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Rallye Dakar: Eis und Schnee statt Wüstensand

Am Beginn des ultimativen Wüstenabenteuers stand Eis und Schnee. Die nur 1,5 Kilometer lange Vor-Etappe in Clermont-Ferrand wurde zur echten Schlammschlacht und war so gar nicht im Sinnen der sonnenverwöhnten Dakar-Piloten.

Am Beginn des ultimativen Wüstenabenteuers stand Eis und Schnee. Die nur 1,5 Kilometer lange Vor-Etappe in Clermont-Ferrand wurde zur echten Schlammschlacht und war so gar nicht im Sinnen der sonnenverwöhnten Dakar-Piloten.

Verbindungsetappe nach Spanien

Nach einer ruhigen Nacht müssen sich die gut 600 Teams der Rallye Dakar am Freitag mit der einzigen Sonderprüfung in Frankreich herumärgern. Die 25 Kilometer lange Strecke führt rund um das verschneite Narbonne herum und endet bei der Abtei von Fontfroide. Anschließend gehen Autos und Lastwagen auf die gut 530 Kilometer lange Verbindungsetappe nach Castellón, 60 Kilometer von Valencia entfernt. Motorradfahrer bleiben von dem langen Ritt verschont. Sie werden samt Maschinen auf LKWs an die spanische Ostküste transportiert.

Kleinschmidt im Plan

Der brandneue Volkswagen Touareg hat den Auftakt der Wüsten-Rallye Dakar gut überstanden. Beim ersten echten Vergleich mit der Konkurrenz am Neujahrstag belegten Jutta Kleinschmidt und ihre italienische Beifahrerin Fabrizia Pons nach dem 1,5 km langen Prolog im zentralfranzösischen Clermont-Ferrand den zehnten Rang. Zwei Plätze vor ihnen rangierten ihre neuen Teamkollegen Bruno Saby/Matthew Stevenson.

Der erste Sieg bei der 26. Auflage des Wüsten-Klassikers ging an den Japaner Kenjiro Shinozuka im neuen Nissan Pick-up vor seinem südafrikanischen Teampartner Giniel de Villiers und dem italienischen Mitsubishi-Piloten Massimo Biasion. Einen guten Einstand ins offizielle Mitsubishi-Werksteam gab die Allgäuerin Andrea Mayer, die zusammen mit ihrem Münchner Co-Piloten Andreas Schulz den sechsten Rang erzielte.

Erfahrungen sammeln

"Wir testen hier für 2005 und wollen daher mit viel gewonnener Erfahrung ins Ziel kommen", erklärte Jutta Kleinschmidt, die 2001 im Mitsubishi Pajero als erste Frau den Marathon-Klassiker gewonnen hatte. "Unter diesem Aspekt sahen wir beim ersten Vergleich mit der Konkurrenz nicht schlecht aus."

"Ich freue mich, erstmals für Mitsubishi fahren zu dürfen und das Vertrauen schon jetzt ein wenig bestätigt zu haben", äußerte sich Andrea Mayer, die an diesem Freitag auf der zweiten Etappe vom südfranzösischen Narbonne ins spanische Castellon ihren 36. Geburtstag feiert.

Bei dichtem Schneetreiben im französischen Massif Central machten sich mehr 600 Teams auf den über 11.000 km langen 18-tägigen Trip quer durch die nordafrikanische Wüste in die senegalesische Hauptstadt Dakar, wo die Rallye am 18. Januar endet. Der Start und die Etappe durch Frankreich waren gefährdet, nachdem Umwelt- Aktivisten versucht hatten, den französischen Streckenabschnitt verbieten zu lassen. Am Mittwochabend aber entschied ein Gericht in einem Schnellverfahren für den Veranstalter.

dpa, Jochen Knecht / DPA

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