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WINTERSPORT: Raab bei Olympia

Nach seinem Engagement im Boxen will Stefan Raab dem Sport treu bleiben. Er plant bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City im Langlauf zu starten.

Box-Weltmeisterin Regina Halmich hat ihm bei seinem ersten Ausflug in die Welt der Athleten die Nase gebrochen. Das aber scheint Stefan Raab nicht gereicht zu haben. Nach seinem Engagement im Faustkampf will der Komiker dem Sport treu bleiben und bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City an den Start gehen.

In Deutschland ist das allerdings nicht so ohne weiteres möglich. Deshalb hat sich der kreative Kölner kurzerhand in Moldawien einbürgern lassen.

Das 1991 gegründete Land schickt nur 6 Teilnehmer nach Amerika. Der Moderator hat so die Möglichkeit als einziger Skilangläufer dieses Staates, die Menschheit mit seinem Können zu erfreuen.

Sportförderung für Moldawien

»Wir haben Herrn Raab im Langlauf für unser Land angemeldet«, zitierte die »Bild«-Zeitung Moldawiens NOK-Sprecherin Valentina Roslakov. Raab-Vertreterin Kerstin Daniel bestätigte diese Angaben. »Er versucht sich zu qualifizieren, um an den Olympischen Spielen teilzunehmen«, ließ sie verlauten.

Als Gegenleistung für die Möglichkeit zur Teilnahme will der Comedystar gemeinsam mit Sponsoren die moldawische Sportförderung unterstützen. Die hat diese Zuwendung sicherlich nötig. Die Republik zählt zu den ärmsten Regionen in Europa.

Teilnahme noch nicht sicher

Dass Raab im Februar nächsten Jahres wirklich beim größten Wintersportereignis der Welt mitmischt, ist allerdings noch nicht unter Dach und Fach. »Möglicherweise könnte der PR-Gag an den sportlichen Mindestbedingungen scheitern«, erklärte der Sprecher des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in Deutschland, Stefan Volknant.

Mindestpunktzahl erforderlich

Die Bewerber müssen eine vom Internationale Olympische Komitee (IOC) festgelegte Mindestpunktzahl erlangen. Die reduziert sich zwar im Fall von Moldawien - da sich in der Disziplin nur ein »Sportler« anmeldet - ist aber nach Volknant »nicht ohne«. Außerdem würde von dem Athleten verlangt, dass er bereits an fünf vom Internationalen Skiverband (FIS) genehmigten Wettbewerben teilgenommen hätte.

»Wir halten es für einen Spaß«, urteilte Volknant über Raabs Absicht. »Derartige Exoten zwischen den Teilnehmern haben schon immer zur Erheiterung bei den Wettbewerben beigetragen.«

Christian Meyer

Wissenscommunity