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Wintersport: Tour de Ski - Zeller stark, Angerer ordentlich

Die deutschen Damen haben die Serie der guten Ergebnisse bei der Tour de Ski fortgesetzt, für Katrin Zeller ist inzwischen sogar ein Platz unter den Top-Fünf in der Gesamtwertung keine Utopie mehr. Bei den Herren wurde Tobias Angerer immerhin Achter, der angekündigte Angriff blieb aber aus.

Ein einstelliges Ergebnis war das Ziel von Katrin Zeller bei der Tour de Ski. Nun hat sie sogar eine Top Fünf-Platzierung im Visier. Mit Rang sechs auf der achten Etappe in Val di Fiemme rückte die 33-Jährige auf Rang sieben nach vorn.

Den Tour-Sieg machen Justyna Kowalczyk und Marit Björgen unter sich aus. Die Polin übernahm mit ihrem vierten Etappensieg wieder die Führung und hat 11,5 Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin.

"Es läuft einfach. Ich kann mich zwischen den Etappen gut erholen und auch ein so hohes Tempo wie heute mitgehen. Die Tour de Ski liegt mir einfach", sagte Zeller. Sie musste im Rennen auf die Hilfe ihrer Teamkollegin Steffi Böhler verzichten, die wegen einer Erkrankung nicht mehr antreten konnte. Dafür absolvierte Zeller die Rennstrecke mit den Ski der Schwarzwälderin.

Herren ordentlich, aber nicht zufrieden 

Nichts wurde es dagegen mit dem angekündigten Angriff der deutschen Langlauf-Männer. Im 23-km-Rennen schafften Tobias Angerer (8.), Tim Tscharnke (10.) und Jens Filbrich (13.) zwar erneut respektable Resultate, doch hatten alle drei von sich mehr erwartet.

Im Gesamtklassement rückten Filbrich und Angerer auf die Plätze zehn und elf nach vorn. Der Schweizer Dario Cologna steht derweil vor seinem dritten Gesamtsieg. Er wurde hinter dem Norweger Eldar Rönning und Alex Harvey (Kanada) Dritter und hat vor dem Schlussanstieg zur Alpe Cermis 1:22,0 Minuten Vorsprung auf den Norweger Petter Northug.

Pause hat Angerer nicht gut getan 

"Der Ruhetag hat mir erneut nicht gutgetan, das war wie am Montag", sagte Angerer etwas enttäuscht. Gemeinsam mit Filbrich wollte er bei den Zwischensprints am Berg viele Bonussekunden sammeln, doch dazu fehlte die Spritzigkeit. "Die Beine waren schwer, ich bin aus dem Tour-Rhythmus gekommen", sagte Angerer.

Ohne Ruhetag sei es ihm besser ergangen. Auch Filbrich klagte, dass er das hohe Tempo nicht mitgehen konnte. "Wir haben uns dann darauf konzentriert, den Anschluss zur Spitze nicht zu verlieren. Das ist gelungen und jetzt haben wir die Top-10 direkt vor Augen", erklärte Filbrich.

Finaler Anstieg flößt Respekt ein 

Mit Blick auf den Final Climb am Sonntag sprechen alle Deutschen von einer gehörigen Portion Respekt. "Ich war jetzt drei Jahre nicht oben, aber da alle Verwandten, Freunde und Fans da sind, freue ich mich drauf. Zum Glück kann ich auf den ersten Kilometern mit 'Fibs' gemeinsam laufen, das hilft Kräfte sparen", betonte Angerer, der 2006/07 die Premiere der Tour de Ski gewonnen hatte.

Völlig unbeschwert geht Youngster Tim Tscharnke in die Schlussetappe, die er zum ersten Mal in Angriff nimmt. "Ich bin leicht, wohne in einem Bergdorf und muss da täglich rauf. Am Berg hält mich keiner", sagte er und will das als Kampfansage verstanden wissen. "Platz 18 in der Gesamtwertung soll noch nicht das letzte Wort sein", bemerkte Tscharnke.

sportal.de / sportal

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