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"Die Höhle der Löwen": "HappyPo" - investieren die Löwen in diese Po-Dusche?

Wasser statt Klopapier: Das Start-up HappyPo will die Toilettenhygiene verbessern und Klopapier sparen. In der "Höhle der Löwen" suchen die Gründer nach einem Investor für ihre Po-Duschen.

HappyPo Produkt

Wasser marsch: Die Po-Dusche von HappyPo reinigt per Wasserstrahl - und wird nur durch Händedruck bedient

Die Idee für HappyPo kam Gründer Oliver Elsoud auf Reisen. Denn ob in Dubai, in Kairo, in Japan oder in Indien - in den meisten Teilen der Welt wäscht man sich nach dem Toilettengang den Hintern mit Wasser. Die Reinigung mit Toilettenpapier gilt weithin als unhygienisch. "75 Prozent der Weltbevölkerung benutzen kein Toilettenpapier", sagt Elsoud. In unseren Gefilden allerdings hat sich diese spezielle Nass-Reinigung bislang nicht durchgesetzt. "Die Menschen in Deutschland waschen alles mit Wasser, nur ihren Hintern nicht", sagt Elsoud.

Daher hat er gemeinsam mit Mitgründer Frank Schmischke "HappyPo" entwickelt - "die kleine Dusche nach dem großen Geschäft" -, für die sie am Dienstag einen Investor in der "Höhle der Löwen" suchen. Die Po-Dusche des Berliner Start-ups sieht aus wie eine etwas zu klobig geratene elektrische Zahnbürste. Der Kopf lässt sich abschrauben, sodass das Gerät am Wasserhahn gefüllt werden kann. Nach der Sitzung hält man sich die Po-Dusche an den Hintern und lenkt den Wasserstrahl allein durch Händedruck wohldosiert auf die entsprechende Körperregion - Batterien sind nicht nötig. Die auszuführende Bewegung sei im Grunde die gleiche wie beim Abwischen mit Klopapier, sagt Elsoud. 

HappyPo als hygienische und umweltfreundliche Alternative

Die HappyPo-Gründer halten das Prinzip Wasser nicht nur für hygienischer, sondern auch für umweltfreundlicher, weil es den Verbrauch von Toilettenpapier drastisch senkt. Die Po-Dusche ist für sie das perfekte Einstiegsprodukt, weil es mobil einsetzbar und mit 25 Euro recht günstig ist. Bislang musste man sich für viel Geld ein Dusch-WC einbauen lassen, wenn man sich den Hintern nach dem Geschäft mit Wasser sauber machen wollte.

Und das früher verbreitete Bidet ist für diesen Zweck nicht wirklich praktisch, weil man zunächst mit heruntergelassenen Hosen von der Toilette herüberwackeln muss. Das Sitzwaschbecken dient vielen daher eher als Wäscheablage und ist akut vom Aussterben bedroht. Vielleicht taugt es den HappyPo-Machern aber immerhin noch, die Akzeptanz für ihre Idee zu erhöhen. Gründer Elsoud sagt: "Wir sind das Volks-Bidet." 

Aufgefüllt wird die Po-Dusche direkt am Wasserhahn

Aufgefüllt wird die Po-Dusche direkt am Wasserhahn

bak

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