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Postdienste: Kein höheres Porto in 2005

Das Porto der Deutschen Post für Standardbriefe (55 Cent) und Postkarten (45 Cent) bleibt auch im nächsten Jahr unverändert. Dafür werden andere Briefvarianten billiger.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn folgte in einem Beschluss vom Dienstag den von der Post beantragten neuen Tarifen. Insgesamt muss die Post danach ab 1. Januar 2005 im Briefbereich unter dem Strich leicht günstigere Tarife anbieten. Nach Angaben der Post ergeben sich daraus für die Kunden Einsparungen in Höhe von rund 50 Millionen Euro.

Einiges wird billiger

Der Kompaktbrief (bis 50 Gramm) für Deutschland und innerhalb von Europa wird künftig um fünf Cent billiger (von 1,00 auf 0,95 Euro). Auch beim so genannten Maxibrief (500 bis 1000 Gramm) für Europa wird der Preis gesenkt (von 10,00 auf 8,00 Euro). Für Standardbriefe bis 20 Gramm gilt der bisherige Preis von 55 Cent. Auch der Tarif für den Großbrief (1,44 Euro) bleibt gleich. Unverändert bleiben auch die Preise für Einschreiben.

Die Preise werden von der Regulierungsbehörde unter Berechnung des Produktivitätsfortschritts und der Inflationsrate auf Antrag der Post festgelegt. Die Post hat dabei Wahlmöglichkeiten, bei welchen Angeboten sie Änderungen vornehmen will. Nach Darstellung des Deutschen Verbands für Post und Telekommunikation (DVPT) ist das Briefporto der Post aber in Bezug auf die Kosten deutlich überhöht und könnte etwa beim Standardbrief um 20 Prozent gesenkt werden. Die Post verfügt noch über ein Monopol für die Beförderung von Briefen bis zu 100 Gramm. Das Briefgeschäft macht nach wie vor den Löwenanteil beim Gewinn des Post-Konzerns aus. (DPA)