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Wintersport Magdalena Neuner vor dem 15 Kilometer Einzelrennen


Magdalena Neuner will beim 15 Kilometer Einzel ihre WM-Medaillensammlung komplettieren und ihrem Ziel, in Ruhpolding bei jedem Rennen Edelmetall zu gewinnen, einen Schritt näher kommen. Drei weitere Deutsche kämpfen um Edelmetall, die Konkurrenz ist hochkarätig.

Bei Magdalena Neuner ging es bei ihrem letzten Trainingsschießen vor dem Einzelrennen über 15 Kilometer betont locker zu. Gemeinsam mit den Bundestrainern Gerald Hönig und Ricco Gross wurde viel gelacht, während sich Neuner auf die nächste Etappe ihrer "Sechs-Medaillen-Mission" vorbereitet.

Der Erfolg über 15 Kilometer wäre ein ganz besonderer, ist dieser Titel doch der einzige, der Neuner in ihrer WM-Titelsammlung noch fehlt. "Ich denke, ich bin gut vorbereitet. Klar ist im Hinterkopf, dass dies ein Titel ist, der mir noch fehlt", sagte Neuner am Rande des Trainings.

Neuner selbstbewusst am Schießstand 

Neuner geht trotzdem mit jeder Menge Selbstbewustsein ins Rennen, so selbstbewusst, dass sie im Training sogar stehend auf die wesentlich kleineren Scheiben für das Liegendschießen zielte. Gleich vier Scheiben blieben dabei stehen. Doch kein Grund zur Panik: "Das wären fünf Treffer gewesen", sagte Hönig.

Mit ihrem Medaillensatz im Sprint, Verfolger und der Mixed-Staffel ist Neuner vor den letzten drei Wettbewerben bei der Biathlon-WM in Ruhpolding die bisher erfolgreichste Skijägerin und kassierte bereits über 66.000 Euro an Preisgeldern. Nun will Neuner ihre Gold-Sammlung komplettieren.

"Ich glaube, dass ich soweit bin und das Potenzial habe, auch so ein Rennen zu gewinnen", sagte Neuner. Die Chancen dafür stehen jedoch nicht so gut wie sonst, bei ihrem bisher einzigen Triumph im Einzel beim Weltcup in Antholz 2010 ließt Neuner, trotz dreier Fehler im Schießen, Kati Wilhelm und Andrea Henkel hinter sich.

Derartige Fehler wird sich Neuner bei der starken Konkurrenz in Ruhpolding nicht erlauben können. Mit der Verfolgungssiegerin Darya Domratcheva, der Norwegerin Tora Berger, Olga Zaitseva aus Russland und der Schwedin Helena Ekholm sind die Rivalinnen um die Medaillen hochkarätig.

Henkel und Bachmann optimistisch 

Auch im deutschen Lager ist die Konkurrenz für Neuner groß. Andrea Henkel, letzte deutsche Weltmeisterin im Klassiker, und die WM-Zweite von 2011, Tina Bachmann, rechnen sich ebenfalls Chancen aus. "Ich möchte unbedingt noch eine Einzelmedaille", sagte Henkel.

Beide sind vor dem Rennen optimistisch. "Ich bin mit einem super Ergebnis mit viermal null vom Schießstand gegangen. Dieses Gefühl versuche ich mit in den Wettkampf zu nehmen", sagte Bachmann. Andrea Henkel gewann 2002 bei Olympia in Salt Lake City und 2005 bei der WM in Hochfilzen Gold über die 15 Kilometer. "Das zeigt doch, dass ich es kann."

Auch Gerald Hönig sieht die Chancen der deutschen Damen ebenfalls gut: "Zwei Medaillen sind eigentlich fast in jedem Rennen, wo die deutsche Mannschaft rangeht, möglich."

Fans strömen schon zum Training 

Die Fans strömten bereits früh morgens in die Ruhpoldinger ChiemgauArena, um die Skijägerinnen beim Training zu beobachten. "Ein Wintermärchen geht zu Ende - ein Stern geht, die Erinnerung bleibt", stand auf einem Plakat. "Danke für alles Lena". Auch die drei anderen Einzelstarterinnen Andrea Henkel, Tina Bachmann und Miriam Gössner wurden angefeuert.

Gerührt von der Unterstützung der Fans auf ihrer Abschiedstournee gewährte Magdalena Neuner in "Blickpunkt Sport" Einblicke in ihr Innenleben: "Dieses Lächeln war nicht immer da. Gerade die Menschen, die mir näher stehen, die wissen, dass es viele Stunden gab, in denen die Tränen geflossen sind. Aber das kriegt man nach Außen hin immer nicht so mit. Viele kennen nur die lachende Magdalena, aber es gibt natürlich eine andere Seite. Wobei ich sagen muss, mittlerweile überwiegt die lachende Seite. Definitiv." Bleibt zu hoffen, dass Neuner und die anderen Deutschen auch nach dem Rennen noch jede Menge Grund zu lachen haben.

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