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+++ Spenden-Ticker +++ Nach verheerender Explosion: Klinik in Beirut erhält 50.000 Euro

Verwüstete Gebäude in der Nähe des Hafens von Beirut, wo sich am 4. August eine schwere Explosion ereignete
Verwüstete Gebäude in der Nähe des Hafens von Beirut, wo sich am 4. August eine schwere Explosion ereignete
© Marwan Naamani / DPA
stern-Leser ermöglichen Favela-Bewohnerinnen Bau einer Zufluchtstätte +++ Nach Bericht über Fall Inga: Initiative Vermisste Kinder erhält 5000 Euro +++ Leser spenden 12.000 Euro für Obdachlose +++ Neues von der Stiftung stern im Spenden-Ticker.

Hilfe gegen Hunger, Hoffnung für bedürftige Kinder, Stipendien für eine bessere Zukunft: Die Stiftung stern unterstützt zahlreiche karitative Initiativen im In- und Ausland. In unserem Spenden-Ticker halten wir Sie darüber auf dem Laufenden, wo die Not in diesem Jahr besonders groß ist, wie die Stiftung sich engagiert und wie Sie mit Ihrem Geld dabei helfen können.

+++ 18. November: Nach verheerender Explosion: Klinik in Beirut erhält 50.000 Euro +++

Endlich gute Nachrichten aus Beirut. Mit dem Geld der stern-Leser, die nach unserer Berichterstattung über die Explosion am Hafen der libanesischen Hauptstadt gespendet haben, konnte dem Khoury-Krankenhaus geholfen werden. Die insgesamt 50.000 Euro, die die Stiftung stern an die Hilfsorganisation Orienthelfer e.V. weitergeleitet hat, flossen in die Behebung von Schäden, die durch die gewaltige Detonation in Beirut entstanden waren, und wurden außerdem in die Beschaffung wichtiger Medikamente investiert.

Die Klinik war bereits vor der Explosion durch die Corona-Pandemie und die anhaltende Krise im Libanon in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Land leidet schon seit Monaten unter einer der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Das Corona-Virus und die Explosion haben die Lage weiter verschärft. Vielen Krankenhäusern droht ein Kollaps.

Durch die Explosion von rund 2750 Tonnen ungesichertem Ammoniumnitrat am 4. August waren mehr als 200 Menschen getötet worden, mindestens 6500 weitere wurden verletzt. Zudem hatte die Katastrophe massive Zerstörungen in der libanesischen Hauptstadt angerichtet, rund 300.000 Menschen wurden obdachlos.

+++ 25. September: stern-Leser ermöglichen Favela-Bewohnerinnen Bau einer Zufluchtstätte +++

Nur noch die Fenster fehlen, dann ist das "Haus der Frauen" in der Favela Menino Chorão am Rande der Stadt Campinas im brasilianischen Bundesstaat São Paulo fertig. Es handelt sich um eine Zuflucht für Frauen und ein Begegnungszentrum für das ganze Armenviertel, eines der ärmsten des südamerikanischen Landes.

stern-Leserinnen und -Leser haben den Bau des Hauses mit ihren Spenden ermöglicht. 21.000 Euro waren zusammengekommen, nachdem die Reportage "Die Unbeugsamen" über den erfolgreichen Kampf der Frauen gegen häusliche Gewalt zusammen mit einem Hilferuf der Stiftung stern im November vergangenen Jahres erschienen war.

Maria do Carmo Pereira de Sousa leitet die Organisation Oficina Cultural da Mulher da Comunidade Menino Chorão, die Frauenvereinigung in Menino Chorão und das dazugehörige "Haus der Frauen". Und sie gibt sich nicht zufrieden mit dem, was sie erreicht hat.

Die kleine, kräftige Frau mit einem lauten, herzlichen Lachen und trockenem Humor, die von allen nur Dona Carmen genannt wird, will die Begegnungsstätte um landwirtschaftliche Flächen erweitern. Außerdem möchte sie dort einen Ausbildungsbetrieb für arbeitslose Frauen einrichten. Dafür ist sie auf weitere Spenden angewiesen. "Wir sind weit gekommen", sagt Dona Carmen. "In unserer Favela sind Frauen jetzt sicher vor Gewalt."

+++ 23. Juli: stern-Leser spenden 12.000 Euro für Obdachlose in der Coronakrise +++

Kein Zuhause, um sich vor dem Virus zu schützen, und keine Passanten, die Geld in den Pappbecher warfen: Obdachlose wurden von der Hochphase der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen.

Der Verein "Strassenblues", der seit 2016 Menschen ohne Wohnung in Hamburg unterstützt, wollte den Notleidenden helfen. Er sammelte Spenden und gab sie in Form von Bargeld und Gutscheinen an Obdachlose weiter, verteilte die "Straßensuppe" des TV-Kochs Tarik Rose – und sucht jetzt langfristige Lösungen für das Problem Obdachlosigkeit. Nach einem Spendenaufruf im Heft Nr. 15/2020 unterstützten stern-Leser die Arbeit des deutschen Vereins mit bisher 12.000 Euro.

+++ 24. Juni: In der Coronakrise werden die schwächsten US-Bürger weiter alleingelassen +++

Die Not von Millionen US-Bürgern, die angesichts der unter der Coronakrise ächzenden Wirtschaft im "schlanken Staat" USA von Armut und Obdachlosigkeit betroffen sind, war vor einigen Wochen Titelthema im stern Nr. 20. Und noch immer stehen die Menschen Schlange vor Suppenküchen wie dem Daily Bread in Downtown Orlando. Wie anderswo in den USA ist auch in Florida die soziale Not durch die Corona-Pandemie gewachsen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg in der vergangenen Woche US-weit noch einmal um 1,5 Millionen. Insgesamt haben seit Beginn der Krise 45,7 Millionen Amerikaner ihre Arbeit verloren.

In Florida werden zwar einige der Freizeitparks in diesem Jahr wieder aufmachen, und auch die Basketballprofiliga NBA plant, ihre Spiele gebündelt in Disney World in Orlando auszutragen, doch viele Jobs sind dauerhaft weg – auch die der im stern beschriebenen Familien. In der Suppenküche erhalten sie wenigstens eine Mahlzeit am Tag und darüber hinaus Masken und Desinfektionsmittel. Die Stiftung stern unterstützt die Hilfe für die Opfer der Coronakrise.

+++ 3. Juni: Hilfsprojekt für Straßenkinder aus Delhi wegen Coronakrise in Not +++

Der Schneider Kuku Arora und seine Frau Priti aus der indischen Millionenstadt Delhi haben vor einigen Jahren begonnen, sich um Straßenkinder aus ihrer Nachbarschaft zu kümmern. Mittlerweile versorgt das von ihnen gegründete "Sunshine Project" Hunderte Kinder mit Essen, ermöglichen ihnen den Schulbesuch, stattet sie mit Lernmaterialien aus und stellt ihnen Räume zur Verfügung, in denen sie unter Betreuung Hausaufgaben machen können. Viele der Kinder schaffen so ihr Abitur, manche sogar den Besuch einer Universität.stern-Leser haben mit ihren Spenden wichtige Unterstützung für die Initiative der Aroras geleistet. Doch seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Arbeit für das Projekt sehr schwer geworden: Die Menschen in Delhi müssen in ihren überfüllten Armenvierteln bleiben, sie werden von der Polizei mit Schlagstöcken zurückgeprügelt. Das Essen für die Kinder und ihre Familien ist kaum aufzutreiben, denn Großeinkäufe sind verboten und die Nahrungsmittelpreise stark gestiegen. Priti und Kuku Arora laufen täglich die Geschäfte ab, um genügend Lebensmittel aufzutreiben.

+++ 6. Mai: Gewalt in der Coronakrise: UN-Expertin bangt um Millionen Kinder +++

Millionen Kinder sind während der Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise von Gewalt und Ausbeutung bedroht. "Der Schaden wird für Millionen Kinder verheerend sein, wenn wir Kinderschutzdienste für die Früherkennung und Vorbeugung zu langsam mobilisieren", warnt die UN-Sonderberichterstatterin für den Handel und die sexuelle Ausbeutung von Kindern, Mama Fatima Singhateh, in Genf. Es hätten schon vor der Corona-Pandemie zwischen 42 und 66 Millionen Minderjährige in prekären Situationen gelebt.

Ein Mädchen schaut aus einem Fenster einer staatlichen Schule in der indischen Hauptstadt Neu Delhi.
Ein Mädchen schaut aus einem Fenster einer staatlichen Schule in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Während der Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise seien Millionen Kinder von Gewalt und Ausbeutung bedroht, warnen die UN.
© Manish Swarup / DPA

Singhateh verlangt eine umfassende Untersuchung zur Lage der Bedürftigsten, darunter minderjährige Flüchtlinge, Vertriebene, Obdachlose, Migrantinnen und Migranten, Slumbewohner, Behinderte sowie Straßen- und Heimkinder. Die Anwältin aus Gambia berichtet von neuen Formen der sexuellen Gewalt in Zeiten, in denen wegen der Coronavirus-Pandemie die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Kinder würden wie Ware in einem Vorbeifahr-Imbiss oder wie bei einer Hauslieferung missbraucht. Einzelheiten, wo nach ihren Informationen solche Dienste existieren, nannte sie nicht. Auch sei der Zugriff auf illegale Pornoseiten im Internet, die Gewalt an Kindern zeigen, gestiegen.

Das Therapiezentrum "Ankerland" betreut in Hamburg schwer traumatisierte Kinder und braucht dafür dringend Spenden. Die Stiftung stern unterstützt "Ankerland" und leitet Ihre Hilfe gern weiter. IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01 BIC DEUTDEHH – Stichwort: "Ankerland", oder online auf www.stiftungstern.de.

+++ 30. April: Drei Frauen in Rio helfen den Ärmsten - und brauchen wegen Corona dringend zusätzliche Spenden +++

In der Reportage "Das vergessene Brasilien: Wie drei arme Frauen in Rio den noch Ärmeren helfen" hat der stern beschrieben, wie drei engagierte Frauen in den Vorstädten von Rio de Janeiro die Ärmsten der Armen unterstützen. Ihr Projekt nennt sich: "Ser Poderosa é Ser Solidária" – was übersetzt bedeutet: Mächtig zu sein heißt, solidarisch zu sein – und leistet eine Form von Hilfe, die jetzt in Zeiten von Corona noch wichtiger geworden ist.

Die drei Schwestern bringen Lebensmittel zu Tagelöhnern, die all ihre Einnahmen verloren haben. Sie retten Frauen aus der Hölle häuslicher Gewalt, die in der brasilianischen Millionenmetropole um 50 Prozent gestiegen ist. Sie erledigen für Analphabetinnen den Papierkram. Und während Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus als "kleine Grippe“ verharmlost, müssen die drei Frauen immer mehr medizinische Hilfe für Covid-19-Kranke in Favelas vermitteln.

Die Stiftung stern unterstützt das Projekt und leitet Ihre Hilfe weiter. Bitte spenden Sie an: IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01 BIC DEUTDEHH – Stichwort "Ser Poderosa é Ser Solidária"; www.stiftungstern.de

+++ 16. April: stern-Leser helfen Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution in Buenos Aires +++

Das Grundstück ist gefunden, das Haus wird gerade renoviert, schon bald können Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution in das Gebäude am Stadtrand von Buenos Aires einziehen. Die Mädchen und Frauen sollen hier psychologische Betreuung finden – und Schutz vor der Mafia.

Ermöglicht wurde der Bau auch von stern-Lesern, die in der Reportage "Freiwild“ vom Schicksal junger Frauen in den Armenvierteln von Buenos Aires lasen – und großzügig spendeten. 20.000 Euro konnten bereits weitergereicht werden. Die Stiftung stern unterstützt und begleitet das Projekt weiterhin.

Bitte spenden Sie an : IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01, BIC DEUTDEHH Stichwort "Menschenhandel"

+++ 6. Februar: Hilferufe nach stern-Bericht über Behandlung traumatiserter Kinder +++

Nachdem Traumatherapeut Andreas Krüger im stern geschildert hatte, wie er Kinder behandelt, die vernachlässigt, geprügelt oder missbraucht wurden, riefen Hilfesuchende aus ganz Deutschland in seinem Therapiezentrum Ankerland in Hamburg an. Denn es gibt viel zu wenig Experten wie ihn. Dabei sind sie bitter nötig: Misshandelte Kinder werden häufig zu Tätern – und erkranken als Erwachsene oft schwer.

"Wir können nicht früh genug helfen", sagt Krüger. Doch Ankerland kämpft finanziell ständig ums Überleben. Die Stiftung stern unterstützt Ankerland mit Ihren Spenden.

Die Stiftung stern leitet Ihre Spenden an Ankerland weiter: IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01, BIC DEUTDEHH – Stichwort „Ankerland“

+++ 8. Januar: Hilfsorganisationen warnen vor Eskalation am Golf und in Nahost +++

Angesichts der jüngsten Konfrontation zwischen den USA und dem Iran warnen Hilfsorganisationen vor einer weiteren Eskalation des Konflikts in der Region. "Jede Verschärfung oder ein neuer militärischer Konflikt wäre eine Tragödie", sagte Rudi Tarneden, Sprecher von Unicef Deutschland. Allein im Irak gebe es ohnehin rund vier Millionen Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen seien, davon rund die Hälfte Kinder und Jugendliche.

Die Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC) wies darauf hin, dass in der Region auch 24 Millionen Jemeniten und zwölf Millionen Syrer lebten, die unter Kriegsfolgen litten. Eine zusätzliche Konfrontation zwischen internationalen Mächten und Regionalmächten würde für die "zum Reißen gespannten Rettungsleinen" das Ende bedeuten, erklärte NRC-Chef Jan Egeland. In den besetzten Palästinensergebieten gebe es zwei Millionen Hilfsbedürftige, im Iran allein drei Millionen hilfsbedürftige Afghanistan-Flüchtlinge.

+++ 2. Januar: Straßenkinder aus Delhi bedanken sich mit Weihnachtsgruß bei stern-Lesern +++

Rund 270 Straßenkinder hat der Schneider Kuku Arora aus der indischen Millionenstadt Delhi zusammen mit seiner Frau Priti unter die Fittiche genommen. Er meldet sie bei staatlichen Schulen an und versorgt sie mit Lernmaterial, Essen und Räumen, um Hausaufgaben zu machen. Viele der Kinder schaffen so ihr Abitur, manche können sogar studieren.

Mit dieser Weihnachtskarte haben sich Schüler des Project Sunshine für die Spenden der stern-Leser bedankt
Mit dieser Weihnachtskarte haben sich Schüler des Project Sunshine für die Spenden der stern-Leser bedankt
© stern

Nach einem Bericht des stern über das von Arora ins Leben gerufene "Sunshine Project" spendeten stern-Leser der Hilfsinitiative einen fünfstelligen Betrag. Mit dem Geld konnten dringend benötigte Sanitäranlagen gebaut werden, um noch mehr Kinder von der Straße zu holen. Kurz vor Weihnachten bedankten sich rund 200 der Schülerinnen und Schüler mit einer selbst gestalteten Karte beim stern und bei seinen Lesern. "Wir alle vom Projekt Sunshine möchten Ihnen sehr für Ihre Unterstützung danken und wünschen Ihnen ein sehr glückliches neues Jahr und gesegnete Weihnachten", heißt es auf dem Gruß aus Delhi.

Die Stiftung stern unterstützt das "Sunshine Project" in Delhi. Bitte spenden Sie an: IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01 – BIC DEUTDEHH – Stichwort "Sunshine Project"; www.stiftungstern.de

+++ 2. Januar: Südsudanesen glauben laut Welthungerhilfe-Chef nicht an "sichere Zukunft" +++

Ohne langfristigen Frieden im Südsudan haben die Menschen in dem Krisenland der Welthungerhilfe zufolge kaum Chancen auf ein Leben unabhängig von humanitärer Hilfe. "Der Bürgerkrieg hat die Menschen in die Abhängigkeit getrieben", sagte Mathias Mogge, der Generalsekretär der Welthungerhilfe, der Deutschen Presse-Agentur. Die Lage sei extrem instabil und die Menschen hätten so viel Flucht und Vertreibung erlebt, dass sie "nicht mehr an eine sichere Zukunft" glaubten. Zudem sei der Staat so abwesend wie in "kaum einem anderen Land". Die NGOs übernehmen demnach oft Aufgaben des Staates. "Wenn Hilfe kommt, kommt diese von der internationalen Gemeinschaft, nicht vom Staat." 

Der Südsudan erlangte 2011 als jüngster Staat der Welt die Unabhängigkeit vom Sudan. Doch nur zwei Jahre später brach ein neuer Konflikt zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Ex-Vize Riek Machar aus, der bislang Zehntausende Todesopfer gefordert und ein Drittel der Bevölkerung - rund vier Millionen Menschen - in die Flucht getrieben hat. Die Widersacher unterschrieben 2018 ein Abkommen und verpflichteten sich zur Bildung einer Einheitsregierung, die Frist dafür wurde aber bereits mehrmals verschoben, zuletzt bis Februar.

mad

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