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Wintersport: Rebensburg gewinnt Riesenslalom, Höfl-Riesch scheidet aus

Nach Platz zwei beim Auftakt in Sölden hat Viktoria Rebensburg den zweiten Riesenslalom der Saison in Aspen gewonnen. Sie schob sich im zweiten Lauf vom fünften Platz an die Spitze. Stark präsentierte sich Andreas Sander: Platz 16 beim Abfahrts-Erfolg von Didier Cuche.

Viktoria Rebensburg hat den deutschen Alpinen den ersten Sieg in diesem Winter beschert. Nachdem sie sich vor fünf Wochen beim Saisonstart in Sölden noch um 4/100 Sekunden geschlagen geben musste, landete sie im amerikanischen Aspen den vierten Weltcup-Erfolg ihrer Karriere.

Die 22-Jährige verwies mit 0,33 Sekunden Vorsprung die Österreicherin Elisabeth Görgl auf den zweiten Rang. Die Amerikanerin Julia Mancuso belegte im zweiten Saison-Rennen den dritten Platz. Enttäuschend verlief der Tag dagegen für Maria Höfl-Riesch: Die Gesamtweltcupsiegerin schied aus.

"Der erste Lauf war nicht gut, ich hatte einen großen Fehler im oberen Teil", schilderte Rebensburg, die im Finale gewohnt nervenstark von Rang fünf auf eins vorfuhr. "Ich bin sehr glücklich. Das konnte ich nach meinem ersten Lauf nicht erwarten. Momentan passt bei mir einfach alles super zusammen."

Rebensburg jubelte, dagegen stützte sich Maria Höfl-Riesch enttäuscht auf ihre Skistöcke. Nach Rang zwölf im ersten Durchgang kam für die 27-Jährige zwei Tage nach ihrem Geburtstag das vorzeitige Aus. Lena Dürr verbuchte als Achte ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Keine Punkte gab es für Veronika Staber, Veronique Hronek, Barbara Wirth und Simona Hösl.

Sander überrascht in der Abfahrt

In Kanada freute sich Andreas Sander bei der Abfahrt von Lake Louise über das stärkste Resultat seiner Weltcup-Karriere. Der Junioren-Weltmeister von 2008 erreichte beim Sieg des Schweizers Didier Cuche den 16. Rang. Es war die beste Abfahrtsplatzierung eines Deutschen in Lake Louise seit 2006, als Stephan Keppler Achter wurde. "Ich kann es noch gar nicht richtig glauben", sagte der 22 Jahre alte Sander, "ich bin überglücklich."

Diesmal verfehlte Keppler als 35. ebenso die anvisierten Punkte wie Tobias Stechert als 32. Sander war erst zweimal - als 28. und 30. - in die Punkte gefahren. Cuche holte sich seinen 18. Weltcup-Erfolg vor seinem Landsmann Beat Feuz und dem Österreicher Hannes Reichelt. "Die Saison ist noch lang", sagte der Schweizer, als er auf die Disziplin-Wertung in der Abfahrt angesprochen wurde. 

Diese kleine Kristallkugel konnte der 37-Jährige bereits viermal gewinnen - und der Auftakt ließ den Routinier lächeln. Dass es nach den missglückten Trainingsfahrten zum Sieg reichte, überraschte ihn selbst. "Ich konnte es selbst nicht glauben, als ich ins Ziel gekommen bin", sagte Cuche.

sportal.de / sportal

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