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US-Staat Oregon: Surfer erzählt: So überlebte er einen gefährlichen Hai-Angriff

Joseph Tanner surfte vor der Westküste der USA, als ein Hai ihn packte und unter Wasser zog. Solche Angriffe können tödlich enden, doch der 29-Jährige erinnerte sich an die Schwachstellen der Raubfische - und rettete so sein Leben.

Ein in Gefangenschaft gehaltener Weißer Hai, der kurz nach wenigen Tagen in dem Aquarium verstarb

Pro Jahr kommt es in der Regel zu unter 100 registrierten Haiangriffen weltweit. Die wenigsten Attacken enden tödlich.

Surfer leben gefährlich: Vor allem wer den Wassersport vor der Küste Australiens betreibt, muss damit rechnen, von einem Hai angegriffen zu werden. Doch auch in den USA kann es zu Hai-Attacken kommen: Das musste der 29 Jahre alte Joseph Tanner erfahren, als er vor der Küste des US-Staats Oregons surfte. Doch seine Geschichte endete nicht tragisch wie in anderen Fällen. Denn Tanner konnte den Hai in die Flucht schlagen. Drei Wochen nach dem gefährlichen Angriff erzählt er nun, wie er das geschafft hat.

Tanners Chancen standen im Grunde genommen nicht besonders gut. Der Hai hatte ihn plötzlich gepackt und unter Wasser gezogen. Sein gesamtes rechtes Bein sei im Maul des Tieres gewesen, erzählte Tanner auf einer Pressekonferenz in dem Krankenhaus, in dem er behandelt wurde. Der Oberschenkel des 29-Jährigen ist von dicken Narben überzogen. "Ich dachte, ich müsste sterben", sagte Tanner.


Surfer hielt die Kiemen für empfindlich

Er habe sich daran erinnert, dass man Haie auf die Nase hauen oder ins Auge stechen müsse, um einen Angriff abzuwehren. Weder das eine noch das andere sei aber möglich gewesen. "Direkt vor mir waren die Kiemen. Ich dachte, die müssten auch sehr empfindlich sein, also haute ich drauf."

Joseph Tanner ist nach einem Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause

Joseph Tanner ist nach einem Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause

Der Hai ließ von ihm ab - und Tanner schwamm geistesgegenwärtig zurück zur Küste. Das, so der 29-Jährige, sei der schlimmste Teil gewesen. "Ich paddelte um mein Leben", zitierte ihn "Fox News". Tanner zog eine Blutspur hinter sich her, wusste aber nicht, wie schlimm der Hai ihn verletzt hatte. Zudem fürchtete er, der Raubfisch könnte ihm folgen. Am Strand angekommen, wurde der Verletzte von Helfern versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Mittlerweile hat Tanner die Klinik wieder verlassen und erholt sich nun zuhause. Freunde von ihm sammeln auf der Crowdfunding-Plattform Gofundme Geld für den 29-Jährigen, damit er die medizinischen Behandlungen bezahlen kann.

Ärzten zufolge wird Tanner sich wieder vollständig erholen, der Hai verletzte wie durch ein Wunder weder Knochen noch Nerven. Und da ist noch etwas, das dem Surfer dazu verhalf, dass er den Hai-Angriff so glimpflich überstand. "Ich trug den dicksten Neoprenanzug, den es gibt. Der Anzug rettete mir vermutlich das Leben", so Tanner.

kis

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