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Vierschanzentournee: Acht deutsche Springer qualifizieren sich

Deutschlands Skispringer haben in der Qualifikation für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee einen kleinen Dämpfer erhalten, können aber zufrieden in das Jahr 2009 gehen. Außer dem gesetzten Martin Schmitt schafften am Silvestertag weitere sieben DSV-Starter die Qualifikation für den Wettbewerb in Garmisch-Partenkirchen.

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wird Deutschland mit acht Sportlern vertreten sein. Neben dem gesetzten Martin Schmitt schafften am Silvestertag weitere sieben DSV-Starter die Qualifikation für den Wettbewerb. Sieger der Ausscheidung wurde Gregor Schlierenzauer mit einem Satz auf 135 Meter. Der Österreicher trifft im K.o.-Duell des ersten Durchgangs auf Tournee-Spitzenreiter Simon Ammann (Schweiz), der auf die Qualifikation verzichtete.

Bei schwierigen Bedingungen mit ständig wechselndem Wind schafften neben Schmitt auch der überraschend starke Pascal Bodmer mit 126 Metern, Stephan Hocke (123,5), Michael Uhrmann (122), Michael Neumayer (121), Tobias Bogner (119,5) Andreas Wank (119) und Felix Schoft (116,5) die Qualifikation. "Martin hat den Tag zum Training genutzt. Er hatte bei seinem letzten Sprung wenig Druck unter dem Ski und hat sein Flugsystem nicht gleich gefunden. Aber es ist nichts passiert, er ist gestählt", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Der zum Auftakt mit Platz fünf überzeugende Schmitt musste sich mit 122,5 Metern begnügen, sah aber ebenfalls keinen Grund zur Unruhe. "Die Bedingungen sind immer turbulenter geworden. Für mich war das wie ein Trainingssprung", sagte der 30-Jährige, der das Jahr mit einem gemeinsamen Essen im Kreis seiner Teamkollegen ausklingen ließ. "Ich werde den Abend ruhig verbringen. Wenn man am nächsten Tag einen Wettkampf bestreiten muss, hat Silvester nicht die riesen Bedeutung", sagte Schmitt.

"Lange gefeiert wird nicht", meinte auch der erleichterte Uhrmann. "Es war schwierig. Vor allem im ersten Flugdrittel gab es viel Seitenwind", berichtete der Bayer. Ähnlich äußerte sich Neumayer: "Es war eine Lotterie und absolut nicht einfach. Ich habe einen richtig guten Sprung gemacht, aber der war auch nötig." Entsprechend zufrieden verabschiedete sich der Vorjahres-Dritte zur Silvesterfeier ins Team-Hotel. "Zwei, drei Gläser Sekt sind okay", sagte Neumayer.

Die dürfte auch Bodmer genießen. Der 17-Jährige strahlte nach seinem gelungenen Auftritt als bester Deutscher über das ganze Gesicht. "Ich hatte einen guten Sprung, da kann man schon zufrieden sein", meinte der Youngster. Große Erleichterung herrschte bei Junioren-Weltmeister Wank, der erhebliche Probleme bei der Landung hatte. "Das war nervenaufreibend und eine Zitterpartie. Das wollte ich eigentlich nicht", sagte der Oberhofer.

Lars Reinefeld/DPA / DPA

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