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FÖRDERUNG: Vom Arbeitslosen zum Firmengründer

Die Bundesanstalt für Arbeit hat im vergangenen Jahr knapp 96.000 Bundesbürgern beim Sprung aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit geholfen.

Mit Hilfe der Arbeitsämter haben 2001 knapp 96.000 Arbeitslose den Sprung in die Selbstständigkeit geschafft. Insgesamt seien im Jahr 2001 an 95.700 erwerbslose Selbstständige so genannte Überbrückungsgelder geflossen, berichtete die Bundesanstalt für Arbeit am Montag in Nürnberg. Die jeweils für sechs Monate gezahlten Mittel sollen den Existenzstart erleichtern. Das Überbrückungsgeld bemisst sich nach dem bisher bezogenen Arbeitslosengeld oder der Arbeitslosenhilfe.

Die meisten Existenzgründer seien in den alten Bundesländern gefördert worden. Den mehr als 64.000 Überbrückungsgeld-Empfängern im Westen standen nach Angaben der Bundesanstalt mehr als 31.000 geförderte Jungunternehmer im Osten gegenüber. Seit der Einführung des Überbrückungsgeldes im Jahr 1986 hätten die Arbeitsämter rund 800.000 Existenzgründer mit insgesamt 4,86 Milliarden Euro (9,57 Milliarden Mark) unterstützt.

Nach Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gilt Überbrückungsgeld als eines der effektivsten arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Von den seit 1995 geförderten ehemals arbeitslosen Jungunternehmern waren drei Jahre später noch 70 Prozent beruflich selbstständig gewesen, heißt es in der IAB-Studie. Zudem habe im Durchschnitt jeder von ihnen einen zusätzlichen Arbeitsplatz geschaffen.