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News des Tages: Großfamilie vergisst Fünfjährige an Autobahn-Raststätte

US-Open-Aus für Görges +++ Dänische Polizei nimmt IS-Sympathisanten fest +++ Ex-Agent Mauss wegen Steuerhinterziehung angeklagt  +++Türkei lässt Schulz in Ankara abblitzen +++ Die Nachrichten von Donnerstag im Rückblick.

Autobahn (Symbolbild)

Schnell zurück auf die Autobahn und ab nach Hause? Aber bitte erst, wenn alle im Auto sind! 

Die News von Donnerstag im Rückblick:

+++ 23.37 Uhr: Görges wird von Venus Williams aus US-Open geworfen +++

Bei ihrer zehnten US-Open-Teilnahme in Serie hat Julia Görges eine Überraschung gegen Venus Williams und den Einzug in die dritte Runde verpasst. Die 27-Jährige aus Bad Oldesloe verlor im Arthur-Ashe-Stadium gegen die zweimalige US-Open-Siegerin und frühere Weltranglisten-Erste klar mit 2:6, 3:6. Görges schied damit als sechste von anfangs zehn deutschen Tennisspielerinnen bei dem Grand-Slam-Turnier in New York aus.

"Wenn ich so spiele wie heute, habe ich auch gegen sie eine gute Chance. Ich weiß, ich habe das Zeug, sie zu schlagen", hatte Görges nach ihrem Auftaktsieg gegen die Belgierin Yanina Wickmayer noch gesagt. Doch unter dem geschlossenen Dach des Arthur-Ashe-Stadiums fand die Nummer 64 der Tenniswelt nie ein probates Mittel gegen die mit 36 Jahren älteste Spielerin im Hauptfeld von New York. Nach nur 78 Minuten beendete Venus Williams die Partie.  

+++ 23.08 Uhr: Italiens Küstenwache rettet mehr als 1700 Flüchtlinge +++

Bei einem Großeinsatz vor der libyschen Küste sind mehr als 1700 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden. Wie die italienische Küstenwache mitteilte, waren die insgesamt 1725 Menschen auf zwei kleinen Schiffen und 14 Schlauchbooten unterwegs. Sie seien unter anderem von Schiffen aus Italien und der EU-Mission "Sophia" aufgenommen worden.

Insgesamt seien binnen fünf Tagen mindestens 14.000 Menschen vor der libyschen Küste gerettet worden, allein am Montag 6500. Am Mittwoch wurden drei Leichen in einem Boot gefunden. Die meisten Flüchtlinge stammten aus Ländern südlich der Sahara.
Derzeit wagen wegen des Sommerwetters und der ruhigen See wieder mehr Flüchtlinge in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa die gefährliche Überfahrt von Afrika über das Mittelmeer.

+++ 20.47 Uhr: Neuseeland spricht Tsunami-Warnung aus +++

Nach einem Beben der Stärke 7,1 haben Neuseelands Behörden vorübergehend eine Tsunami-Warnung für den Nordosten des Landes erlassen. Betroffen seien die Ostküste der Nordinsel und der obere Teil der Südinsel, teilte das Ministerium für Zivilschutz und Notfallmanagement per Twitter mit. Einige Stunden später gaben die Behörden Tsunami-Entwarnung, erklärten aber, dass noch für mehrere Stunden starke und ungewöhnliche Strömungen erwartet würden. Das Beben habe sich in einer Tiefe von 19 Kilometern im Meer knapp 170 Kilometer nördlich von Gisborne ereignet, erklärte die US-Erdbebenwarte.

+++ 19.28 Uhr: Dänische Polizei nimmt IS-Sympathisanten fest +++

Die dänische Polizei hat in einem Vorort von Kopenhagen einen Sympathisanten der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) festgenommen, der bei einer Drogenrazzia zwei Polizisten und einen Passanten durch Schüsse verletzt haben soll. Bei der Tat habe es nach jetzigen Erkenntnissen keinen extremistischen Hintergrund gegeben, teilte die Polizei mit. Dem Mann drohe eine Anklage wegen dreifachen versuchten Mordes.

Der 25-Jährige, ein aus Bosnien stammender dänischer Staatsbürger, habe Verbindungen zu dem aus Deutschland stammenden salafistischen Netzwerk Millatu Ibrahim sowie zum IS, erklärte die Polizei weiter. Dem 2012 in Deutschland verbotenen Millatu Ibrahim gehörte auch der Islamist und Ex-Rapper Dennis Cuspert an.

Der Festgenommene lebt seit seinem vierten Lebensjahr in Dänemark und soll zum Drogenmilieu im alternativen Wohnviertel Christiana gehören. Da er bei einem Schusswechsel bei seiner Festnahme verletzt worden sei, habe er am Donnerstag nicht vor einem Richter erscheinen können, meldete die Nachrichtenagentur Ritzau. Neben einer Anklage wegen versuchten Mordes in drei Fällen drohe ihm auch eine Anklage wegen Waffenbesitzes und dem Handel mit mehr als 50 Kilogramm Drogen und über 1800 Joints.

+++ 18.22 Uhr: Ex-Agent Mauss kommt wegen Steuerhinterziehung vor Gericht +++

Der ehemalige Agent Werner Mauss muss Medienberichten zufolge wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Das Landgericht Bochum habe die Anklage gegen Mauss zugelassen, berichten das "Handelsblatt" sowie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR. "Die Hauptverhandlung beginnt am 26. September, zunächst haben wir zehn Verhandlungstage angesetzt", zitiert das "Handelsblatt" den zuständigen Richter Markus van den Hövel.

Den Berichten zufolge wirft die Staatsanwaltschaft Mauss vor, Steuern in Höhe von rund 15 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Sein Name stand nach Angaben des "Handelsblatts" auf einer Daten-CD, die Nordrhein-Westfalen im Jahr 2012 für 3,5 Millionen Euro von einem Whistleblower der Schweizer Bank UBS angekauft hatte. Der 76-Jährige soll ein nicht beim Finanzamt deklariertes Konto bei der Luxemburger UBS-Tochter geführt haben.

Mauss' Name war auch im Zusammenhang mit der Enthüllungsaffäre um die "Panama Papers" aufgetaucht. Er hatte eingeräumt, Briefkastenfirmen in Panama unterhalten zu haben. Den Vorwurf der Steuerhinterziehung wies er aber vehement zurück. Die Firmen hätten nicht der Steuerhinterziehung, sondern im Gegenteil "außergewöhnlichen humanitären Aktionen" gedient. "Damit haben wir etwa Geisel-Befreiungen diskret abgewickelt."

+++ 17.54 Uhr: Türkei lässt Schulz in Ankara abblitzen +++

Im Streit um die Visumfreiheit für Türken hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Ankara keinen Durchbruch erzielen können. Eine Änderung der türkischen Anti-Terror-Gesetze - die aus Sicht der EU Voraussetzung für die Visumfreiheit ist - lehnte Ministerpräsident Binali Yildirim nach einem Treffen mit Schulz in Ankara erneut ab.

"Zum jetzigen Zeitpunkt bewegt sich aufgrund der Differenzen, die wir haben, in dieser Frage nichts", räumte Schulz ein. Die Reform der türkischen Anti-Terror-Gesetze sei zwar ein "Grundkriterium", so der SPD-Politiker, er glaube aber nicht, "dass es am Ende scheitern muss, sondern dass es die Chance gibt, über die abgemachten Vereinbarungen nachzudenken." 

Yildirim sagte, aufgrund der aktuellen Umstände in der Türkei könne es keine Lockerungen bei dem Gesetz geben. Die Türkei kämpfe derzeit gegen mehrere Terrororganisationen. "Für uns geht es hier um Leben und Tod." Er sei sich aber mit Schulz darin einig, dass man in der Frage weiter im Gespräch bleiben müsse.  

+++ 17.34 Uhr: Rousseff legt Berufung gegen Amtsenthebung ein +++

Die abgesetzte brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff geht vor dem Obersten Gerichtshof gegen ihre Entmachtung vor. Ihr Anwalt José Eduardo Cardozo reichte einen Berufungsantrag ein und forderte umgehend einen "neuen Prozess". Die Folgen der Entscheidung des Senats müssten "sofort ausgesetzt werden", heißt es in der Klage. Cardozo war unter Rousseff Justizminister und hatte sie in dem Prozess verteidigt.

Der brasilianische Senat hatte gestern klar für Rousseffs Amtsenthebung gestimmt. Drei Stunden später leistete Rousseffs ehemaliger Vizepräsident und jetziger Erzfeind Michel Temer den Amtseid als Staatschef. Rousseffs Anwalt forderte nun, in einem neuen Prozess müsse Temer wieder den Status eines Interimspräsidenten erhalten. Rousseff war vorgeworfen worden, Haushaltszahlen geschönt zu haben. Sie war bereits seit Mai suspendiert. Sie weist die Vorwürfe zurück und betrachtet die Entmachtung als "Putsch" von konservativer Seite.

+++ 17.30 Uhr: Großfamilie vergisst Fünfjährige an Autobahn-Raststätte +++

Auf dem Weg vom Urlaub nach Hause ins Saarland hat eine Großfamilie an einer Autobahnraststätte im bayerischen Herrieden ihre fünf Jahre alte Tochter vergessen. Das sagte ein Polizeisprecher. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über den Fall berichtet. Bei einer Rast auf dem Autohof im Kreis Ansbach gingen laut dem Bericht alle fünf Kinder zur Toilette. Der Vater tankte derweil und fuhr kurze Zeit später weiter - ohne das Mädchen. Die Pächterin der Tankstelle entdeckte das Kind und rief die Polizei. Nach etwa 20 Minuten waren sowohl eine Streife da, als auch die Familie, die inzwischen festgestellt hatte, dass die Fünfjährige fehlte.

+++ 16.23 Uhr: Wirtschafts-Nobelpreisträger Reinhard Selten gestorben +++

Reinhard Selten, der einzige deutsche Träger des Nobelpreises für Wirtschaft, ist tot. Selten sei bereits am 23. August in Posen (Polen) gestorben, teilte die Universität Bonn mit. Der Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler war 1994 zusammen mit den Amerikanern John Nash und John Harsanyi für seine Beiträge zur sogenannten Spieltheorie ausgezeichnet worden. Der 1930 in Breslau geborene Selten zählt auch zu den Pionieren der experimentellen Wirtschaftsforschung. Über den Todesfall hatte auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" online berichtet.

+++ 16.18 Uhr: Drei Menschen sterben bei Absturz von Kleinflugzeug +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs nahe Leutkirch im Allgäu sind alle drei Insassen ums Leben gekommen. Der Pilot der Propellermaschine sowie seine beiden Passagiere seien tot, bestätigte die Polizei in Konstanz. Die Absturzstelle südlich von Leutkirch sei weiträumig abgesperrt, Experten des Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung seien vor Ort. Zur Identität der Toten könne er noch nichts sagen, so ein Sprecher. Weiter gehe man davon aus, dass es sich um einen Rundflug handelte. Das Flugzeug war am Mittag auf ein freies Feld gestürzt. Zur Ursache des Unglücks sei bislang nichts bekannt.

+++ 16.08 Uhr: Weltraumrakete in Cape Canaveral explodiert +++

Live-Bilder der Nasa: Dunkler Rauch steigt vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral hoch

Live-Bilder der Nasa: Dunkler Rauch steigt vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral hoch

Auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ist eine Rakete explodiert. Die Explosion habe sich auf dem Gelände der privaten Raumfahrtfirma SpaceX ereignet, meldete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die US-Weltraumagentur Nasa. Fernsehbilder zeigten, wie über dem Gelände eine schwarze Rauchwolke aufstieg. 

Dem Bericht zufolge war am Donnerstagmorgen (Ortszeit) ein Routinetest mit einer unbemannten Rakete geplant. Am Samstag sollte eine Rakete dann einen israelischen Satelliten ins All bringen.

Bereits im Juni vergangenen Jahres war eine Rakete des Unternehmens SpaceX beim Start explodiert. Sie hatte einen mit Nachschub beladenen Raumfrachter zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Der Frachter zerbrach durch die Explosion. Eine gebrochene Stahlstrebe war laut SpaceX-Chef Elon Musk damals vermutlich für die Explosion verantwortlich.


+++ 15.51 Uhr: Mitarbeiter von Jobcenter mit Hammer lebensgefährlich verletzt +++

Mit einem Hammer hat ein Mann den Mitarbeiter eines Jobcenters im hessischen Dietzenbach lebensgefährlich verletzt. Das 64 Jahre alte Opfer wurde in seinem Büro am Kopf getroffen, wie die Polizei in Offenbach mitteilte. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Der 51-Jährige war im Jobcenter festgehalten worden. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte das Nachrichtenportal hessenschau.de über den Fall berichtet. Im Januar war auf das Jobcenter geschossen worden. Verletzt wurde niemand, im Gebäude hielt sich wegen Betriebsferien niemand auf.

+++ 15.28 Uhr: Umfrage: Niedrigster Zustimmungswert für Merkel seit fünf Jahren +++

Für Kanzlerin Angela Merkel reißt die Kette miserabler Umfrageergebnisse ein Jahr nach ihrer historischen Entscheidung in der Flüchtlingskrise nicht ab. Nach einer veröffentlichten Zufriedenheits-Rangliste von Infratest dimap für den "ARD-Deutschlandtrend" erreicht die CDU-Vorsitzende mit 45 Prozent Zustimmung derzeit lediglich den sechsten Platz. Dies ist zugleich Merkels schlechtester Wert seit fünf Jahren (August 2011). Nur noch knapp dahinter liegt ihr Unions-Kontrahent in der Flüchtlingspolitik, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer (44 Prozent).

Bei der "Sonntagsfrage" zur Wahlentscheidung kommt die Union derzeit auf 33 Prozent (minus 1 im Vormonatsvergleich). Die AfD profitiert vom Unbehagen vieler Bürger mit Merkels liberaler Flüchtlingspolitik und steigert sich von 12 auf 14 Prozent. Die SPD erreicht 23 Prozent (plus 1), die Grünen 11 Prozent (minus 2). Mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung sind 44 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden - 55 Prozent dagegen weniger oder gar nicht zufrieden. Beide Werte blieben im Vergleich unverändert.

+++ 14.28 Uhr: Hafen Hamburg: Containerschiff in Flammen +++

Im Hamburger Hafen läuft ein Großeinsatz: Wie der NDR berichtet, geriet am Burchardkai die Fracht eines chilenischen Schiffes in Brand. Es habe sich eine etwa 50 Meter hohe Rauchsäule gebildet.

Nach Angaben der Polizei kam es vermutlich bei Schweißarbeiten an Bord des Containerschiffes zu einer Verpuffung. Dabei wurden drei Arbeiter verletzt, die in Krankenhäuser gebracht wurden. Gefahrgut trat nach bisherigen Erkenntnissen nicht aus.

+++ 14.14 Uhr: Flugzeug in Baden-Württemberg abgestürzt +++

Eine Propellermaschine ist am Donnerstag bei Leutkirch in Baden-Württemberg abgestürzt. Wie die Polizei mitteilt, war das Flugzeug mit drei Menschen besetzt. Die Maschine habe zunächst einen Notruf abgesetzt, dann sei der Funkkontakt mit dem Tower abgebrochen. Das Flugzeug sei auf ein Feld südlich der Stadt gestürzt. Details zu den Insassen konnte ein Sprecher zunächst nennen. Die Rettungsmaßnahmen liefen noch, sagte er.

+++ 14.05 Uhr: Tote Deutsche auf dänischer Autobahn: Betonklotz war offenbar gestohlen +++

Der Betonklotz, der vor knapp zwei Wochen eine Deutsche auf einer dänischen Autobahn erschlagen hat, war wahrscheinlich zuvor von einer Baustelle gestohlen worden. Wer den 30 Kilogramm schweren Block mitgenommen hat und wann der Diebstahl geschehen ist, war dagegen noch unklar, wie eine Polizeisprecherin sagt. Unbekannte hatten den Klotz am 21. August von einer Autobahnbrücke auf ein fahrendes Auto geworfen, in dem eine Familie aus Recklinghausen saß. Der Stein tötete die 33-jährige Mutter auf der Stelle, ihr 36 Jahre alter Mann liegt seither in einem künstlichen Koma. Der fünfjährige Sohn bekam nur Schrammen ab.

+++ 13.52 Uhr: Diskussion um nicht angeleinten Hund eskaliert - zwei Frauen verletzt +++

Erst stritten die Hunde, dann ihre Frauchen: Eine Diskussion über das Anleinen von Hunden ist in Regensburg eskaliert und völlig aus dem Ruder gelaufen. Am Ende mussten zwei Frauen ins Krankenhaus. Eine Rentnerin habe die beiden am Mittwochabend mit einem Tierabwehrspray attackiert, teilte die Polizei mit. 

Die beiden Verletzten waren zuvor mit fünf Hunden auf einem Feld spazieren gewesen. Als sie sahen, dass die Rentnerin ihren Hund nicht angeleint hatte, stellten sie diese zur Rede. Im Verlauf des Gesprächs ließen die Frauen dann ihre fünf Hunde ebenfalls von der Leine. 

Die Tiere gingen aufeinander los, kurz danach auch die drei Hundehalterinnen. Die beiden später Verletzten attackierten die Rentnerin mit Schlägen und Tritten, die wehrte sich mit dem Reizgasangriff. Alle Beteiligten erstatteten Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. 

+++ 12.53 Uhr: Marine Le Pen: "Hillary Clinton bedeutet Krieg" +++

Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen hat scharfe Attacken gegen die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gefahren. "Ich denke, dass Hillary Clinton Krieg bedeutet", sagte die Parteichefin der Front National (FN) dem US-Nachrichtensender CNN. "Hillary Clinton bedeutet Verwüstung, ein Ungleichgewicht der Welt."

Als Präsidentin würde Clinton geostrategische Entscheidungen treffen, die zu gefährlichen "weltweiten Konflikten" führen würden, sagte die Tochter von FN-Gründer Jean-Marie Le Pen. Die US-Demokratin stehe zudem für wirtschaftliche Entscheidungen, "die verheerend für das Wohl meines Volkes sind".

Zugleich bekundete Le Pen, ihrerseits Kandidatin für die französische Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2017, erneut Sympathien für den rechtspopulistischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Wie sie selbst sei Trump nicht Teil des "Systems", hänge von niemandem ab, nehme keine Befehle von einer "Finanzmacht" oder von internationalen Großkonzernen entgegen.

+++ 12.08 Uhr: Schildkröte angezündet - Mann in USA wegen Live-Videos festgenommen +++

Im US-Bundesstaat Alabama soll ein Mann eine Schildkröte angezündet und ein Video davon live im Internet übertragen haben. Zahlreiche Bürger hätten am Mittwoch (Ortszeit) angerufen, um das bei Facebook gestreamte Video zu melden, teilte die Polizei der Stadt Dothan mit. Der Mann habe darin eine Schildkröte mit Alkohol übergossen und angekündigt, sie in Brand zu setzen, wenn sich mindestens 100 Zuschauer finden sollten. Das habe er in die Tat umgesetzt. Dann habe er gedroht, das Tier werde sterben, sollte die Zuschauerzahl nicht 200 erreichen.

Die Schildkröte überlebte den Angaben zufolge. Man gehe von einer vollen Genesung aus. Das Tier gehöre möglicherweise der gefährdeten Art der Gopherschildkröte an. Der Verdächtige sei wegen des Vorwurfs der schweren Tierquälerei festgenommen worden und habe ein Geständnis abgelegt.

+++ 11.43 Uhr: Pokémon-Jäger stellen Einbrecher in Neuseeland +++

Auf der Jagd nach Pokémon sind mehrere Spieler in Neuseeland einem Einbrecher auf die Spur gekommen. Die jungen Leute seien zu später Stunde in der Stadt Napier unterwegs gewesen, um mit dem populären Spiel Pokémon Go auf ihren Handys Fantasiewesen einzufangen, berichtete die Polizei. Plötzlich hätten sie die Alarmanlage eines Autos gehört und dann einen Mann gesehen, der davonlief. Sie hätten ihn verfolgt, festgehalten und die Polizei gerufen.

"Ohne den Einsatz dieser jungen Leute hätten wir den Mann nie geschnappt", lobte Einsatzleiter David Sutherland. "Sie waren mutig und haben ihn festgehalten, bis wir eintrafen." Allerdings sei es eigentlich besser, die Polizei zu alarmieren statt selbst einzugreifen. Der 28-jährige Beschuldigte war in das Auto eingebrochen und hatte daraus Gegenstände gestohlen. Er wurde inzwischen wegen Diebstahls angeklagt.

+++ 10.34 Uhr: Ein Toter bei Brand in Flüchtlingsunterkunft +++

Beim Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Rüdesheim am Rhein ist ein Mann ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher in Wiesbaden sagte, wurde eine Frau schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich vermutlich um eine Beziehungstat. Die genauen Umstände waren noch unklar. Zuvor hatte der "Wiesbadener Kurier" über den Brand berichtet.

+++ 10.09 Uhr: Mehr als 200 Ferkel verenden bei Feuer in Niedersachsen +++

Bei einem Brand in einem Stall in der niedersächsischen Gemeinde Warmsen sind rund 220 Ferkel verendet. Eine Polizeistreife hatte am Mittwochnachmittag starken Rauch bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert, wie die Polizei in Nienburg mitteilte. Der Stall brannte trotzdem bis auf die Grundmauern nieder. Der Sachschaden wird auf ungefähr 350.000 Euro geschätzt.

Die Brandursache war zunächst unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Insgesamt waren mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Ein Übergreifen des Feuers auf das direkt angrenzende Wohnhaus konnte verhindert werden.   

+++ 8.53 Uhr: Polizisten in Christiania angeschossen ++

Bei einer Polizeiaktion in der Kopenhagener Hippie-Kolonie Christiania hat ein Mann in der Nacht zum Donnerstag zwei Polizisten und einen Besucher angeschossen und verletzt. Eine Kugel traf einen der Beamten in den Kopf. Ein zweiter Polizist sowie ein ausländischer Besucher wurden am Bein getroffen. Einen verdächtigen jungen Mann nahmen die Ermittler am Morgen an einer Wohnung im Süden der Stadt fest. Bei der Flucht hätten die Polizisten Schüsse auf den bewaffneten Mann abgegeben. Seinen Zustand und den der angeschossenen Polizisten wollte die Behörde am Donnerstag zunächst nicht kommentieren.

+++ 8.47 Uhr: S-Bahn kollidiert mit Ochsen +++

Eine S-Bahn ist in Mülheim an der Ruhr am Mittwochabend mit einem 700 Kilogramm schweren Ochsen kollidiert. Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, entdeckte der Zugführer das Tier plötzlich auf den Gleisen und machte eine Notbremsung.
Dennoch prallte der Zug auf das Tier und schleifte es 400 Meter weit mit. Der Ochse wurde getötet, die S-Bahn so stark beschädigt, dass sie nicht weiterfahren konnte. Die 49 Fahrgäste blieben aber unverletzt und wurden von einer Ersatzbahn abgeholt.

Wie der Ochse von seiner nahegelegenen Weide ausgebüchst ist, konnten sich weder der Landwirt noch die Polizei erklären. "Noch in der Nacht wurden die Zäune abgesucht, es gab aber keine Löcher", sagte ein Sprecher der Polizei. "Er muss wohl über den Zaun gesprungen sein." Die Strecke musste zwei Stunden gesperrt werden. Es kam zu Bahnausfällen und Verspätungen.

+++ 7.33 Uhr: Zwei Flugzeuge kollidieren über Alaska - fünf Tote +++

Beim Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge im US-Bundesstaat Alaska sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Eine Cessna 208 und eine Piper PA-18 stießen am Mittwoch (Ortszeit) nahe des 300-Seelen-Ortes Russian Mission aus zunächst unbekannten Gründen in der Luft zusammen, wie die Polizei mitteilte. Drei Männer im Alter zwischen 21 und 48 Jahren an Bord einer Maschine und die 40 und 44 Jahre alten Insassen der anderen waren demnach bereits tot, als Rettungskräfte eintrafen. Der Vorfall werde untersucht.

+++ 7.12 Uhr: Auto fliegt durch die Luft - Fahrer stirbt +++

Ein 19 Jahre alter Autofahrer hat sich bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Heilbronn so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Auf der Einfahrt zu einer Landstraße in Leingarten fuhr der Mann am Mittwochabend aus zunächst ungeklärten Gründen über die Straße hinweg eine gegenüberliegende Böschung hinauf, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Das Auto flog mehrere Meter durch die Luft, landete auf einem Acker und überschlug sich mehrmals.

+++ 6.53 Uhr: Mann überquert Autobahn und wird überfahren+++

Ein Mann hat versucht, die Autobahn 2 auf Höhe der Raststätte Börde zu Fuß zu überqueren und ist überfahren worden. Der Mann, dessen Identität zunächst nicht bekannt war, sei in der Nacht zum Donnerstag erst von einem Lastwagen erfasst und dann von einem Auto überrollt worden, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion in Magdeburg. Er starb noch an der Unfallstelle. Warum der Mann zu Fuß über die Autobahn gehen wollte, war zunächst unklar. Die A2 in Richtung Hannover war zunächst gesperrt, der Verkehr wurde über die Raststätte umgeleitet.

+++ 5.34 Uhr: Arbeitsagentur bildet 64 Flüchtlinge aus +++

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bemüht sich auch in den eigenen Dienststellen um die Integration von Flüchtlingen. Bundesweit würden deshalb in diesen Wochen 64 junge, geflüchtete Menschen eine Ausbildung bei der BA beispielsweise zu Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen beginnen, berichtete eine BA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt seien bei der Bundesbehörde 166 Mitarbeiter aus acht nicht-europäischen Asylherkunftsländern beschäftigt, die teilweise auch geflüchtet seien. Darunter seien 110 Syrer. Diese Kollegen würden auch gezielt bei der Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen eingesetzt, sagte Pressesprecherin Aneta Schikora.

+++ 5.00 Uhr: Diplomatische Spannungen nach Rousseff-Absetzung +++

Nach der umstrittenen Absetzung von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ist es zu Spannungen mit mehreren südamerikanischen Staaten gekommen. Der Botschafter in Venezuela wurde zu Konsultationen zurück nach Brasilien berufen, teilte das Außenministerium mit. Zudem verbat man sich die Einmischung in innere Angelegenheiten von Seiten Kubas, Boliviens und Ecuadors.

Die von linksgerichteten Regierungen geführten Staaten hatten den Akt als politischen Putsch eingestuft. Das sozialistische Venezuela will die Beziehungen zu Brasilien, beide Mitglied im Wirtschaftsbund Mercosur, vorerst auf Eis legen. Ecuador und Bolivien kündigten ebenfalls an, ihre Geschäftsträger beziehungsweise Botschafter vorerst zurückzurufen. Die kubanische Regierung bezeichnete die Absetzung als einen "richterlich-parlamentarischen Staatsstreich".

Nach einem monatelangen Machtkampf war Rousseff am Mittwoch des Amtes enthoben worden. Der Senat in Brasília votierte mit der notwendigen Zwei-Drittel- Mehrheit für die Absetzung der ersten Frau an der Spitze des fünftgrößten Landes der Welt. 61 Senatoren stimmten dafür und 20 dagegen. Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Michel Temer (75) von der Partei der demokratischen Bewegung (PMDB), der das Land mit einer liberal-konservativen Regierung nun bis zur nächsten Wahl Ende 2018 führen wird. Er hatte das Land nach Rousseffs Suspendierung zur Prüfung von Vorwürfen wie Haushaltstricksereien und unerlaubte Kreditvergaben seit Mai bereits interimsweise geführt.

+++ 2.05 Uhr: Union macht sich für Aufhebung von Kinderehen stark +++

Die Unionsfraktion im Bundestag fordert ein schärferes Vorgehen gegen sogenannte Kinderehen. "Ein 11-, 13- oder 15-jähriges Mädchen gehört nicht in eine Ehe, sondern in die Schule", heißt es in einer Beschlussvorlage für die am Donnerstag beginnende Klausurtagung der Abgeordneten von CDU und CSU, die der "Passauer Neuen Presse"
(Donnerstag) vorliegt. "Die Aufhebung von Auslandskinderehen muss künftig der Grundsatz sein", zitiert das Blatt aus dem Papier. Mit der Einreise Hunderttausender Flüchtlinge sei deutschlandweit eine schätzungsweise vierstellige Zahl an Kinderehen registriert worden. Bislang werde im Einzelfall geprüft, ob sie in Deutschland anerkannt würden oder nicht. "Wenn das Jugendamt Kenntnis von einer Kinderehe erlangt, muss es künftig einen Antrag auf Aufhebung der Ehe stellen", lautet eine Forderung in der Beschlussvorlage.

+++ 1.31 Uhr: Trump fordert bei Mexiko-Besuch erneut Grenzmauer +++

Bei einem Treffen mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto hat US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump seine Forderung nach dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko bekräftigt. "Wir anerkennen und respektieren das Recht jedes Landes, eine physische Barriere oder eine Mauer an seinen Grenzen zu bauen", sagte Trump am Mittwoch nach einem Gespräch mit Peña Nieto im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt.

Seine Forderung, dass Mexiko für die Errichtung zu zahlen habe, sei in der Unterredung aber nicht zur Sprache gekommen, sagte Trump vor Journalisten. "Wir haben nicht darüber beraten, wer die Mauer zahlen soll."

Der Präsident widersprach dieser Aussage. "Am Anfang meines Gesprächs mit Donald Trump habe ich klar gemacht, dass Mexiko nicht für die Mauer zahlen wird", erklärte Peña Nieto nach der Unterredung über den Kurznachrichtendienst Twitter.

tkr/kis / DPA / AFP