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Tennis Spanien führt gegen Argentinien mit 2 -0


Ein einziger Punkt trennt Spanien noch vom fünften Erfolg im Davis Cup. Nadal siegte glatt, Ferrer musste allerdings über die volle Distanz gehen und konnte den zweiten Punkt gegen Juan Martin Del Porto erst nach fünf harten Sätzen feiern.

Der fünfte Davis Cup-Titel ist für Spanien zum Greifen nah. Nach dem ersten Tag führen die Iberer im Finale von Sevilla mit 2:0 gegen Argentinien. Die Südamerikaner wehrten sich jedoch mit allen Kräften. Nach dem glatten Sieg von Rafael Nadal musste David Ferrer über fünf Sätze gehen.

Nadal hatte mit Juan Monaco keine Probleme gehabt, jagte seinen guten Freund kreuz und quer über den extra gebauten Sandplatz im Olympiastadion von Sevilla. Er entledigte sich seiner Pflichtaufgabe im Auftakteinzel mit einem glatten 6:1, 6:1, 6:2 und blieb damit im 19. Davis Cup-Einzel in Folge unbesiegt.

Im zweiten Duell hatte es zunächst nach einer ähnlichen einseitigen Veranstaltung ausgesehen, bis Juan Martin Del Potro auf einmal zurückkam und sich der spanischen Nummer zwei David Ferrer erst nach der vollen Distanz mit 2:6, 7:6, 6:3, 4:6, 3:6 geschlagen gab.

Mit der 2:0-Führung im Rücken gehen die Spanier nun in das morgige Doppel und könnten dort mit einem Sieg bereits vorzeitig den fünften Davis Cup Titel unter Dach und Fach bringen.

Nadal bringt Spanien mühelos in Führung

Richtig eng war das Eröffnungseinzel zwischen Nadal und Monaco eigentlich nur im ersten Aufschlagspiel gewesen. Acht Minuten hatte sich der Argentinier mühen und drei Breakbälle abwehren müssen, ehe er mit einem Ass sein Service doch noch durchbringen konnte. Doch danach dominierte Nadal, der sich im Vergleich zur Vorwoche beim ATP Final in London sehr erholt zeigte.

Zunächst brachte er seinen Aufschlag zu Null durch, dann nahm er seinem Gegner mit einer krachenden Vorhand dessen Service ab. Damit war der Widerstand des Südamerikaners auch schon gebrochen und Nadal sicherte sich den ersten Satz in 48 Minuten mit 6:1. Auch der zweite Durchgang wurde zum Selbstgänger für den Spanier. Monaco hatte sichtlich Probleme mit der Stimmung im weiten Rund des Stadions in Sevilla und mit dem Druck der Verantwortung, die in seinem ersten Davis Cup-Finale auf ihm lastete. Nadal konnte sogar den einen oder anderen kleinen Fehler einstreuen, bestraft wurden sie vom Gegner nicht.

Erst im dritten Satz wurde die Partie dann wieder etwas spannender. Auf einmal war Monaco wieder im Spiel, hielt sein Service, setzte Nadal bei dessen Aufschlag unter Druck und konnte den Durchgang bis zum 2:2 offen halten. Doch dann im fünften Spiel, dem vielleicht intensivsten der gesamten Partie mit fantastischen Rallies und unglaublichen Volleys auf beiden Seiten, schaffte Nadal das nächste Break und setzte sich wieder ab. Der Widerstand war gebrochen, Nadal hatte leichtes Spiel und verwandelte seinen ersten Matchball zur 1:0-Führung für die Gastgeber.

Harter Fight zwischen Ferrer und Del Potro

In ähnlich starker Verfassung wie seine Nummer eins präsentierte sich zunächst auch Ferrer. Bei eigenem Service ließ er nichts anbrennen, breakte gleich Del Potros zweites Aufschlagspiel und setzte sich schnell mit 4:1 ab. Der Argentinier blieb zwar dran und zwang seinen Gegner im siebten Spiel mehrfach über Einstand, konnte aber nicht verhindern, dass Ferrer das Spiel trotzdem gewann und sich auch den ersten Satz sicherte.

Die Partie schien den bereits bekannten Gang zu gehen. Doch der zweite Durchgang verlief deutlich offener. Im fünften Spiel schaffte Del Porto das Break zum 3:2, konnte sich aber nicht absetzen, so dass der Tiebreak entscheiden musste. Hier profitierte der Argentinier von einem Overule zu seinen Gunsten, ging mit 3:0 in Führung und holte sich dann auch den Satz.

Im Dritten schien er dann dem Tempo des zweiten Satzes Tribut zollen zu müssen, wirkte müde und geriet mit 1:3 ins Hintertreffen. Doch dann spielte er plötzlich wie verwandelt, holte vor allem dank einiger starker Vorhandschläge auf, zog vorbei und sicherte sich doch noch den dritten Satz. Ähnlich verlief auch der spannende und teilweise hochklassige vierte Durchgang. Beide gaben erneut alles. Ferrer führte, kassierte den Ausgleich, setzte sich dann aber doch wieder in Front und holte dank eines Doppelfehlers seines Gegners das entscheidende Break zum Satzausgleich.

Der fünfte Satz verlief dann einseitig zu Gunsten Ferrers, der die Entscheidung letztlich allerdings spannender als unbedingt nötig gestaltete. Beim Stand von 5:1 servierte er zum Satzgewinn, kassierte aber noch ein Break. Del Potro kam so noch einmal auf 3:5 heran, ehe Ferrer dann mit einer langen Vorhand auf die Linie alles klar machte und siegreich die Faust ballte.

Malte Asmus 

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