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Wintersport Birnbacher und Peiffer schrammen am Podest vorbei


Platz vier und fünf sprangen am Ende für die deutschen Biathleten beim Weltcup in Antholz heraus. Andreas Birnbacher vergab mit einem Fehler einen möglichen Sieg, Arnd Peiffer musste auf der Schlussrunde der Höhenlage Tribut zollen. Überraschend siegte Fredrik Lindström.

Andreas Birnbacher und Arnd Peiffer sind schon nah an der WM-Form, für Routinier Michael Greis wird es mit Blick auf die Heim-Titelkämpfe dagegen langsam eng. Im Sprint von Antholz lief Birnbacher trotz eines Schießfehler auf Rang vier und untermauerte wie der fehlerfreie fünftplatzierte Weltmeister Peiffer seinen Status als derzeit bester deutscher Biathlet.

Der einstige Leitwolf Greis musste sich bei seiner Rückkehr in den Weltcup-Zirkus trotz fehlerfreien Schießens mit Rang 32 begnügen. Bis zur Heim-WM in Ruhpolding wartet noch viel Arbeit auf den 35-Jährigen. Die Zeit könnte knapp werden.

Lindström Überaschungssieger

Zu seinem ersten Weltcupsieg sprintete überraschend der Schwede Fredrik Lindström. Zweiter wurde der Russe Evgeniy Garanichev vor Martin Fourcade aus Frankreich (alle fehlerfrei). Birnbacher hatte am Ende 23,2 Sekunden Rückstand auf die Spitze, der mit rund drei Sekunden Rückstand in die Schlussrunde gegangene Peiffer 27,9 Sekunden. Florian Graf (2) wurde 25., Michael Rösch landete nach vier Fahrkarten abgeschlagen auf Rang 83. Simon Schempp konnte wegen einer Grippe nicht starten.

Wenngleich er das Podest knapp verpasst hatte, war Birnbacher sehr zufrieden. “Läuferisch war ich wohl noch nie so gut in Form wie in diesem Jahr. Ich kann immer mit um die Top drei laufen, das ist ein super Gefühl“, sagte der Schlechinger. Angst, dass die Form nicht bis zum Saisonhöhepunkt in Ruhpolding halten könnte, hat er nicht: “Ich glaube schon, dass das bis zur WM so reicht.“

Greis läuferisch schwach

Genauso so optimistisch blickt Sprint-Weltmeister Peiffer dem Saisonhöhepunkt entgegen, obwohl der 24-Jährige die für viele Athleten schwierige Höhe von 1.600 Metern zu spüren bekam. Er ging als Zweiter in die Schlussrunde, baute dann jedoch stetig ab. “Das war am Ende eine ganz schöne Quälerei und nicht mein bester Lauftag“, gab der Harzer zu und ergänzte: “Ich habe trotzdem das Optimum herausgeholt.“

Greis hatte sich ein besseres Comeback erhofft. Der in der Saisonvorbereitung durch eine Fußoperation gehandicapte Olympiasieger hatte die letzten beiden Weltcups in Oberhof und Nove Mesto ausgelassen und stattdessen zu Hause trainiert. Am Schießstand traf er zwar zehnmal ins Schwarze, in der Loipe wurde jedoch einmal mehr deutlich: Zur Spitze fehlt allerhand.

1:44,2 Minuten war Greis langsamer als der Sieger. “Mit der Null am Schießstand bin ich zufrieden. Aber läuferisch ging es richtig schlecht“, sagte er und bestätigte das, was die Bilder von der Strecke erahnen ließen.

Damen heiß auf die Staffel

Die Frauen wollen unterdessen am Samstag in der Staffel ein Ausrufezeichen setzen. “Als Team sind wir gut drauf. Wir haben noch etwas gutzumachen. Speziell ich, von Oberhof“, sagte  Magdalena Neuner vor der WM-Generalprobe. 48 Tage vor dem Rennen in Ruhpolding will der Weltmeister seine bisher schwachen Staffel-Ergebnisse vergessen machen.

Die siebenmalige Weltmeisterin Andrea Henkel wird wegen ihrer Entzündung im rechten Fuß geschont. Für sie läuft Franziska Hildebrand. Dann kommen Neuner, Miriam Gössner und Tina Bachmann. Da nur die WM zählt, wird experimentiert und Neuner läuft statt am Ende auf Position zwei. In Oberhof hatte die zehnmalige Weltmeisterin als Schlussläuferin vier Strafrunden drehen müssen und den schon sicher geglaubten Sieg vergeben.

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