Halbjahresbilanz Viva bleibt operativ "knapp schwarz"


Der jugendliche Medienkonzern aus Köln musste zwar in Halbjahressicht Umsatzverluste hinnehmen, kann aber trotzdem aufatmen. Das zweite Quartal endete auf Vorjahresniveau, und der Werbemarkt erholt sich.

Der Medienkonzern VIVA hat im ersten Halbjahr 2003 durch die Krise in der Musikbranche ein Umsatzminus von acht Prozent auf 50 Millionen Euro verbucht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei "knapp schwarz" (147.000 Euro), teilte die Viva Media AG in Köln mit. Leicht aufgeatmet wurde trotzdem - der Konzernumsatz im Berichtsquartal erreichte mit 29,2 Millionen Euro das Vorjahresniveau und die Halbjahresbilanz wurde nur durch das umsatzschwache erste Quartal nach unten gedrückt. Im Vorjahreszeitraum hatte ein außerordentlicher Ertrag von 29,7 Millionen Euro aus einem Anteilsverkauf an AOL Time Warner das EBIT auf 19,2 Millionen Euro aufgebessert.

Derzeit zeichne sich eine leichte Belebung des Werbemarktes für das Musik-TV-Geschäft ab, sagte VIVA-Chef Dieter Gorny. Dennoch lagen die Werbeeinnahmen in den ersten sechs Monaten mit 17,6 Millionen Euro unter denen des Vorjahreszeitraums (knapp 21 Millionen Euro). "Beim operativen Ergebnis bleiben wir für das Gesamtjahr zuversichtlich", sagte Gorny.

Programmoffensive stimmt zuversichtlich

Durch eine engere Kooperation mit dem Privatsender RTL sowie neuen Formaten will VIVA eine im April begonnene Programmoffensive fortführen. Und fühlt sich damit auf einem richtign Weg: die Zahl der täglichen VIVA Zuschauer ab 14 Jahre stieg laut der jüngsten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA)leicht auf 5,42 Millionen an. Sinkend hingegen die Zahl der Beschäftigten - 600 Mitarbeiter bleiben an Bord, 100 mussten gehen.

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender der VIVA Media AG: "Der VIVA Media ist im 2. Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. In der zweiten Jahreshälfte werden wir weiter intensiv an der Optimierung der internen Strukturen arbeiten. Beim operativen Ergebnis bleiben wir für das Gesamtjahr zuversichtlich." Während die Auslandsaktivitäten in den Niederlanden und Ungarn profitabel sind, bleibt Polen weiterhin ein Verlustgeschäft.


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