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Luftfahrt: Weitere Hiobsbotschaften für die Luftfahrt

Nach dem Beginn des Irak-Kriegs gerät die Luftfahrtindustrie immer tiefer in die Krise. Jetzt belastet auch noch die aus Südasien stammende Lungenkrankheit SARS die Geschäfte.

Nach dem Beginn des Irak-Kriegs gerät die Luftfahrtindustrie immer tiefer in die Krise. Die vermutlich aus Südostasien stammende hochansteckende lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS droht nun die Geschäfte zusätzlich zu belasten. Hinzu kommen eine möglicherweise kurz bevorstehende Insolvenz der weltgrößten Fluglinie American Airlines sowie die deutlich reduzierten Gewinnerwartungen der australischen Qantas. Dieses Bündel an schlechten Nachrichten sorgte am Freitag weltweit für kräftige Aktienkursverluste der Fluggesellschaften.

Asien befürchtet Buchungsrückgänge

Nach dem Ausbruch des Schweren Akuten Atemwegs-Syndroms (SARS), an dem weltweit mittlerweile mehr als 50 Menschen gestorben und über 1.400 erkrankt sind, wurde vor Reisen in die am stärksten betroffenen Länder China, Hongkong, Vietnam und Singapur gewarnt. Die Regierungen asiatischer Länder verstärkten zudem die Gesundheitskontrollen bei Reisenden. Insbesondere bei den Fluggesellschaften aus der Region werden nun deutliche Buchungsrückgänge befürchtet. Die großen europäischen Touristikkonzerne TUI und Thomas Cook indes spüren nach eigenen Angaben bislang keine gravierenden Auswirkungen der Krankheit.

Schwache Weltkonjunktur belastet

Die internationale Luftfahrtindustrie befindet sich in einer schweren Krise. Zusätzlich zu den Belastungen durch die schwache Weltkonjunktur und die verschärfte Konkurrenz durch Billigfluglinien leiden vor allem die großen Gesellschaften an den Auswirkungen des 11. September 2001. Die Anschläge auf New York und Washington hatten zu einem Einbruch bei den Passagierzahlen sowie steigenden Kosten für Sicherheit und Versicherungsleistungen geführt. Nach Angaben der internationalen Luftfahrt-Organisation IATA haben die weltweit agierenden Fluglinien in den vergangenen zwei Jahren Verluste von insgesamt rund 30 Milliarden Dollar verzeichnet und könnten wegen des Irak-Kriegs weitere zehn Milliarden Dollar verlieren.

American bald insolvent?

Am härtesten sind die US-Fluggesellschaften von der Krise betroffen. Branchenprimus American Airlines könnte womöglich bereits nächste Woche Antrag auf Gläubigerschutz stellen, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus mit der Situation vertrauten Kreisen erfuhr. Ein solcher Schritt sei rasch vonnöten, um angesichts des Buchungsrückgangs nach Beginn des Irak-Kriegs die nötigen Barmittel einbehalten zu können. Die Aktien der American-Muttergesellschaft AMR hatten am Donnerstag 18,26 Prozent auf 1,79 Dollar verloren. Seit den September-Anschlägen- zwei der entführten Flugzeuge waren American-Maschinen - haben die Titel mehr als 90 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Quantas gibt düsteren Ausblick

Die australische Qantas belastete am Freitag die Aktienmärkte mit einer düsteren Geschäftsprognose sowie einer drastischen Kürzung der Flugverbindungen. So erwartet das zu den weltweit profitabelsten Fluggesellschaften zählende Unternehmen für 2003 einen Gewinn, der um 15 Prozent unter den durchschnittlichen Analystenprognosen von rund 600 Millionen Australischen Dollar (rund 338 Millionen Euro) liegt. Zugleich will Qantas ihre internationalen Flugverbindungen um ein Fünftel reduzieren. Auch in Europa hatten die drei größten Fluglinien in dieser Woche Kapazitätskürzungen angekündigt.

Flugaktien weltweit im Sinkflug

An den Börsen reagierten die Aktien von Fluggesellschaften weltweit mit Kursverlusten auf die neuerlichen Hiobsbotschaften. So gaben im Handelsverlauf in Europa Lufthansa 4,9 Prozent auf 8,01 Euro nach, British Airways um 5,11 Prozent auf 107,45 Pence und Air France um 6,7 Prozent auf 8,63 Euro. Qantas-Titel waren zuvor knapp zehn Prozent schwächer aus dem Handel gegangen. Der Aktienkurs der größten asiatischen Fluglinie Japan Airlines System brach rund fünf Prozent ein.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.