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SEGELN: »illbruck« im Zweikampf

Der erste Schritt in Richtung Etappensieg ist geschafft. Nach der Aufholjagd ist die illbruck zurück im Rennen.

Die taktischen Nuancen in der zweiten Etappe des Volvo Ocean Race gehen allmählich in eine vorentscheidende Phase. Das führende Duo mit der »SEB« (Schweden) vor der Leverkusener »illbruck« hat von seiner südlichen Route zwischen Eclipse Island im Südwesten Australiens und der Bass Strait im Südosten vor Tasmanien profitiert und sich von den Verfolgern abgesetzt.

Und die Wettervorhersage verspricht weitere Vorteile für die Führenden auf dem Weg zum Zielhafen Sydney, der am Donnerstag Mittag noch knapp 1.300 Seemeilen entfernt lag, so dass derzeit alles auf einen Zweikampf um den Etappensieg hinausläuft.

Dem Führenden auf den Fersen

Die »illbruck« war mit besserer Geschwindigkeit schon bis auf eine Seemeile an den Spitzenreiter herangefahren. Doch dann entschied sich Skipper John Kostecki mit Navigator Juan Vila und seiner Crew, wieder südlicher, noch tiefer als die »SEB«, zu steuern.

Von der Route, die am weitesten von der direkten Kurslinie abweicht, verspricht sich das deutsche Team einen besseren Windeinfallswinkel und auch mehr Winddruck, wodurch der wieder auf 15 Seemeilen angewachsene Rückstand vielleicht mehr als wettgemacht werden kann.

Zieleinlauf Anfang Dezember

Noch sind die beiden Boote etwa 750 Seemeilen von der berüchtigten Bass-Straße entfernt, die für ihre extremen schnellen Wetterwechsel mit schweren Stürmen bekannt ist. Sie wird nach Weihnachten ein zweites Mal zum passieren sein, wenn das Feld des Volvo Ocean Race als Teil der dritten Etappe nach Auckland zunächst am Sydney-Hobart Race teilnimmt.

Die erste Durchfahrt Richtung Norden wird fürs Wochenende erwartet, bevor die V.O.60-Racer noch gut 500 Seemeilen an der Küste entlang bis nach Sydney vor sich haben. Der Zieleinlauf wird derzeit für Dienstag, den 4. Dezember, prognostiziert.

Führungswechsel möglich

»Auch auf dem letzten Stück wird es nach meiner Einschätzung noch einige Überholmöglichkeiten geben«, so illbruck Challenge-Meteorologe Chris Bedford. Seine aktuelle Vorhersage: »Zunächst soll der Wind in der Großen Australischen Bucht weiter zunehmen, bevor er dann von hinten abnimmt.«

Das dürfte die zurückliegenden Yachten »News Corp« (Australien/47 Seemeilen), »Assa Abloy« (Schweden/64), »djuice« (Norwegen/82) und »Amer Sports One« (Finnland/Italien, 99) weiter benachteiligen. Die Frauen der »Amer Sports Too« hatten nach der Inselumrundung den direktesten Kurs eingeschlagen, müssen derzeit aber kreuzen und liegen erneut mehr als 300 Seemeilen zurück.

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