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Tennis - French Open: Görges zieht den Kopf aus der Schlinge

Aufatmen bei Julia Görges: Die deutsche Nummer zwei hat bei den French Open nach großem Kampf die dritte Runde erreicht. Lange Zeit sah es nicht gut aus - doch dann biss sich die 22-Jährige durch. Auch die Favoriten gaben sich am vierten Tag in Paris zunächst keine Blöße.

Mit einer kämpferischen Glanzleistung hat #link;http://www.stern.de/sport/sportwelt/julia-goerges-90308665t.html;Julia Görges# bei den French Open ein vorzeitiges Aus gerade noch abwenden können. Die 22-Jährige setzte sich am Mittwoch in Paris gegen die Tschechin Lucie Safarova nach einer sportlichen Achterbahnfahrt mit 2:6, 7:5, 6:2 durch und erreichte damit erstmals in ihrer Tennis-Karriere beim Sandplatz-Spektakel die dritte Runde. Nach 2:01 Stunden verwandelte die deutsche Nummer zwei ihren zweiten Matchball und trifft nun auf die Siegerin des Duells zwischen der an Nummer elf gesetzten Französin Marion Bartoli und der Bulgarin Olga Goworzowa.

Lange Zeit sah es auf dem sonnigen Court 2 allerdings danach aus, als sollte Görges' wochenlanger Höhenflug beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres ein frühes Ende finden. Nach ihrer souveränen Leistung zum Auftakt gegen die Französin Mathilde Johansson wollte der Schleswig-Holsteinerin dieses Mal zunächst nichts gelingen. Viele leichte Fehler, nur 27 Prozent der ersten Aufschläge im ersten Durchgang im Feld - Görges war gegen die Nummer 37 der Welt nicht wiederzuerkennen.

Im ersten Satz gab sie gleich zweimal ihren Aufschlag ab und verlor den Durchgang nach gerade einmal 34 Minuten mit 2:6. Auch eine kurze Pause vor dem zweiten Abschnitt, als Görges zum Abreagieren für einige Minuten den Platz verließ, führte anfangs nicht zur Wende. Sofort gab die Weltranglisten-18. wieder ihren Aufschlag ab, fluchte und haderte mit sich und dem Schicksal.

Der Sprung unter die besten 20 Tennisspielerinnen der Welt hat Görges aber selbstbewusst gemacht. Auch in aussichtslosen Situationen steckt die Rechtshänderin nun nicht auf - und wurde für ihre neue Hartnäckigkeit dieses Mal belohnt. Mit dem Break zum 4:4 fand Görges endgültig ins Spiel zurück. Die Faust geballt, sich selbst mit lauten "Come on"-Rufen anfeuernd - so signalisierte Görges ihrer Gegnerin, dass die Zeit der Wende nun gekommen war.

Mit 7:5 entschied die Siegerin von Stuttgart nach insgesamt 1:28 Stunden den zweiten Durchgang für sich und startete auch im Entscheidungssatz gleich durch. Mit einem schnellen Break brach sie den Widerstand der Tschechin und schaffte doch noch den Sprung unter die letzten 32. Ihr Jubelschrei der Freude und Erleichterung dürfte fast bis zum Eiffelturm zu hören gewesen sein.

Auch die Favoriten gaben sich am vierten Tag in Paris zunächst keine Blöße. Bei den Herren siegte Roger Federer gegen den Franzosen Maxime Teixeira leicht und locker mit 6:3, 6:0, 6:2. Bei den Damen zogen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki (6:3, 7:6 (8:6) gegen die Kanadierin Aleksandra Wozniak) und Vorjahresfinalistin Samantha Stosur (6:0, 6:2 gegen die Rumänin Simona Halep) in die dritte Runde ein.

kbe/DPA / DPA

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