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WM-Fight Klitschko vs. Haye: Geköpfte Klitschkos auf dem Shirt

Es ist der Boxkampf des Jahres - nicht nur wegen des ungewöhnlichen Austragungsortes: In der Gelsenkirchener Veltins-Arena wird Weltmeister Vladimir Klitschko im Juni gegen den Engländer David Haye um die Krone im Schwergewichtsboxen kämpfen. Der Herausforderer gab sich beim ersten Treffen äußerst geschmacklos.

Der Herausforderer sagt dem Titelinhaber einen heißen Fight voraus. Wenn am 20. Juni in der Gelsenkirchener Arena des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 der Engländer David Haye und der Ukrainer Wladimir Klitschko in den Ring steigen, soll die Welt des Profi-Boxens nach Hayes Vorstellungen aus den Fugen geraten. "Nach dem Kampf wird er seine Karriere beenden, denn ich werde ihn vernichtend schlagen. Ich werde Vitali dazu nötigen, das Handtuch zu werfen und seinen Bruder aus dem Ring zu ziehen", sagte Haye am Donnerstag bei der offiziellen Pressekonferenz zur Schwergewichts-Weltmeisterschaft mit markigen Worten.

"Das ist der Kampf, den man in der ganzen Welt sehen will. Ich habe Wladimir ein Dutzend Mal beobachtet und bin nicht beeindruckt. Die Kämpfe, die er in den letzten Jahren gewonnen hat, waren jenseits von Gut und Böse", ergänzte Haye. Klitschkos Gegner seien müde gewesen und hätten den Zenit ihrer Karrieren überschritten. "Ich komme hierher, um die Welt zu schocken, denn ich bin die Zukunft des Schwergewicht-Boxens", tönte der Engländer, der den Klitschko-Brüdern martialisch "den Krieg" erklärte.

Knockout auf Schalke

Und um seine vollmundigen Aussagen zu unterstreichen, präsentierte sich "The Hayemaker" (Heudrescher) mit einem Fotodruck auf einem schwarzen T-Shirt, das ihn im Ring mit den Köpfen der Klitschko-Brüder in den Händen zeigt. Dreifach-Weltmeister Wladimir Klitschko ließ sich von der Provokation des 28-jährigen Londoners, der bisher erst zwei Kämpfe im Schwergewicht erfolgreich absolviert hatte, nicht beeindrucken.

"Er bläst nur heiße Luft", sagte Klitschko. "Doch wie mein Gegner das macht, ist außergewöhnlich frech. Er ist ein junger Mann, der seine Emotionen noch nicht im Griff hat. Ich werde ihm eine Lehre geben, wie er seine Emotionen zügeln kann, und zwar am 20. Juni im Ring", entgegnete der Ukrainer. "Der Abend heißt 'Knockout of Schalke', und so wird es auch sein. Ich hatte eigentlich vor, ihn schon in der ersten Runde auszuschalten, aber ich mache es lieber erst in der zwölften, damit ich diesen Prozess lange genießen kann", ergänzte Klitschko.

Erwartet werden rund 60.000 Besucher. "Ich habe noch nie in einem Stadion und noch nie vor 60.000 Zuschauern gekämpft und freue mich wahnsinnig auf diesen Event", sagte Klitschko. "Wir sind stolz darauf, mit diesem Boxkampf eine Veranstaltung in der Arena zu haben, die alle bisherigen sprengt", sagte Schalke-Vereinschef Josef Schnusenberg.

DPA/kbe

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