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Tennis: Nadal ringt Fish zum Auftakt nieder

Nach Roger Federer ist auch Rafael Nadal erfolgreich in die World Tour Finals gestartet. Der Spanier musste allerdings Schwerstarbeit verrichten, ehe nach fast drei Stunden der Sieg gegen Mardy Fish perfekt war.

Roger Federer hatte in der Gruppe B bei den World Tour Finals mit einem Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga vorgelegt, Rafael Nadal zog im Anschluss mit einem hart erkämpften Erfolg gegen Mardy Fish nach. In 2:55 Stunden besiegte er den Amerikaner mit 6:2, 3:6 und 7:6.

Beide Spieler waren vor den World Tour Finals angeschlagen, Rafael Nadal verzichtete daher auf einen Start in Paris in der letzten Woche, Mardy Fish trat dort zwar an, musste dann aber wegen einer Zerrung aufgeben.

Die Bilanz zwischen den beiden sprach mit 7:1 Siegen klar für den Spanier und dementsprechend begann auch die Partie. Fish agierte nervös und leistete sich zahlreiche einfache Fehler. Er kam überhaupt nicht in das Match hinein. Gleich sein erstes Aufschlagspiel gab der Amerikaner ab und nach dem zweiten Break zum 5:2 war der Rest für Nadal Formsache. Mit 6:2 holte sich der Spanier den Satz und alles schien den erwarteten Verlauf zu nehmen.

Nadal macht Fish stark

Doch dann schlichen sich Unkonzentriertheiten im Spiel des Weltranglisten-Zweiten ein. Sechs unforced errors in den ersten beiden Aufschlagspielen des zweiten Durchgangs waren schon doppelt so viele wie im ganzen ersten Satz. Er "schenkte“ damit Fish ein Break zum 2:0 und bauten seinen Gegner auf. Der Amerikaner wurde immer sicherer und agierte deutlich druckvoller. Zudem schlug er stark auf und ermöglichte Nadal keine Chance zu einem Rebreak.

Einzig beim Stand von 5:2 wackelte Fish kurz, als er vier Satzbälle bei Aufschlag Nadal ausließ und das 5:3 hinnehmen musste. Mit eigenem Service holte er das Versäumnis jedoch nach und machte mit 6:3 den Sack zu. Längst sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Match. Fish hatte sich richtig in die Partie hineingearbeitet und bot Nadal nun auch bei den langen Ballwechseln Paroli.

Hoffnung keimte beim Spanier auf, als er gleich ein Break zur 2:0-Führung vorlegen konnte. Danach verschwand er kurz auf dem stillen Örtchen und brachte sich damit womöglich selbst aus dem Konzept. Mit zwei leichten Fehlern brachte er Fish in die Nähe eines Rebreaks, das der schließlich mit einem schönen Stoppball und einem kurzen Volley tatsächlich perfekt machte.

Die Partie war wieder völlig offen und blieb das auch, obwohl Nadal wenig später erneut sein Service abgab. Denn nicht nur der Spanier spielte inzwischen mit hoher Fehlerquote, auch Fish konnte sein Niveau aus dem zweiten Satz nicht ganz halten und gab seinen Aufschlag zum 3:3 leichtfertig ab.

Entscheidung im Tie-Break

Nun wurde es langsam dramatisch. Beide stabilisierten sich bei eigenem Service und um jeden Punkt wurde hart gefightet. Bei 5:4 schien Nadal seinen Gegner endlich zermürbt zu haben, doch Fish wehrte zwei Matchbälle ab und rettete sich schließlich in den Tie-Break.

Dort hatte Nadal das bessere Ende für sich, da Fish sich zu viele Fehler leistete. Beim 6:3 erarbeitete sich der Spanier die Matchbälle drei bis fünf und schon der erste war erfolgreich, da Fish einen Volley ins Netz schlug. Diese Szene war symptomatisch für den Verlauf des Spiels, denn letztlich scheiterte Fish an der zu hohen Anzahl eigener Fehlschläge. Bei den unforced Errors hatte er am Ende mit 50:27 die Nase vorn.  

sportal.de / sportal

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