Bundesagentur für Arbeit Zu niedrige Arbeitslosenzahlen gemeldet


Computerpanne in Nürnberg: Weil die Bundesagentur für Arbeit einen Datensatz über 40.000 Arbeitsuchende vergessen hat, fällt seit Januar die Statistik regelmäßig zu niedrig aus. Auch die aktuellen Mai-Zahlen sind betroffen.

Deutschland ist mit einer höhreren Arbeitslosigkeit in dieses Jahr gestartet als von der Bundesagentur für Arbeit (BA) zunächst angegeben. "Im Januar wurde die Arbeitslosigkeit um 40.000 Menschen zu niedrig ausgewiesen", sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Grund sei, dass im Dezember ein Datensatz mit Neuzugängen von Arbeitslosen durch einen Verarbeitungsfehler nicht in der Statistik berücksichtigt worden sei. "Dieser Fehler verändert keine unserer Aussagen zum Arbeitsmarkt", so Weise. "Er verändert keine der Trends." Als Arbeitslosenzahl für Januar hatte die BA ursprünglich 4,247 Millionen genannt.

Der Fehlereffekt ist auch in der nun vorgelegten Mai-Statistik noch nicht berücksichtigt. Die für Mai ausgewiesene Arbeitslosenzahl von 3,806 Millionen läge Weise zufolge bei korrekter Statistik um etwa 6000 höher. Erst die Juni-Statistik soll die korrigierten Zahlen berücksichtigen.

Auch bei Berücksichtigung des Fehlers wäre im April die Marke von vier Millionen Arbeitslosen erstmals seit November wieder unterschritten worden. Der Fehlereffekt vom Januar hatte sich demnach bis April auf 9300 verringert. Als amtliche Arbeitslosenzahl hatte die BA für April 3,967 Millionen genannt.

Reuters Reuters

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