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Weltwirtschaft angekurbelt Paket im Milliardenwert: Elon Musk verkauft Tesla Aktien

Elon Musk fässt sich lachend ans Kinn.
Zum ersten Mal seit langer Zeit hat Elon Musk einen (kleinen) Anteil seiner Tesla-Aktien verkauft
© Frederic J. Brown / AFP
Er hat nur einen kleinen Teil seiner Aktien verkauft – doch schon dadurch konnte Tesla-Chef Elon Musk sein bereits außergewöhnlich großes Vermögen um mehr als eine Milliarde Dollar steigern. 

Nach seiner aufsehenerregenden Twitter-Abstimmung vom Wochenende hat Elon Musk erstmals seit Jahren wieder Aktien seines Unternehmens zu Geld gemacht. Am Montag verkaufte er mehr als 930.000 Papiere von Tesla und nahm damit rund 1,1 Milliarden Dollar (1 Milliarde Euro) ein. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Musk hält immer noch mehr als 170 Millionen Tesla-Aktien.

Es ist laut dem Finanzdienst Bloomberg das erste Mal seit 2016, dass der Multimilliardär sich von Aktien des Elektroautobauers trennt. Musk verkauft, um mit den Einnahmen Steuern zu zahlen. Da er bei Tesla in Aktien-Optionen entlohnt wird, kann er – zumindest wenn er diese zieht – Barmittel gebrauchen, um fällige Einkommensteuern zu begleichen. Parallel zum Aktienverkauf übte Musk nun 2,15 Millionen Optionen von 2012 im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar aus.

Elon Musk ist vermutlich der reichste Mensch der Erde

Tesla hat in den vergangenen Jahren eine massive Börsenrally erlebt, die Musk laut Milliardärs-Charts wie der "Forbes"-Liste oder "Bloomberg Billionaires" – zumindest auf dem Papier – mit einem geschätzten Vermögen von fast 300 Milliarden Dollar zum reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Musk hatte am Wochenende bei Twitter Nutzer abstimmen lassen, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen solle. 58 Prozent der 3,5 Millionen Stimmen waren dafür.

Wenn Musk sich wie versprochen ans Ergebnis des Twitter-Votums hält, dürfte sein jetziger Verkauf von weniger als einem Prozent seiner Tesla-Anteile nur der Anfang gewesen sein. Der Tesla-Chef spielte bei der Abstimmung auf eine Debatte um Steuervermeidung von Superreichen und Pläne für Abgaben auf unrealisierte Kursgewinne an. Was Musk mit der Abstimmung letztlich bezwecken wollte und inwieweit er ohnehin vorhatte, Aktien zu verkaufen, darüber kann bislang nur spekuliert werden. Aus der SEC-Mitteilung geht hervor, dass zumindest der aktuelle Verkauf bereits über zwei Monate vor dem Votum geplant war.

nib DPA

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