Surfen-Extrem Von Australien nach Afrika in 60 Tagen


6300 Kilometer auf dem Surfbrett: Die französische Windsurferin Raphaëla Le Gouvello ist auf ihrem Spezialbrett von Australien nach Afrika gesurft.

Nach 60 Tagen auf See wird sie auf der Insel Réunion wieder festen Boden unter den Füßen haben. Die französische Windsurferin Raphaëla Le Gouvello (46) hat ihr Ziel, als erster Mensch ganz allein von Australien nach Afrika zu surfen, so gut wie erreicht. An diesem Donnerstag wird die Extremsportlerin nach 60 Tagen und etwa 6300 Kilometern auf der französischen Überseeinsel Réunion östlich von Madagaskar und damit in Afrika erwartet. Dort bereiten sich Bevölkerung und Behörden auf ihre Ankunft in dem Hafenort Le Port vor, wie Bürgermeister Jean-Yves Langenier berichtete. Die Windsurferin soll die Insel am Vormittag erreichen.

Surfbrett mit Navi und Entsalzungsanlage

Nach einem Traumstart am 9. April in Australien hatte die bretonische Windsurferin zwar mit Seekrankheit zu kämpfen, hielt aber durch und feierte am 4. Mai auf dem Brett ihren 46. Geburtstag. "Wenn ich mich verletze, kann ich mir selbst helfen", hatte die Tierärztin in einem Interview gesagt. Abgesehen vom Wetter sah sie die größte Gefahr darin, von ihrem nur 1,30 Meter breiten Surfbrett zu fallen. Das 7,80 Meter lange Windsurfgerät hatte Le Gouvello mit Schlafkoje, Entsalzungsanlage sowie Proviant und Navigationsgeräten ausstatten lassen. Sie segelte tagsüber und ruhte sich nachts aus.

Ihre Ziellinie vor der Küste von Réunion wird von dem Patrouillenboot "La Rieuse" der französischen Marine und einem Seenotrettungsboot gebildet. Bevor die Extremsportlerin in Le Port wieder Boden unter den Füßen hat, muss sie noch zwölf Seemeilen zurücklegen. Dabei werde sie wahrscheinlich geschleppt, teilte ihre Managerin Anne Combier mit.

DPA DPA

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