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US-Open: Vom Winde verweht

Für Thomas Haas war im Viertelfinale der US-Open Endstation. Der Deutsche fand kein Mittel gegen den starken Australier Hewitt und den böigen Wind.

Tennis-Profi Thomas Haas hat den erstmaligen Einzug in das Halbfinale der US Open klar verpasst. Der Hamburger verlor am Donnerstag in New York 2:6, 2:6, 2:6 gegen den Australier und ehemaligen Weltranglistenersten Lleyton Hewitt, der damit im Turnier weiter ohne Satzverlust ist und seinen 15. Erfolg nacheinander feierte.

Topfavorit Roger Federer im Halbfinale

Der US-Open-Sieger von 2001 trifft am Samstag überraschend nicht auf Titelverteidiger Andy Roddick, sondern auf den Schweden Joachim Johansson, den Freund von Hewitts Schwester Jaslyn. Der 22-jährige Johansson schaltete Lokalmatador Roddick mit 6:4, 6:4, 3:6, 2:6, 6:4 aus und schlug dabei 30 Asse. Roddick nützten auch 34 Asse nichts, in seinem letzten Aufschlagsspiel kassierte er nach 2:55 Stunden das entscheidende Break. Die Partie war im ersten Satz wegen Regens für 45 Minuten unterbrochen worden. Das andere Halbfinale bestreiten der topgesetzte Schweizer Roger Federer und der Brite Tim Henman. Federer hatte im Viertelfinale den Amerikaner Andre Agassi 6:3, 2:6, 7:5, 3:6, 6:3 bezwungen, Henman gewann 6:1, 7:5, 5:7, 6:2 gegen den Slowaken Dominik Hrbaty.

Haas war in seiner Partie ohne Chance. Mit dem starken und zudem sehr böigen Wind kam Hewitt deutlich besser zurecht und holte sich nach einer knappen halben Stunde den ersten Satz. Haas kassierte gegen den laufstarken Wimbledon-Sieger von 2002 sofort ein weiteres Break zum 0:2 im zweiten Durchgang. Als der 26-Jährige danach sofort den Ausgleich schaffte, durfte der zweimalige Halbfinalist der Australian Open neue Hoffnung schöpfen. Doch statt die Chance zur 3:2-Führung zu nutzen, geriet der immer wieder hadernde Haas immer weiter in Rückstand. Die kräftige Brise und die zunehmende Verzweiflung von Haas verhalfen Hewitt wenig später zur 2:0-Führung im dritten Durchgang. Damit war die Entscheidung gefallen, obwohl der Olympia-Zweite von 2000 nach einem 0:5-Rückstand noch einmal zumindest um ein besseres Ergebis kämpfte. Nach nur 1:38 Stunden brachte der 23-jährige Hewitt seinen sechsten Sieg gegen Haas im zehnten Vergleich aber unter Dach und Fach.

DPA / DPA

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