. Aber sie werden immer von der Walijewa-Affäre gezeichnet sein."

"Le Monde": "Geprägt vom diplomatischen Boykott bestimmter Länder und von der Bedrohung einer Epidemie sind die XXIV. Winterspiele in einem sehr kontrollierten und glatten Rahmen abgelaufen."

"Le Figaro": "Für immer einzigartige Olympische Spiele gingen in Peking in die olympische Geschichte ein."

Spanien:

"Marca": "Die Walijewa-Spiele. Die Olympischen Spiele haben ihre Pforten mit vielen Gewissheiten verschlossen und einer einzigen Protagonistin, der die großen Schlagzeilen gehörten. Der 15 Jahre jungen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa, ihr lange zurückliegender Positivtest und die natürlich unmittelbaren Forderungen nach einem Mindestalter für Olympische Spiele."

Österreich:

"Kurier": "Olympia-Ende: China feiert sich, doch der Sport muss Trauer tragen. Mit den Winterspielen ist das Land endgültig zur Großmacht im Weltsport aufgestiegen. Doch der olympische Geist hat sich endgültig verflüchtigt. Das IOC bleibt damit seiner Linie treu."

"Die Presse": "Die olympische Bewegung braucht einen Reset. Das IOC aber kann ihn nicht leisten. Seinen moralischen Kompass hat es längst über Bord geworfen, Peking und der Alltag in der Coronablase haben vor Augen geführt, wie sehr es seinem Gastgeber ausgeliefert war.

Schweiz:

"NZZ": "Die olympischen Spiele sind angeschlagen wie nie mehr seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Reformen sind unumgänglich."

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USA:

"The Washington Post": "Olympia endet, ohne dass das chinesische Konzept durchbrochen wird. Die Demonstration von sportlichem und technischem Können war verbunden mit Informationskontrolle und Zurückweisung von Kritik."

"The New York Times": "Peking beendet Spiele, die von Triumph, gebrochenen Herzen und einem Skandal gezeichnet waren."

Australien:

"The Age": "Die olympischen Anführer müssen lernen: Nichts zu tun ist nicht neutral. Es ist Abdankung. Das Internationale Olympische Komitee hat sich aus der Politik Chinas herausgehalten. Es hat ein Land, das zügelloser Menschenrechtsverletzungen beschuldigt wird, mit dem bequemsten Heimvorteil gestärkt: Eine Plattform, zu sagen und zu tun, was ihm gefällt."

mth DPA

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