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Tennis: US Open - Görges und Petzschner in Runde zwei

Ein Blick auf die Plätze bei den US Open machte Gedanken an Hurrikan Irene fast unmöglich. Bei strahlendem Sonnenschein zogen Julia Görges und Philipp Petzschner in die zweite Runde ein, für Tobias Kamke war ein Geheimfavorit erwartungsgemäß viel zu stark.

Nach Hurrikan Irene lachte zum US-Open-Start die Sonne - und auch Julia Görges und Philipp Petzschner durften strahlen. Mit ihren Erstrundensiegen erwischten die an Nummer 19 gesetzte Görges und Petzschner einen guten Start in das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres – Petzschner musste aber über die volle Distanz gehen.

Görges gewann den deutschen Vergleich gegen Kristina Barrois mit 6:3, 6:2 und überstand damit zum zweiten Mal in New York die erste Runde. Petzschner rang den Spanier Albert Ramos nieder und siegte nach viereinhalb Stunden 7:5, 6:7 (2:7), 6:3, 6:7 (5:7), 6:3. Dagegen verlor Tobias Kamke klar mit 2:6, 2:6, 1:6 gegen den Amerikaner Mardy Fish, derzeit die Nummer eins der US-Herren. Überraschend ausgeschieden ist dagegen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Die Tschechin verlor 6:7 (3:7), 3:6 gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru.

"Da war ich noch total erschossen"

Mit einem schnellen Break zum 2:0 im ersten Satz und zwei weiteren nach dem 2:2 im zweiten Durchgang setzte sich Görges auch im dritten Duell gegen Barrois durch. Nächste Gegnerin ist Laura Pous-Tio - eigentlich eine lösbare Aufgabe, doch Görges verlor vor kurzem auf Sand in Bad Gastein auch den zweiten Vergleich gegen die Spanierin. Zuvor musste sie nach Wimbledon jedoch zwei Zahneingriffe über sich ergehen lassen. "Da war ich noch total erschossen, außerdem ist Sand ihr Lieblingsbelag. Es wird ganz klar an mir hängen, wie diese Partie ausgeht. Vom Gefühl her spiele ich im Moment das Beste, was ich bisher gespielt habe", sagte die an Nummer 19 gesetzte Görges.

Gegen Barrois sorgte die 22-Jährige mit einem knallroten Top auch äußerlich für Aufsehen und leistete sich nur eine kurze schwächere Phase im zweiten Satz. Während die Schleswig-Holsteinerin eine gute Länge in den Schlägen hatte, versuchte es Barrois meist zu oft mit der Brechstange. "Es war ein solides Match, mit dem ich zufrieden bin. Es ist immer ein bisschen komisch gegen eine Deutsche, aber im Grunde darf man sich davon nicht beirren lassen", sagte Görges.

Das Match zwischen Görges und Barrois gehörte zu den Partien, die etwas nach hinten verlegt wurden. Die Organisatoren wollten mit dem gestaffelten Beginn vermeiden, dass alle Zuschauer zur selben Zeit mit der U-Bahn aus Manhattan kamen, da der am Wochenende wegen Irene komplett eingestellt U-Bahn-Betrieb am Montagmorgen erst wieder anlief. Auf der Linie 7 nach Flushing Meadows gab es keine Probleme, auch auf der Anlage waren nur kleine Schäden zu beseitigen.

Petzschner ballt die Faust

Petzschner begann pünktlich, doch seine Partie entwickelte sich zum Drama. Im vierten Satz besaß der Bayreuther seinen ersten Matchball, vergab ihn aber und musste in den fünften Durchgang. Dort ballte der 27-Jährige die Faust, als er den als Weltranglisten-71. nur vier Plätze tiefer eingestuften Linkshänder Ramos endlich bezwungen hatte. Nächster Kontrahent ist der an Nummer 20 gesetzte Serbe Janko Tipsarevic.

Kamke war im riesigen Arthur-Ashe-Stadium Fish klar unterlegen und vergab seine wenigen Chancen gegen den Weltranglisten-Achten, dem am Ende ein spektakulärer Schlag durch die Beine gelang. Fish gewann zuletzt die US-Open-Serie und gilt zumindest als Kandidat für das Halbfinale.

sportal.de / sportal

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