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Radsport Tony Martin nach Unfall schwer verletzt


Nach einem schweren Trainingsunfall droht Raprofi Tony Martin die Tour de France und die Olympischen Spiele zu verpassen. Martin war mit einem PKW kollidiert und erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen.

Radprofi Tony Martin muss nach einem schweren Unfall um seine Tour de France- und Olympia-Pläne bangen. Martins war beim Training nahe seinem Heimatort mit einem Auto kollidiert und hatte sich dabei schwere Verletzungen im Gesicht zugezogen. Er soll vermutlich in den nächsten Tagen operiert werden.

Martin erleidet mehrere Gesichtsfrakturen, Zustand stabil

Wie sein Manager Jörg Werne gegenüber dpa bestätigte, zog sich Martin mehrere Jochbein- und Kieferfrakturen zu. Nach dem Unfall hatte Martin für kurze Zeit das Bewusstsein verloren und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei aber stabil, teilte sein Team mit. Martin selbst kann sich nicht mehr an den Unfall erinnern, vermutet wird, dass ihm die Vorfahrt genommen wurde. Martins prallte bei der Kollision auf die Frontscheibe des Wagens.

Nun müssen die Ärzte zunächst warten, bis die Schwellungen bei Martin abgeklungen sind, bevor er Anfang der nächsten Woche operiert werden soll. Derzeit liegt Martin in der Universitätsklinik von Zürich. Seine Mannschaft Omega Pharma-Quickstep teilte mit, dass "sein Zustand von den Ärzten des Krankenhauses und des Teams ständig überwacht wird".

Testrennen für Martin kein Thema mehr, Fokus auf Olympia

Nach der OP wolle man dann über die weitere Saisonplanung sprechen, teilte Werner mit. Laut dem Manager ist sein Schützling "nicht betrübt, sondern optimistisch". Mit Sicherheit nicht starten wird Martin jedoch bei der Tour of Romandie Ende April sowie am 1. Mai beim traditionellen Eintagesrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt".

Wie es danach weitergeht, hängt vom Heilungsverlauf ab. Vor dem Start der Tour de France wollte er im Juni noch beim Criterium du Dauphine und den deutschen Meisterschaften an den Start gehen.

Sein ganze Saisonplanung ist allerdings auf das olympische Zeitfahren am 1. August ausgerichtet, wo der Zeitfahr-Experte als großer Favorit gehandelt wurde. Unmittelbar nach seinem Unfall hatte Martin bereits betont "relativ schnell wieder trainieren zu wollen", wie Werner bekanntgab.

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