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Wintersport: Slalom - Neureuther in Alta Badia auf dem Podest

Im Ziel küsste er sein Knie, denn noch vor Wochen war für Felix Neureuther nicht klar, wann er auf die Piste zurückkehren kann. Nun belohnte er sich beim Slalom in Alta Badia mit Platz drei für den Behandlungsmarathon der letzten Wochen.

Felix Neureuther hat den Aufwärtstrend der deutschen Ski-Herren bestätigt und mit Platz drei im Slalom das nächste Top-Resultat der noch jungen Saison eingefahren. In Alta Badia zeigte Neureuther zwei konstant gute Läufe und musste sich nur Sieger Marcel Hirscher und Giuliano Razzoli geschlagen geben.

Und auch Fritz Dopfer konnte seine gute Form ein weiteres Mal unter Beweis stellen, mit Platz 14 fuhr Dopfer das beste Slalom-Ergebnis seiner Karriere ein. Nach Jahren der Tristesse sorgen die deutschen Herren somit weiter für Furore, Dopfer hatte am Tag zuvor mit Platz sieben auch im Riesenslalom geglänzt, bereits am Freitag landete Stephan Keppler im Super-G in Gröden auf Rang sechs.

Auf Ergebnis gefahren

Neureuther sammelte rechtzeitig vor dem Slalom-Monat Januar Selbstvertrauen, fünf Rennen stehen in seiner Spezialdisziplin im neuen Jahr an. Zum Saisonauftakt in Sölden hatte Neureuther über Schmerzen im Knie geklagt, die anschließende Untersuchung ergab einen Knorpelschaden samt Ödem im rechten Knie – für viele Sportler bedeutet dies eine monatelange Pause.

Doch Neureuther kämpfte und ließ sich fast rund um die Uhr behandeln, mit einer so schnellen Belohnung rechnete er aber selbst kaum. Nach dem ersten Lauf lag der Slalom-Spezialist noch auf dem vierten Rang, nach ein paar Unsicherheiten im unteren Streckenabschnitt wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Der junge Neureuther wäre dann im zweiten Durchgang wohl volles Risiko gegangen, wofür er sehr häufig dann nicht belohnt wurde. Doch mit seinen 27 Jahren ist Neureuther wesentlich erfahrener geworden, er rettete seinen knappen Vorsprung ins Ziel und rückte sogar noch einen Platz nach vorne, denn Ivica Kostelic erwischte einen schwachen zweiten Lauf und reihte sich letztlich auf dem fünften Rang ein.

Davon unbeeindruckt fuhr der nach dem ersten Durchgang führende Hirscher erneut ganz stark. Einmal hebelte es den Österreicher zwar kurz aus und so konnte Razzoli kurzzeitig vom Heimsieg in Alta Badia träumen, doch Hirscher fing sich wieder ganz schnell kam mit einem Vorsprung von 0,56 Sekunden ins Ziel. Hirscher fährt damit auch als Favorit in die Heimat, in Flachau steigt am Mittwoch ein Nachtslalom.

sportal.de / sportal

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