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Wintersport: Neuners starker Saisonauftakt in Östersund

Magdalena Neuner war in der Saisonvorbereitung eigene Wege gegangen. Ihr individuelles Trainingslager zahlte sich aus. In Östersund glückte der Deutschen der beste Saisonstart ihrer bisherigen Karriere.

Ein Sieg und zwei dritte Plätze – die Bilanz von Magdalena Neuner in Östersund liest sich gut. Besser war die Deutsche in ihrer ganzen Karriere noch nicht in eine Saison gestartet. Ihre Ausbeute hätte aber sogar noch besser sein können. Einen möglichen Sieg im Verfolger vergab sie am Schießstand.

Gleich vier Mal ging es für Neuner in die Strafrunde und so musste sie sich am Ende hinter Kaisa Mäkäräinen (zwei Fahrkarten) und Siegerin Tora Berger, die sich nur einen Fehlschuss leistete, mit Platz drei begnügen. Trotzdem zog sie ein positives Fazit des Weltcup-Starts.

"Das war schon mal ein toller Einstand. Es ist besser gelaufen, als ich eigentlich erwartet habe", erklärte Neuner, die nach ihrem Sieg im Sprint und den beiden dritten Plätzen im Einzel und der Verfolgung als Weltcup-Spitzenreiterin ins nächste Rennen gehen wird.

Lohn der individuellen Vorbereitung

Neuners tolle Form ist die Bestätigung für ihre in diesem Jahr in Eigenregie gestaltete Saisonvorbereitung. Sie hatte die Dunkelheit und das schlechte Wetter im traditionellen Munio-Trainingslager der deutschen Skijäger in Finnland vermieden und war im November daheimgeblieben.

Wohlwissend, dass sich außer ihr niemand im deutschen Lager diesen Luxus leisten kann. Nachdem sie in den letzten Jahren zweimal in Östersund krankheitsbedingt hatte passen müssen, ging ihr Plan auf. "Die Ergebnisse zeigen mir, dass ich was richtig gemacht habe und das gibt mir auch eine gewisse Sicherheit", sagte Neuner.

Von Sprint-Rang 27 auf Platz sechs in der Verfolgung kämpfte sich Tina Bachmann. Andrea Henkel fiel dagegen von acht auf zehn zurück. "Das macht Lust auf mehr. Mit dem Auftakt sind wir sehr zufrieden", zog Bundestrainer ein positives Fazit.

Deutsche Herren haben noch Luft nach oben

Ordentlich, aber durchaus ausbaufähig starteten dagegen die Männer in die Saison. Andreas Birnbacher war beim Verfolgungssieg des Franzosen Martin Fourcade - vor Emil Hegle Svendsen und Jaroslav Soukup - als Sechster bester Deutscher und wiederholte damit sein Ergebnis aus dem Sprint. "Ich bin sehr zufrieden", resümierte er.

Damit sorgte der am Sonntag um 24 Plätze verbesserte Simon Schempp (11.) als Dritter im Auftakt-Einzel für den einzigen Podestplatz der Männer. "Die Form ist stabil, ich hoffe, dass es so weitergeht", sagte der 24-Jährige. Er hatte nach gesundheitlichen Problemen die vergangene Saison abgebrochen.

Der in der Saisonvorbereitung durch eine Sprunggelenksoperation zurückgeworfene Michael Greis wurde im Abschlussrennen guter Zehnter, kann mit der Weltspitze aber noch nicht mithalten. "Trotzdem bin ich mit dem, was ich jetzt gebracht habe, zufrieden und ich hoffe, dass es in die richtige Richtung geht", sagte der dreimalige Olympiasieger. Auch bei Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (22.) läuft der Motor noch nicht auf Hochtouren.

sportal.de / sportal

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