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BA-Online-Stellenbörse: Ausbau des "Virtuellen Arbeitsmarktes" gestoppt

Die geplante Erweiterung der BA-Online-Stellenbörse ist erst einmal auf Eis gelegt - Nachbesserungen haben Vorrang. Das wackelige und teure System war viel kritisiert worden.

Wegen technischer Mängel und hoher finanzieller Risiken hat der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank- Jürgen Weise, den Ausbau des so genannten Virtuellen Arbeitsmarktes vorerst gestoppt. Die geplante Erweiterung der BA-Online-Stellenbörse werde verschoben, teilte die Nürnberger Bundesbehörde am Mittwoch mit. Zunächst sollen Fehler des jetzigen Systems behoben werden. Zugleich entband Weise den bisherigen Projektleiter des Virtuellen Arbeitsmarktes, Jürgen Koch, von seinen Aufgaben.

Nach BA-Angaben waren die Kosten für den Ausbau des Virtuellen Arbeitsmarktes ursprünglich mit 65 Millionen Euro veranschlagt worden. Neue Berechnungen hätten allerdings ergeben, dass mit den geplanten Erweiterungen bis 2008 Kosten von rund 125 Millionen Euro anfallen würden. Dazu kämen weitere interne Kosten von rund 40 Millionen Euro für eine Erweiterung des BA-internen Netzes.

Nachbesserung hat jetzt Vorrang

Verschoben werden soll nach Angaben einer BA-Sprecherin unter anderem die geplante Verknüpfung der Online-Stellenbörse mit den Vermittlungs- und Beratungssystemen in den Arbeitsagenturen. Vorrang habe stattdessen die Nachbesserung der Online-Stellenbörse selbst. So habe das System nicht immer die passenden Stellen- oder Bewerber- Angebote geliefert. Auch sei es zu langsam gewesen. Es sei immer wieder zu Systemabstürzen gekommen. Fachkreise hatten den BA-Online-Stellenmarkt schon länger als mangelhaft kritisiert.

DPA / DPA