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Folgen der Coronakrise Künstler und Kleinunternehmer appellieren an die Politik: Wir brauchen Hilfe!





Debbie Smith: Mein Name ist Debbie Smith. Ich bin freischaffende Künstlerin aus Hamburg. Ich verdiene mein Geld hauptsächlich durch Konzerte, Einnahmen und alle Konzerte, die jetzt anstanden. In nächster Zeit wurden mir komplett abgesagt. Da ich im letzten Jahr eine CD veröffentlicht habe, standen auch einige Promo-Gigs an. Und das ist vor allem emotional nicht so einfach zu wuppen. Ich bin trotz allem guter Dinge. Ich vertraue jetzt einfach darauf, dass von der Politik etwas kommen wird, dass wir unterstützt werden, dass es sich zeigt, dass wir wirklich eine Solidaritätsgemeinschaft sind. Und das ist hiermit auch gleichzeitig ein Appell, dass wirklich etwas passiert, dass wir freischaffende Künstler, Freiberufler – es sind so viele Betroffene – diese nötige Unterstützung bekommen. Und das ist meine Hoffnung. Ich hoffe auch, dass wir trotz aller Isolation jetzt enger zusammenrücken, dass wir füreinander einstehen, dass wir dort gemeinsam durchgehen und dass wir einander sehen. Und darauf baue ich.


Vincent: Mein Name ist, Vincent von Lesser Panda Ramen in der Karolinstraße in Hamburg. Wir sind natürlich auch betroffen von der aktuellen Situation. Unser Laden ist leer. Dementsprechend mussten wir ab heute auch auf Lieferservice umstellen. Wir hoffen natürlich, dass das funktionieren wird. Wir fordern eigentlich nichts, sondern wir wünschen uns von der Politik weiterhin gute Unterstützung und vor allem, dass die kleinen Unternehmen, die weniger lange durchhalten können. Ich denke, wir reden da teilweise von Wochen, maximal Monaten weiter unterstützt werden, sodass alle überleben. Können Arbeitsplätze gesichert werden und wir natürlich auch nach der Krise noch in unserem Fall schön essen gehen können oder auch andere kleine Handwerksbetriebe und so weiter nutzen können. Das würde ich mir wünschen. Wir sind nach wie vor zuversichtlich und hoffen, dass alles gut ausgeht.


Marie-Lene: Ich bin Marie-Lene, eine der beiden Gründerinnen Online-Plattform für Wohnzimmer-Konzerte und Musik in besonderen Kontexten. Die Krise ist für uns wirklich ein herber Schlag. Das erschüttert uns. Gefühlt kommen jeden Tag neue Hiobsbotschaften auf uns zu. Wir haben aber in der Situation sehr viel Solidarität erlebt. Wir erleben, dass ganz viele Gastgeber ihre Konzerte nicht einfach absagen, sondern auf unbestimmte Zeitraum verschieben und Künstlern wirklich eine Perspektive für die Zeit nach der Pandemie zu geben. Das sind wir wirklich, dass gerade die, die es am härtesten trifft, eben Leute, die wie wir selbst ständig in der Kulturszene aktiv sind, auch zusammenhalten. Wir wünschen in der Politik unbürokratische, schnelle Hilfen zwar Zuschüsse, nicht nur Kredite, weil das, was man jetzt Einbußen an Einbußen hat, an Projekten. Das können wir auch im Sommer, auch im Herbst nicht nachholen. Das ist einfach vorbei, und wir wünschen uns einfach, dass wir gemeinsam auch neue Formate finden. Einige Ideen Musiker verzahnten Videobotschaften an Menschen, die wir jetzt gerade nicht besuchen können. Mit ihren Songs die Hoffnung machen. Und wir glauben, dass wir so einfach durch die Zeit gemeinsam mit Solidarität durchgehen müssen.


Tim Stahlschmidt: Moin, ich bin Tim Stahlschmidt. Ich bin Schlagzeuger aus Hamburg. Ich verdiene mein Geld durch Konzerte, ich spiele mit unterschiedlichen Künstlern, spiele auf Galas. Ich gebe aber auch Teams, Events für Firmen aus Firmen, Rockbands werden lassen solche Sachen und gebe auch Schlagzeug Unterricht. Im Februar fing das schon an. Bis in den Mai hinein ist alles abgesagt wurde. Meine Schüler sagen auch, wir bleiben aktuell lieber erst mal zu Hause, was ich auch gut finde und richtig finde. Wenn das ewig so weitergeht, dann ist natürlich in zwei, drei Monaten der Ofen aus. Und das will ich natürlich nicht, sondern ich will weiterhin Musik machen, und das ist meine Hoffnung. Musik macht Spaß. Musik ist wichtig für die Kultur, für die Menschen und vermittelt gute Laune. Und das brauchen wir gerade in der jetzigen Zeit. Wohnzimmer, Konzerte kann man machen, ist aber nicht die Lösung. Deswegen baue ich, hoffe ich, auf die Politik. Und das ist mein Appell an die Politik, dass da jetzt was passiert für Selbstständige, nicht nur für Musiker, sondern für alle Selbstständigen. Dass ihr da in der Politik was Richtiges für uns macht.


Julian Schmitz: Ich bin der Inhaber und Geschäftsführer von MERIJULA, einem kleinen independent Fairtrade-Label aus Hamburg. Wir haben einen kleinen Online-Shop, und wir haben einen ganz kleinen Einzelhandels, laden auf Sankt Pauli. Die Krise hat uns so richtig kalt erwischt und. Hat dazu geführt, dass wir am Montag den Laden zu machen wussten, dass unsere ONLINE Umsätze rasant nach unten gegangen sind. Das heißt, die Quintessenz des Ganzen ist, dass ich jetzt meine Leute alle nach Hause schicken musste, die für mich arbeiten und wir momentan eigentlich keinen Umsatz machen. Unsere Reserven als kleines Unternehmen sind so gering, dass wir maximal einen Monat das ganze Ding durchhalten können und irgendwie über Wasser bleiben können. Und wenn sich da nichts tut, also wenn da keine Lösung kommt im Sinne von Politik, findet eine Lösung und stellt Gelder zur Verfügung. Oder ein Wunder geschehe und bleibt zuhause, und alle werden schnell wieder gesund. Dann werde ich in einem Monat im Land schließen müssen und. Die Ungewissheit ist das Schlimmste. Wir wissen nicht, was kommt.


Francis: Hallo, mein Name ist Francis Norman. Ich mache seit 27 Jahren Musik und bin seit zwölf Jahren als selbstständiger Musiker unterwegs und gibt Konzerte. Leider ist das durch die derzeitige Situation natürlich nicht möglich. Öffentlich aufzutreten. Und mir macht es natürlich Sorge, dass das langfristig so bleibt, weil das einfach mir viel bedeutet für Menschen Musik zu machen und mit Menschen zusammen zu sein. Mein Unternehmen basiert natürlich darauf, live aufzutreten, und wenn das jetzt noch länger frostig so geht, dann muss ich überlegen, wie man das vielleicht auf anderen Wegen machen kann. Ich habe schon immer Onlineforen, Konzerte nachgedacht. Aber mal sehen Es ist natürlich etwas anderes, wenn man das Publikum live vor sich hat. Ich bin froh, dass die Politik heutzutage ganz eng mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zusammenarbeitet und auch Entscheidungen trifft, die uns zwar einschränken, aber dafür sorgen, dass Menschen gerettet werden bzw. vielleicht nicht krank werden. Ich habe die Hoffnung, dass es ganz schnell durch ist. Und immer, wenn ich in die Augen meiner beiden Kinder schaue, die drei Jahre und gerade frisch geboren sind, dann merke ich, dass es viel Hoffnung gibt an deren Unbeschwertheit. Und vielleicht hilft dieses Lied auch noch.
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Schlagzeuglehrer, Restaurantbesitzer, Modedesigner: Der stern hat Künstler und Kleinunternehmer gefragt, was aktuell ihre größten Schwierigkeiten sind – und was sie sich jetzt von der Politik in dieser Krisenzeit wünschen. 

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