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Ausbeutung: Dieser Fotograf beendete das Elend der Kinderarbeit in den USA

Kinder, die in Minen schuften, deren Gliedmaßen zerschmettert werden. Unermüdlich kämpfte der Fotograf Lewis Hine gegen die Ausbeutung von Kindern. Erst kurz vor seinem Tod hatte er Erfolg.

Giles Edmund Newsom war elf Jahre alt, als er in eine Maschine stürzte und zwei Finger verlor.

Giles Edmund Newsom war elf Jahre alt, als er in eine Maschine stürzte und zwei Finger verlor.

Als Lewis Hine 1940 starb, konnte er stolz auf sich sein. Die Welt wurde besser, weil es ihn und seine Arbeit gab, ohne den Fotografen wäre sie schlechter. Wer kann das von sich sagen.

Hine war Fotograf und wie andere in der Zeit um den Ersten Weltkrieg herum, wollte er die Welt und die Menschen dokumentieren. Hines Arbeiten stellten die Porträtierten in ihrer Wirklichkeit da. Ohne Effekthascherei und mit einer Achtung und einem Respekt für jede einzelne Person, die uns heute noch staunen lässt. Umso mehr, wenn man weiß, dass Hines ein Arbeitstier war und Tausende von Menschen abgebildet hat. 

Einsatz für die Schwächsten

Das Besondere an ihm: Er fotografierte die Elendsten in der US-amerikanischen Gesellschaft, die Kinder, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Im Auftrag des National Child Labor Committee (NCLC) reiste er 75.000 Kilometer quer durch die Vereinigten Staaten und fotografierte Kinder ohne Kindheit und ohne Hoffnung. Er zeigte ihre Arbeit in der Landwirtschaft, in den Minen, Fabriken, Nähateliers und auf den Straßen.

Niemand hätte ihm Zutritt gewährt. Also arbeitete Hines wie ein Spion. Er tarnte sich als Vertreter oder Versicherungsagent und nahm die Kinder heimlich auf. Mädchen, die ohne jeden Arbeitsschutz, zwölf Stunden an ratternden Webstühlen saßen. Oder Knaben, die über einem Förderband mit Kohlen balancierten und verhakte Brocken lösen mussten. Wer in den Gesteinsstrom fiel, war verloren oder verlor zumindest einen Fuß oder eine Hand.

Ein Leben bedeutete nichts

Ein Kinderleben zählte nichts und kostete nichts, Gier war alles, als sich der Kapitalismus über die Welt ausbreitete. So ungestüm explodierte die Produktion, dass es nie genug Arbeitskräfte gab, auf der ganzen Welt wurden Kinder in Minen und Fabriken eingesetzt. An ihnen mangelte es nie, denn auch erwachsene Arbeiter wurden so schlecht bezahlt, dass die ganze Familie sich verdingen musste. Im Jahr 1900 gab es 1,7 Millionen Kinderarbeiter in den USA.

Bis 1918 machte Hines über 5000 Aufnahmen in dieser Hölle. Die Wirkung wurde noch durch seine lakonischen Beschreibungen verträgt, bewusst verzichtete Hine auf einen moralisierende Ton. "Fiel in eine Spinnmaschine, seine Hand geriet dabei in ein ungeschütztes Getriebe, das ihm zwei Finger zerquetschte."

Seine Bilder sind auch heute noch aktuell. In den USA und der EU gibt es Kinderarbeit in dieser Form nicht mehr, aber weltweit sieht es ganz anders aus. Zunächst blieben alle Versuche, diese Art von Kinderausbeutung in den USA zu beenden, erfolglos. Ein erstes  Gesetz von 1916 wurde später als Verfassungswidrig eingestuft. Erst in der Roosevelt-Ära des New Deal verbot der "Fair Labor Standard Act" von 1938 die Arbeit für unter Sechzehnjährige.

Zwei Jahre später starb Lewis Hine.

Die gesamte Sammlung "National Child Labor Committee Collection" wurde digitalisiert und kann hier eingesehen werden. Unser Fotostrecke zeigt die Arbeiten von Hine überwiegend mit seinen eigenen Beschriftungen.

Das Buch zum Thema:

"The boss don‘t care" Kinderarbeit in den USA 1908-1917  Fotografien von Lewis W. Hine  Herausgegeben von Wilfried Kaute Mit einem Vorwort von Jean Ziegler 



Kra
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
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